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Startet Buffalo mit Winter Classic eine neue Ära?

Die Sabres haben ein junges Team und kommen nicht in Schwung, das Outdoor-Spiel könnte helfen

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Im Jahr 2008 fand das erste NHL Winter Classic in Buffalo statt und es sollte ein Startschuss für das dort beheimatete Franchise sein, um in eine bessere Zukunft zu starten. Die Buffalo Sabres waren in den Frühjahren 2006 und 2007 jeweils bis ins Eastern Conference Finale vorgedrungen, allerdings beide Male am ganz großen Wurf gescheitert, endlich den Stanley Cup erstmalig in den Norden des Bundesstaates New York zu holen.

Es war fast ein Sinnbild des anschließenden Niedergangs, dass das Winter Classic am 1. Januar 2008 gegen die Pittsburgh Penguins vor 71.217 Fans im Ralph Wilson Stadium mit 2:1 im Shootout verloren ging. Die Sabres verpassten sowohl in der Saison 2008/09, als auch in der Saison 2009/10 die Stanley Cup Playoffs. Danach gelang zwar noch zweimal der Einzug, 2009/10 sogar als Sieger der Northeast Division und Dritter der Eastern Conference, doch jeweils in der Auftaktrunde war Endstation.

Das Management entschied sich zwei Jahre später zu einem totalen Neuaufbau und gab zahlreiche Leistungsträger, unter anderem den Österreicher Thomas Vanek ab. Eine Leidenszeit der Sabres-Fans begann, die bis heute andauert. Sechs Jahre in Folge war in Buffalo die Saison bereits Mitte April beendet. Eine Durststrecke, die sie nicht gewohnt sind, nachdem dies in den 38 Jahren der Teamgeschichte bis zum Winter Classic 2008 insgesamt gerade einmal neun Mal der Fall war.

Doch spätestens seit den letzten Drafts und insbesondere der Verpflichtung von Jack Eichel als Symbol des Neuaufbaus, schöpfen sie in Buffalo wieder Hoffnung auf bessere Zeiten. Trotzdem will sich der Erfolg kurzfristig nicht so recht einstellen. Wieder nehmen sie zum Jahreswechsel den letzten Platz in der Eastern Conference ein.

Aber das Licht am Ende des Tunnels wird heller und soll mit dem Bridgestone NHL Winter Classic 2018 gegen die New York Rangers im Citi Field am Montag (19 Uhr MEZ; NBC, SN, TVA Sports, NHL.TV) an Lux zunehmen.

"Wir beginnen an uns selbst zu glauben", sagte Buffalo Stürmer Kyle Okposo nach dem Training. "Wir beginnen zu spielen, um zu gewinnen." Seit dem 5. Dezember konnten die Sabres vier Siege und zwölf Punkte in elf Spielen sammeln. Eine Bilanz, die anderen Mannschaften Sorgenfalten auf die Stirn zeichnen würde. Doch für die Sabres, die mit 6-17-4 in ihren ersten 27 Spielen in die Saison gestartet sind und vom 10. November bis 2. Dezember elf ihrer zwölf Spiele verloren (1-9-2), ist es ein Hoffnungsschimmer.

"Wir haben für über einen Monat eine wirklich schlechte Phase durchlaufen, wo wir nur gespielt haben, um zu spielen", betonte Okposo. "Wir haben versucht keine Fehler zu machen. Jetzt wissen wir, wie wir spielen müssen und wir sind aggressiv genug, die Dinge zu tun, die uns helfen mit unserem System zu gewinnen. Wir gehen in die richtige Richtung."

Die Sabres gehen mit zwei richtig guten Spielen nach der Weihnachtspause im Rücken in das Winter Classic. Sie brachten am Mittwoch die New York Islanders im Barclay Center an den Rand einer Niederlage und kassierten erst 69 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich und verloren in der Verlängerung mit 2:3. Am Freitag bei den New Jersey Devils drehten sie den Spieß um und gewannen mit 4:3 nach Verlängerung. Es war erst ihr zweiter Sieg in 21 Spielen (2-17-2), in denen sie nach zwei Dritteln zurücklagen.

Video: BUF@NJD: Eichel schießt das Zweite bei Überzahl

"Wir haben uns in diesem Spiel nie aufgegeben", erzählte Okposo. "Wir lagen 3:1 zurück und kamen nicht ins Spiel, doch dann hat Eichel am Ende des zweiten Drittels ein tolles Tor gemacht und spät ein Überzahltor. Die Devils sind ein gutes Team und das war ein wichtiger Sieg für uns und das Selbstvertrauen."

Ein Attribut, das die Sabres am Neujahrstag gegen die starken Rangers auch gebrauchen können. "Es geht darum zu zeigen, dass wenn man auf seinem Weg bleibt und die richtigen Dinge tut, gute Dinge passieren werden", betonte Verteidiger Zach Bogosian. Die Erfahrung des Winter Classic soll die Mannschaft noch mehr stärken, um in Zukunft durchzustarten.

"Es ist ein Highlight in der Karriere von vielen von uns", schwärmt Bogosian. "Es wird überwältigend." Auch Eichel kann es kaum erwarten, dass es losgeht und ein neues Kapitel in der Sabres-Geschichte, das weit über den 1. Januar 2018 hinausgeht aufgeschlagen wird. "Das Winter Classic ist das populärste Spiel des Jahres", verdeutlichte er. "Jeder schaut dort zu."

Und Buffalo denkt, dass sie der Eishockeywelt endlich etwas zu zeigen haben, nämlich bessere Leistungen als noch vor einem Monat. "Es ging zu lange in die falsche Richtung und wir mussten unsere Füße irgendwann auf die Erde stellen und sagen 'Genug ist genug'", merkte Okposo an.  

"Das jetzige Team durchlief in den letzten Jahren eine schwierige Zeit, doch die Zukunft sieht wieder blendend aus", ist Stürmer Jason Pominville überzeugt, der bereits von 2003 bis 2013 in Buffalo spielte. "Wir verpassten die Playoffs damals in 2008 um einen Punkt, es hätte vielleicht einen Unterschied gemacht, wenn wir das Shootout im Winter Classic gewonnen hätten. Das Team war in der Lage gut zu draften und das bedeutet sehr viel. Wir müssen nur lernen Spiele zu gewinnen. Das war zuletzt gut, aber wir sind nicht am Ende der Reise, doch wir entwickeln uns in die richtige Richtung."

[Více k tématu: Osmnáct nej ze zápasů Winter Classic]

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