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Mark Streit hofft auf baldiges Comeback

Nach über zwei Wochen Verletzungspause will der Schweizer bei den Flyers wieder eingreifen

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Als sich Mark Streit am 11. Dezember im Spiel seiner Philadelphia Flyers gegen die Montreal Canadiens an der Schulter verletzte und das Spiel vorzeitig beenden musste, deutete vieles auf eine längere Pause hin. Das Ganze passierte ausgerechnet, als der Schweizer seine wenig produktive Phase für etwas mehr als einen Monat überwunden zu haben schien.

Nach einem tollen Saisonstart mit neun Punkten im ersten Dutzend Spielen, schaffte der Berner lediglich vier Zähler in den folgenden 16 Partien, inklusive nur einen Assist in den letzten sieben dieser Begegnungen. Dann traf Streit am Donnerstag vor seinem Ausfall und fügte eine Vorlage beim Siegtreffer von Michael Raffl hinzu.

Natürlich war nicht nur dieser Fakt bitter für die Flyers, sondern auch Verteidigerkollege Shayne Gostisbehere fiel mit einer Handverletzung aus. Dazu ist Torhüter Michael Neuvirth seit Mitte November außer Gefecht und zuletzt musste der Österreicher Raffl wegen Knieproblemen passen.

Wenigstens Entwarnung bei Streit gab es bereits ein paar Tage vor Weihnachten. "Es ist nicht so schlimm, wie es sich vielleicht am Anfang angefühlt hat", sagte er zur Schweizer Zeitung Blick im Interview. "Von daher hoffe ich, dass ich vor dem Jahreswechsel wieder eingreifen kann. Ich freue mich sehr darauf und harte hart für mein Comeback."

Gesagt, getan. Nach der Weihnachtspause am gestrigen Dienstag stand Streit wieder zum Training auf dem Eis und schon begannen die Spekulationen darüber, dass er bereits am heutigen Mittwoch im Spiel gegen die St. Louis Blues auflaufen könnte.

Video: EDM@PHI: Streit hämmert Onetimer an Pfosten und rein

Diesen erteilte der 39-jährige Verteidiger allerdings nach der Übungseinheit eine klare Absage. "Ich bin noch nicht voll da", sagte Streit. "Habe nur ein paar Übungen mitgemacht. Es wird sich entwickeln, aber ich habe mich da draußen wirklich gut gefühlt."  

Trotz der Verletztenmisere konnten die Flyers bis 17. Dezember zwischenzeitlich eine Siegesserie von zehn Spielen einfahren und somit immerhin sieben Siege in den derzeitigen letzten zehn Partien feiern. Punkte, die dringend notwendig waren, um im Rennen nach den Playoff Plätzen Schritt zu halten.

"Die Metropolitan Division ist brutal eng und alle Mannschaften gewinnen fast immer", sagte Streit nach der Niederlage gegen die Dallas Stars, welche die Siegesserie beendete. "Unser schöne Serie, die sehr wichtig war, ist nun vorbei, aber wir müssen schnell wieder punkten, um den Anschluss zu halten."

In der Tat, denn trotz dem sehr erfolgreichen Dezember mit 19 Punkten aus den bisherigen zwölf Spielen, stehen die Flyers in der Eastern Conference nur auf dem zweiten Wild Card Platz, der gerade noch für die Qualifikation zu den Playoffs reichen würde. Immerhin beträgt der Abstand nach unten bereits sieben Punkte.

Nach dem Aufeinandertreffen bei den Blues geht es für Philadelphia weiter nach Kalifornien, wo die Partien am Freitag bei den San Jose Sharks und am Neujahrstag bei den Anaheim Ducks auf dem Programm stehen. Streit ist bei dieser Auswärtsreise dabei und hofft nun Ende der Woche wieder ins Spielgeschehen eingreifen zu können.

Video: WPG@PHI: Streit zielt an Hellebuycks Fanghand vorbei

Gut möglich, dass Streit dann schon bald zumindest für ein Spiel wieder kurzfristig ausfallen könnte. Im Januar steht nämlich die Geburt seines ersten Kindes auf dem Plan, wo er sicher hautnah dabei sein möchte.

"Ich werde alles dafür geben, diesen Moment mit Fabienne teilen zu können", sagte Streit bereits im Sommer bei seiner Hochzeit der Schweizer Illustrierte. "Die Geburt eines gemeinsamen Kindes ist der schönste Moment, den man in einer Beziehung erleben kann."

Vielleicht ist das Timing des Babys aber so gut, dass es an einem spielfreien Tag zur Welt kommt und den Papa nicht ein weiteres Mal vom Spielbetrieb abhält.

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