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Golden Knights gelingt ein fulminantes Comeback

Maple Leafs verpatzen Auftakt in der Stanley Cup First Round gegen die Canadiens; Penguins und Panthers gewinnen

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Die Florida Panthers haben sich am Donnerstag mit einem Sieg nach Verlängerung bei den Tampa Bay Lightning in der Serie der Stanley Cup First Round zurückgemeldet. Die Pittsburgh Penguins gewannen bei den New York Islanders und gingen in der Gesamtwertung in Führung. Einen Fehlstart in die Stanley Cup Playoffs haben die Toronto Maple Leafs mit der Heimniederlage gegen die Montreal Canadiens hingelegt. Die Vegas Golden Knights behielten bei den Minnesota Wild die Oberhand.

Minnesota Wild - Vegas Golden Knights 2:5
(Serie 1:2)

Mit einem fulminanten Comeback und fünf aufeinanderfolgenden Toren haben sich die Golden Knights den Erfolg in Spiel 3 der Stanley Cup First Round gegen die Wild gesichert.

Zunächst deutete wenig auf einen Auswärtssieg von Vegas hin. Minnesota übernahm im Xcel Energy Center vom ersten Puckwurf an das Kommando. Folgerichtig legten die Einheimischen vor. Ryan Hartman markierte mit einer Direktabnahme das 1:0 (3.). Joel Eriksson Ek gelang mit einem Nachschuss das 2:0 (9.). Vier Minuten später jubelte er erneut, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung von Kevin Fiala von den Schiedsrichtern aberkannt. Golden-Knights-Trainer Peter DeBoer hatte die Überprüfung per Video gefordert.

Video: VGK@MIN, Sp3: Stone versenkt Vorlage von Stephenson

Im zweiten Drittel zeigte die Mannschaft aus Nevada, warum sie zu den großen Favoriten auf den Titel gehört. Ihrem Angriffswirbel konnten die Wild nicht standhalten. Mark Stone (29.), Patrick Brown (36.) und Reilly Smith (38.) machten aus dem 0:2 ein 3:2. Im letzten Abschnitt banden William Karlsson (58.) und erneut Stone (60.) den Sack zu.

Eine ansprechende Leistung bot Wild-Stürmer Nico Sturm. Er stand 4:21 Minuten im Penalty Killing auf dem Eis und hatte so wesentlichen Anteil daran, dass sein Team die fünf Unterzahlsituationen in dieser Begegnung schadlos überstand. Nicht den besten Tag hatte sein Teamkollege Fiala erwischt. Er schloss die Partie in der Plus-Minus-Bilanz mit einer -3 ab und blieb bei seinen Offensivbemühungen glücklos.

Toronto Maple Leafs - Montreal Canadiens 1:2
(Serie 0:1)

Die Maple Leafs haben den Auftakt zu den Stanley Cup Playoffs verpatzt. In der Scotiabank Arena verloren sie nicht nur Spiel 1 der Stanley Cup First Round gegen die Canadiens, sondern auch noch ihren Kapitän John Tavares wegen einer Verletzung. Er musste im ersten Drittel nach einem Zusammenprall mit Montreals Angreifer Corey Perry mit einer Trage vom Eis gebracht werden.

Beide Kontrahenten standen sich erstmals seit 1979 wieder in einer Playoff-Serie gegenüber. Den ersten Treffer erzielten die Canadiens. Josh Anderson nahm einen Pass von Eric Staal auf und überwand Torontos Torwart Jack Campbell mit einem platzierten Schuss auf dessen Fanghandseite zum 1:0 (13.). Den Ausgleich für die Maple Leafs besorgte William Nylander, der die Scheibe nach einem abgeprallten Schuss von Morgan Rielly zum 1:1 einschob (25.).

Die gewinnbringende Aktion vollbrachte Paul Byron. Bei einem Konter in Unterzahl eroberte er den Puck im Zweikampf gegen Rasmus Sandin und hob ihn anschließend im Fallen zum 2:1 (53.) in den Winkel.

Video: VGK@MIN, Sp3: Stone versenkt Vorlage von Stephenson

Tampa Bay Lightning - Florida Panthers 5:6 n. V.
(Serie 2:1)

Die Panthers haben den Rückstand in der Serie der Stanley Cup First Round gegen die Lightning verkürzt. In der Amalie Arena gewannen sie das hochklassige und torreiche Spiel 3 nach Verlängerung. Schütze des entscheidenden Treffers war Ryan Lomberg. Er überwand Tampas Schlussmann Andrei Vasilevskiy mit der Rückhand (66.) zum 6:5.

