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Stralman, Stamkos könnten Bolts favorisieren

von Nicholas Cotsonika / NHL.com

NEW YORK – Am Tag nach dem ersten Spiel in Runde zwei der Eastern Conference, ging Steven Stamkos mit den Tampa Bay Lightning in einem roten Trikot aufs Eis, um zu signalisieren: kein Körperkontakt. Er arbeitete bis er außer Atem war, um in Form zu kommen, falls er vielleicht zurückkehren könnte, nachdem ihn ein Blutgerinnsel aus den Playoffs warf.

Als er wieder zu Atem kam, sprach er darüber, wie er den Lightning bei der 5-3 Niederlage gegen die New York Islanders zusah. Er erinnert sich, sich gefragt zu haben: Was wäre wenn er auf dem Eis gewesen wäre? Was wenn Verteidiger Anton Stralman dabei gewesen wäre? Was wenn Stürmer J.T. Brown dabei gewesen wäre?

„Das ist einfach ein Gedankenspiel“, sagte er.

Es ist ein faszinierendes Spiel, jetzt wo die Lightning mit zwei Siegen in Folge in der Best-of-7 Serie 2-1 in Führung liegen, vor Spiel vier am Freitag im Barclays Center.

Die Lightning sind zwei Siege davon entfernt, zum zweiten Mal in Folge das Eastern Conference Finale zu erreichen, obwohl sie ohne Stamkos Spielen, ihren Kapitän und Topscorer. Ohne Stralman, der in der ersten Abwehr seinem Partner Victor Hedman hilft, das beste aus seinen einzigartigen Fähigkeiten zu machen. Ohne Brown, einen Spieler, der an diesem Punkt der Saison sehr wertvoll wäre.

Sie mussten in den letzten beiden Spielen auch auf Stürmer Erik Condra und Verteidiger Matt Carle verzichten.

Das ist ein Beweis, was für einen tiefen Kader General Manager Steve Yzerman aufgebaut hat und ein Beweis für die Fähigkeiten, den Charakter und die Erfahrung der übrigen Spieler.

Die Lightning haben immer noch Stürmer Nikita Kucherov, der mit sieben Powerplaytoren die Spitze der NHL bildet. Sie haben noch Center Tyler Johnson, der mit 11 Punkten auf dem zweiten Platz liegt. Sie haben noch Hedman, einen Elite Blueliner. Torhüter Ben Bishop, einen Vezina Trophy Kandidaten. Stürmer Brian Boyle und Ryan Callahan, Spieler mit Leib und Seele und Spezialisten in Unterzahl und zu viele andere um alle zu nennen.

Und jetzt haben sie Jonathan Drouin, den dritten Pick des Draft 2013, der zum ersten Mal in der NHL wie ein Toptalent spielt. Er verpasste den Großteil der Saison wegen allen möglichen Arten von Drama: Ärger mit Trainer Jon Cooper, er forderte einen Transfer, die Abordnung in die AHL, Suspendierung, Verweigerung des Transfers, Bitte in der AHL spielen zu dürfen, Rückkehr zu den Lightning für die letzten beiden Spiele der regulären Saison. Und jetzt hat er mit 21 Jahren acht Punkte in acht Playoffspielen.

Was wenn die Lightning ihre Verletzten Spieler hätten? Wie viel besser wären sie?

Zur Erinnerung: Dann hätten sie Drouin nicht. Zumindest nicht in dieser Form. Das Gute an Stamkos Verletzung ist, sie hat dazu geführt, dass Drouin aus der AHL zurückkam und die Eiszeit bekam, die er immer wollte. Cooper hat gelernt mit Fehlern zu leben, sonst hätte er ihn vielleicht nicht zurückgeholt, besonders in den Playoffs. Drouin hat die Chance genutzt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Drouin schien ein widerspenstiges Kind zu sein. Jetzt nennt Bishop ihn einen 'Krieger, wegen der Art wie er nach einem üblen Check zurückkam und 38,4 Sekunden vor Spielende den Ausgleich in Spiel drei auflegte und Cooper sagt, es war ein 'Genuss' sein Trainer zu sein, er wäre stolz auf ihn und die Geschichte wäre noch nicht am Ende.

Ein Genuss für den Trainer? Stolz auf ihn? Was für ein Unterschied.

Es bringt nicht viel, sich zu fragen was gewesen wäre, wenn Cooper und Drouin sich von Anfang an verstanden hätten. Sie können die Vergangenheit nicht ändern und vielleicht brauchte Drouin das, um zu seiner jetzigen Stärke zu finden. Er sagte die Zeit hätte ihn dazu gebracht, sich und sein Spiel neu zu betrachten.

Aber man fragt sich doch: Was wenn sie ihre Differenzen beilegen können und Drouin auf einen Transfer verzichtet? Das wäre besonders wichtig, falls Stamkos das Team nach der Saison als Unrestricted Free Agent verlässt.

Es wäre noch besser, wenn Stamkos bleibt und Yzerman so viele Spieler wie möglich in den Grenzen des Salary Cap behalten kann. Die Lightning, die letzte Saison nur zwei Siege vom Stanley Cup entfernt waren, wären ein noch stärkerer Anwärter. Wo anders hätte Stamkos eine bessere Chance den Cup zu gewinnen.

Doch die Spekulation geht hier zu weit. Aber Dave Andreychuck, der frühere Lightning Kapitän und jetzige Vice President of Community and Corporate Affairs, klang in einem Interview mit Sportsnet am Mittwoch optimistisch, mit Stamkos verlängern zu können.

„Ich glaube daran“, sagte Andreychuck. „Selbst mit allem was gerade passiert, glaube ich daran.“

Doch in der Gegenwart: Was wenn die Lightning lange genug in den Playoffs bleiben, um einige ihrer verletzten Spieler zurückzubekommen, besonders Stamkos oder Stralman?

Stamkos bleibt auf unbestimmte Zeit verletzt und sagt, es könne Wochen, gar Monate dauern bis er wieder spielen kann. Aber er reist mit dem Team, trainiert auf dem Eis und die ursprüngliche Prognose hieß 1-3 Monate. Am Mittwoch lag seine Operation einen Monat zurück.

Cooper sagte Stralmans Einsatz in Spiel vier sei zweifelhaft. Aber je mehr er auf dem Eis ist, desto näher kommt er an seine Rückkehr nach nach einem gebrochenen Wadenbein heran. Vor der Serie hatten die Lightning die Hoffnung, Stralman könne am Ende der Serie bereit sein.

Was wenn die Lightning es schaffen die Islanders rauszuwerfen, mit oder ohne Stralman und Stamkos und einem oder beiden die Chance geben im Conference Finale zu spielen?

Wie Cooper schon über Drouin sagte: Wir sind noch nicht am Ende der Geschichte.

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