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Starker Auftritt von Hischier macht den Devils Mut

New Jersey glaubt vor Spiel 3 gegen Tampa an den Umschwung - Lightning auf Matchball aus

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Ausgangslage vor den kommenden beiden Spielen in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference zwischen den New Jersey Devils und den Tampa Bay Lightning ist klar. Sollte die Mannschaft aus Newark nicht mindestens eines der Duelle im Prudential Center für sich entscheiden, geht die Endrunde ohne sie weiter. Die Gäste aus Florida können die Dienstreise in den Großraum New York dagegen unbeschwert antreten. Nach den zwei Heimsiegen (5:2, 5:3) zum Auftakt haben sie die Chance, sich mit einem Erfolg in Spiel 3 am Montag (19:30 ET; CNBC, SN, TVAS2, MSG+, FS-F) den ersten Matchball in der Best-of-Seven-Serie zu sichern.

Dennoch ist die Situation für die Devils keineswegs so aussichtlos, wie es den Anschein haben mag. Das Team zeigte sich in Spiel 2 am Samstag deutlich verbessert im Vergleich zum ersten Auftritt zwei Tage zuvor. In der Defensive gingen sie aggressiver zu Werke und wussten auch im Spielaufbau zu gefallen. Selbst durch Tampas Führungstreffer von Brayden Point in Durchgang eins ließen sie sich diesmal nicht aus dem Konzept bringen. Nico Hischier schaffte kurze Zeit später mit dem ersten Playoff-Tor seiner Karriere den Ausgleich.

 

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Dass New Jersey am Ende dennoch mit leeren Händen dastand, war in erster Linie dreieinhalb verheerenden Minuten zu Beginn des mittleren Abschnitts geschuldet. Zwischen der 24. und 27. Spielminute kassierten die Devils drei Gegentore und gerieten dadurch vorentscheidend mit 1:4 in Rückstand. Nach dem fünften Treffer der Lightning schien die Partie endgültig gelaufen. Doch die Devils bewiesen Moral und kamen noch einmal bis auf zwei Tore heran. Im letzten Drittel schnürten sie die Gastgeber zeitweise in deren Zone ein und erspielten sich eine Reihe guter Chancen. Dass sie dazu in der Lage waren, sollte ihnen Mut machen für die Aufgabe am Montag in eigener Halle.

Um den ersten Sieg in der Serie einzufahren, müssen die Devils nach Meinung ihres Kapitäns Andy Greene vor allem ihre zwischenzeitlichen Aussetzer abstellen. "Drei, vier schwache Minuten innerhalb eines Drittels können wir uns einfach nicht erlauben. Ein starker Gegner wie die Lightning nutzt Fehler gnadenlos aus", sagte er.

Video: NJD@TBL, Sp2: Hischier erzielt erstes Playoff-Tor

Deutlich stärker als im ersten Match präsentierte sich Center Hischier. Der 19-jährige Schweizer bemühte sich während der 60 Minuten intensiv darum, das Angriffsspiel der Devils anzukurbeln. Verdienter Lohn war sein Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 14. Minute. Er ist damit der jüngste Playoff-Torschütze in der Geschichte des Klubs. Auf weitere Scorerpunkte von ihm und Taylor Hall sind die Devils in den nächsten Begegnungen dringend angewiesen, wenn sie länger im Wettbewerb bleiben wollen.

Große Hoffnungen setzt New Jerseys Coach John Hynes zudem auf die Unterstützung durch das eigene Publikum. "Mit ihnen im Rücken wollen wir versuchen, am Montag unsere beste Leistung abzurufen", kündigte er an. Als Nummer 1 im Tor der Devils in Spiel 3 ist Cory Schneider gesetzt. Er hielt am Samstag nach seiner Einwechslung für den glücklosen Keith Kinkaid glänzend und verlieh seinem Team damit insgesamt mehr Stabilität.

Tampas Coach Jon Cooper ließ indes durchblicken, dass er die Erstrunden-Serie so schnell wie möglich zum Abschluss bringen will. "Wir werden nicht nachlassen und wollen mindestens eines der anstehenden Spiele bei den Devils gewinnen. Noch lieber wären mir alle beide. Das ist der Plan", verkündete er selbstbewusst.
Grund zum Optimismus hat Cooper reichlich. Obwohl sie längst nicht an ihre Grenzen gehen mussten, fuhren seine Schützlinge zu Hause zwei letzten Endes ungefährdete Siege ein. Dabei legten sie eine bestechende Effektivität im Abschluss an den Tag. Bestes Beispiel dafür war das zweite Drittel beim 5:3-Erfolg. Vier von zehn Schüssen der Lightning fanden den Weg ins Netz.

 

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Und wiederum waren es am Samstag vornehmlich die Stürmer der zweiten und dritten Reihe, die sich in die Torschützenliste eintrugen. Alex Killorn schnürte einen Doppelpack. Darüber hinaus trafen Point, Tyler Johnson und Nikita Kucherov. Kapitän Steven Stamkos ging erneut leer aus, lieferte jedoch zumindest einen Assist - seinen zweiten in den Playoffs 2018. Nicht auszudenken, wenn auch noch die Top-Reihe mit Stamkos, Kucherov und T.J. Miller die Torproduktion hochfährt.

Ein gravierender Unterschied zwischen den Kontrahenten besteht bei den Special-Teams. Die Lightning nutzten drei der vier Überzahlsituationen in der laufenden Playoff-Serie. Den Devils gelang dagegen lediglich ein Treffer bei insgesamt fünf Versuchen. Für das Powerplay und das Penalty-Killing müssen sich New Jerseys Coach Hynes und seine Mannen für Spiel 3 unbedingt etwas einfallen lassen.

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