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Stars gehen mit Schwung und Plan in Spiel 6

Dallas hat das Momentum in der Serie gegen die St. Louis Blues und weiß, welche Stärken die bisherigen Siege brachten

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Dallas Stars stehen kurz vor ihrem größten Erfolg seit elf Jahren. Am Freitag schlugen sie im fünften Spiel der Serie der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference die St. Louis Blues in deren Enterprise Center mit 2:1 und eroberten damit eine 3:2-Führung. Sie müssen jetzt nur eins der nächsten beiden Spiele gewinnen, um zum ersten Mal seit 2008 wieder in das Conference Finale einzuziehen. Die Situation ist den Stars nicht unbekannt, denn auch in der ersten Runde gegen die Nashville Predators drehten sie einen 1:2-Rückstand und gewannen am Ende mit drei Siegen in Folge 4:2. 

"Das war ein wichtiges Spiel", feierte Center Jason Spezza den Sieg. "Wir wussten, das wird kein leichtes Spiel. Wir wussten, dass sie alles geben werden. Wir haben heute gute Arbeit geleistet und am Ende den Sieg geholt."

Jetzt gilt es im Rhythmus zu bleiben und den Schwung in das sechste Spiel am Sonntag mitzunehmen. Vor Spiel 5 gewannen beide Teams im Wechsel, angefangen mit den Blues, die so zwei Mal in Führung gingen. Dieses Muster durchbrachen die Stars und haben jetzt zwei Mal die Chance auf den großen Wurf. Die Gründe für den Sieg am Freitag waren klar. Die ganze Mannschaft kämpfte in der Abwehr, die Unterzahl war perfekt und zwischen den Pfosten stand ein Ben Bishop in Höchstform.

Video: DAL@STL, Sp5: Bishop rettet gegen Sundqvist

"Bish ist phänomenal", schwärmte Spezza von seinem Torwart. "Er war nicht umsonst die ganze Saison über der beste Torhüter der Saison. Mit seiner Spielweise beruhigt er die ganze Mannschaft auf dem Eis. Selbst wenn mal ein Fehler passiert, haben wir vollstes Vertrauen in ihn. Er war für uns eine Festung. Wir stehen hier wegen ihm und Anton Khudobin."

Der kleine Fehler, den Spezza ansprach, passierte Bishop im dritten Drittel des vergangenen Spiels, als Bishop den Puck vor dem eigenen Tor verlor und dadurch den Anschluss kassierte. Ansonsten war Bishop absolut genial. Seit der Niederlage in der dritten Partie lieferte er 65 Saves bei 68 Schüssen.

"Wir haben uns keine Sorgen gemacht, als der Puck im Tor landete", versicherte Trainer Jim Montgomery. "Die Saves in Unterzahl direkt danach waren unglaublich. Er kommt in so einer Situation einfach zurück. Er ist eine Wand für uns."

 

[Hier findest du alles über die STL-DAL Serie]

 

Das Unterzahlspiel ist ein weiteres wichtiges Stichwort, denn die perfekte Bilanz mit einem Mann weniger in der Partie, ist nicht ausschließlich Bishop zu verdanken. Die gesamte Mannschaft spielte mit vollem Einsatz und warf sich in jeden Zweikampf und jeden Schuss. So überstanden sie alle vier Powerplay der Blues schadlos und verbesserten ihre Quote in den gesamten Playoffs auf 93,5 Prozent, den besten Wert aller Teams. Sie waren 31 Mal in Unterzahl und kassierten dabei nur zwei Tore.

"In Unterzahl geht es um drei Dinge", fasste Verteidiger Ben Lovejoy zusammen, der selbst ein Kernstück der Unterzahl der Stars ist. "Man braucht einen großartigen Torwart. Den haben wir. "Bish sollte die Vezina Trophy gewinnen. Er sollte die Hart Trophy gewinnen, weil er überragend war. Man braucht intelligente Spieler. Man braucht Spieler, die den unbedingten Willen haben immer in der richtigen Position zu sein. Man hat einen Plan, ein System. Der dritte Punkt ist, man braucht Spieler die hart genug sind, um vor dem Tor zu stehen und Schüsse zu blocken, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das haben wir oft gemacht. Wir hatten auch ein bisschen Glück. Wir sollten weniger Strafen nehmen."

Video: DAL@STL, Sp5: Spezza zieht ab und trifft zur Führung

Insbesondere die Strafzeit nur 21 Sekunden nach den Anschlusstreffer gegen Kapitän Jamie Benn wegen Hakens war äußerst kritisch. Sie hätte leicht zum Ausgleich und damit zur Wende in der Partie führen können. Aber das Unterzahlspiel und Bishop hielten dem Druck stand.

Die Stars müssen sich nun weiterhin auf die Stärken besinnen, die ihnen die Siege in den vergangenen beiden Spielen und in der Serie gegen die Predators verschafften. Mit dem bedingungslosen Einsatz, frühem Druck auf den Gegner, gutem Stellungsspiel und Bishops Glanzleistungen, wird es für die Blues schwierig das Aus in den Playoffs abzuwenden. 

Am Sonntag werden die Stars zu Hause im American Airlines Center bereits um 3:00 p.m. ET (21 Uhr MESZ) den ersten Anlauf auf den Einzug ins Conference Finale nehmen. Sollten sie scheitern, böte sich die zweite und letzte Möglichkeit am Dienstag um 8:00 p.m. ET (Mi. 2 Uhr MESZ) dann allerdings wieder in St. Louis.

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