Die Gäste kamen besser aus den Startlöchern. Sam Bennett schoss Florida mit 1:0 in Front (5.). Wenig später war Radko Gudas zur Stelle und baute den Vorsprung auf 2:0 aus.

Im zweiten Durchgang erhöhten die Lightning die Schlagzahl und heizten den Panthers kräftig ein. Zunächst verkürzte Anthony Cirelli auf 1:2, als er den Rebound nach einem Schuss von Victor Hedman ins Netz beförderte (22.). Ross Colton glich mit einem Schuss aus dem rechten Bullykreis aus (26.). Steven Stamkos zeichnete für das 3:2 (29.) und damit die erstmalige Führung für die Hausherren in dieser Partie verantwortlich. 

Video: FLA@TBL, Sp3: Lightning schießen 5 Tore im 2. Drittel

Alex Wennberg unterbrach den Lauf der Lightning mit dem 3:3 (33.) nur kurz. Die legten durch Brayden Point (35.) und Alex Killorn (39.) nach und stellten den Zwischenstand zur zweiten Pause auf 5:3. Beide Treffer fielen im Powerplay.

Nach den fünf Gegentoren im Mitteldurchgang war Dienstschluss für Floridas Torhüter Chris Driedger. Er wurde durch Sergei Bobrovsky ersetzt, der in der Folge alle neun Schüsse auf sein Gehäuse parierte. Der Wechsel verlieh Florida insgesamt mehr Sicherheit und Stabilität. Das schlug sich auch im Resultat nieder. Patric Hornqvist in Überzahl (42.) und Gustav Forsling aus dem Slot (57.) glichen zum 5:5 aus und sicherten den Panthers den Gang in die Overtime, in der sie dank Lomberg triumphierten.

Die erfolgreichsten Scorer des Spiels waren Hedman (Lightning) und Jonathan Huberdeau (Panthers). Sie verbuchten jeweils drei Assists.

New York Islanders - Pittsburgh Penguins 4:5
(Serie 1:2)

Die Penguins feierten den zweiten Sieg nacheinander in der Serie gegen die Islanders. Großen Anteil am Erfolg der Gäste in Spiel 3 im Nassau Coliseum hatten Doppeltorschütze Jeff Carter und Evgeni Malkin, der es bei seinem Comeback auf zwei Torbeteiligungen brachte. Goalie Tristan Jarry wehrte 26 Schüsse ab. Bester Scorer auf Seiten der Islanders war Scott Mayfield einem Treffer und zwei Assists. Cal Clutterbuck schnürte einen Doppelpack.

Die Penguins lagen nach zwei Dritteln durch Tore von Kris Letang (3.), Carter (34.) und Jason Zucker (39.) sowie dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Mayfield (32.) mit 3:1 vorne. Die Islanders gaben sich allerdings nicht geschlagen und kamen durch einen Doppelschlag binnen 2:08 Minuten ins Match zurück. Clutterbuck (44.) und Anthony Beauvillier (46.) im Powerplay hießen die Torschützen.

Video: PIT@NYI, Sp3: Tanev trifft spät im 3. Drittel

Als sich Clutterbuck eine Zeitstrafe wegen Torwartbehinderung einhandelte, nutzte Carter die Gelegenheit und brachte die Penguins wieder mit einem Tor in Führung (47.). Aber der Islanders-Stürmer beseitigte den Makel und erzielte mit seinem zweiten Treffer das 4:4 (55.).

In der Schlussphase suchten beide Teams die Entscheidung. Das bessere Ende für sich hatten die Penguins. Brandon Tanev überwand Islanders-Keeper Semyon Varlamov aus der Luft zum 5:4 (57.)

DIE 3 STARS DES TAGES

1. Mark Stone, Vegas Golden Knights (zwei Tore): Der Rechtsaußen leitete mit dem Anschlusstor die Wende im Spiel bei den Wild ein und setzte dazu noch den Schlusspunkt.

2. Jeff Carter, Pittsburgh Penguins (zwei Tore): Der Center war der Aktivposten beim Auswärtserfolg gegen die Islanders.

3. Jonathan Huberdeau, Florida Panthers (drei Assists): Der Linksaußen betätigte sich beim Sieg gegen die Lightning einmal mehr als genialer Vorbereiter.

ZITAT DES TAGES

Torhüter Sergei Bobrovsky von den Panthers über das Comeback gegen die Lightning: "Dieses Team hat die unglaubliche Fähigkeit zurückzukommen, egal wie groß der Rückstand ist. Es war eines dieser Spiele, bei denen wir zusammengerückt sind und einen wichtigen Sieg eingefahren haben."

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