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Streit sieht noch viel Arbeit für Pittsburgh

Der Schweizer wurde zum zweiten Mal in den Playoffs eingesetzt und hofft auf eine Fortsetzung

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Auf den Boden bleiben, dürfte die Devise für die Pittsburgh Penguins nach ihrem deutlichen 7-0 Erfolg in Spiel 5 des Eastern Conference Finales gegen die Ottawa Senators am Sonntag in der PPG Paints Arena von Pittsburgh lauten. Sie führen in der Best-of-7 Serie nun mit 3-2 und können mit einem weiteren Sieg am Dienstag in Ottawa oder, falls nötig, am Donnerstag in Pittsburgh den wiederholten Einzug in das Stanley Cup Finale möglich machen.

Sie wären der erste Titelverteidiger seit den Detroit Red Wings 2008, dem dieses Kunststück gelingen würde.

Während der deutsche Stürmer Tom Kuhnhackl erneut dazu gezwungen war, von außen das Geschehen zu betrachten, kam Mark Streit zu seinem zweiten Einsatz in den Playoffs. In Spiel 3 der Serie wurde er erstmals von Trainer Mike Sullivan eingesetzt, musste in Spiel 4 wieder pausieren und gehörte jetzt wieder zur Aufstellung.

"Ich habe mich sicher besser gefühlt", erzählte der Schweizer gegenüber NHL.com/de. "Das erste Spiel war schon etwas schwierig, denn der Rhythmus und das Tempo war enorm, nachdem ich fünf Wochen nicht gespielt habe. Ich hatte heute mehr Selbstvertrauen, aber es war auch ein super Spiel, um mitzuspielen mit dem Start, den wir hatten. Das hat heute einen riesigen Unterschied gemacht."

17:32 Minuten, davon 3:04 in Überzahl, erhielt Streit Eiszeit und verbuchte einen Assist beim 5-0 durch Matt Cullen. Er wirkte im Anschluss durchaus zufrieden, zumal die lange Zeit des Zusehens nicht einfach für den 39-jährigen Routinier war. "Ich denke, dass ich heute gut gespielt habe", sagte er. "Es war sicherlich keine einfache Zeit, aber ich mache das Beste aus der Situation und bleibe positiv. Ich habe hart trainiert und musste einfach immer parat sein, falls du spielen kannst."

Video: OTT@PIT, Sp5: Cullen vollstreckt Streits klasse Pass

Gewissheit, dass er im nächsten Spiel erneut dabei sein wird, hat er auch jetzt nicht. Die Konkurrenz in dem gut besetzten Kader der Penguins ist groß, trotz der Tatsache, dass es nicht nur in der Verteidigung einige Verletzte gibt. Stammkraft Kris Letang fällt bis zum Saisonende aus, doch Justin Schultz und Chad Ruhwedel, die vorher Streit vorgezogen wurden, sind nur kurzfristig verletzt.

"Ich nehme es Tag für Tag, aber es ist eine gute Möglichkeit mit dieser hervorragenden Mannschaft zu spielen und wir sind im Playoff Halbfinale und es läuft außerordentlich gut", stellt er die Vorteile in den Vordergrund erstmals in seiner Karriere in das Stanley Cup Finale einzuziehen, wohlwissend, dass sie noch nicht am Ziel sind.

"Schlussendlich kommt es nicht darauf an, ob du 7-0 oder 1-0 gewinnst", sagte Streit. "Es ist ein Sieg und ein wichtiger Heimsieg, aber der vierte Sieg ist oftmals der Schwierigste und in Ottawa zu spielen wird eine riesige Herausforderung. Sie haben eine tolle Mannschaft und werden sicher alles geben. Aber wir haben eine erfahrene Mannschaft, die schon einige Male in dieser Situation war. Ich denke wir müssen sicher am Dienstag noch einmal eine Topleistung bringen, um den vierten Sieg zu holen."

Spiel 6 findet am Dienstag (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports) im Canadian Tire Centre von Ottawa statt.

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