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Stamkos spricht nicht über seine Zukunft

von Tom Gulitti / NHL.com

PITTSBURGH -- Die Wunden waren für Stamkos noch zu frisch um über seine Zukunft zu sprechen.

Der Tampa Bay Lightning Kapitän hat so hart gearbeitet und so viel gelitten um rechtzeitig zu Spiel sieben des Eastern Conference Finales am Donnerstag zurückzukehren und nach dem Ende durch die Niederlage in Spiel sieben gab es viel zu verdauen. Auf die Frage ob er darüber nachgedacht hatte, dass das sein letztes Spiel für die Lightning gewesen sein könnte, gab es eine knappe Antwort.

„Nein“, sagte Stamkos.

Stamkos Zukunft bei den Lightning ist unklar. Sein Vertrag läuft aus und er würde am 1. Juli zum Unrestricted Free Agent werden. Aber es war verständlich, dass er am Donnerstag nicht als erstes an seine Zukunft dachte.

In seinem ersten Spiel in acht Wochen, seit einer Operation um ein Blutgerinnsel an seinem rechten Schlüsselbein zu entfernen, hoffte Stamkos den Lightning zum Sieg gegen die Penguins und ihrer zweiten Teilnahme am Finale in Folge zu verhelfen.

„All die Probleme die wir als Team bewältigt haben, ich könnte nicht stolzer auf die Jungs sein und wie weit wir trotz der Verletzungen kamen“, sagte Stamkos mit Tränen in den Augen. „Es tut mir Leid für alle die jeden Abend gekämpft haben. Ich habe ein Spiel gemacht, aber die Jungs haben unglaubliche Playoffs gespielt. Es war eine Ehre mit ihnen auf dem Eis zu stehen. Leider war das Ergebnis nicht besser.“

Stamkos versuchte nach dem morgendlichen Training alles herunterzuspielen und erklärte sein Status sei unverändert. Nach der 5-2 Niederlage in Spiel sechs sagte er aber, dass er ein gutes Gefühl habe in Spiel sieben antreten zu können.

„Ich wollte sichergehen, dass ich bereit sein würde, falls ich spielen sollte und heute war es so weit“, sagte er. „Es sollte nicht sein. Das ist hart, aber nach allem können die Jungs erhobenen Hauptes in den Spiegel sehen, weil sie gekämpft haben und ich nicht glaube, dass viele daran geglaubt haben, dass wir so weit kommen würden.“

Stamkos war dankbar dafür, dass die Lightning ohne ihn so weit kamen und ihm noch eine Chance gaben in den Playoffs zu spielen. Er hatte zuletzt am 31. März gegen die Nashville Predators gespielt.

Zwei Tage später wurde ein Blutgerinnsel gefunden. Nach einer Operation am 4. April, war die Diagnose, dass er ein bis drei Monate aussetzen müsste.

Ende April trainierte er wieder mit dem Team. Da war er aber noch nicht einsatzbereit, das er noch Blutverdünner nehmen musste um weiteren Gerinnseln vorzubeugen und es unsicher für ihn gewesen wäre zu spielen.

Letztendlich gab ihm die medizinische Abteilung das grüne Licht und überließ ihm die Entscheidung, wann er sich bereit fühlte.

„Um zurückzukommen und zu spielen muss man das nicht nur physisch sondern auch psychisch überwunden haben und das hatte ich, also fühlte ich mich bereit“, erklärte er.

Während er darauf wartete zum Aufwärmen aufs Eis zu gehen, fühlte er eine Mischung aus Nervosität und Freude, als er durch die Katakomben des Consol Energy Center ging.

„Dafür leben wir“, sagte er. „Das Publikum spielt verrückt. Es ist Spiel sieben um ins Finale zu kommen, daran wollte ich natürlich teilnehmen.“

Die Lightning ihn auch dabei haben.

„Er ist unser Anführer und wir lieben ihn“, sagte Stürmer Brian Boyle. „Wir haben uns für ihn gefreut, dass er spielen kann und wir waren glücklich weil er so ein besonderer Spieler ist. Es ist schwer in so ein Spiel zu kommen. Er hat uns einen Schub gegeben. Er hätte im zweiten Drittel fast getroffen.“

Als die Lightning 3:49 vor Ende des zweiten Drittels 2-1 zurück lagen, spielte Alex Killorn einen langen Pass zu Stamkos auf dem rechten Flügel. Stamkos war nicht schnell genug um alleine zum Tor zu ziehen, also holte er zum Schlagschuss aus. Der Puck ging unter Matt Murrays Arm durch, er fälschte ihn aber genug ab um ihn am linken Pfosten vorbei zu lenken.

„Ich dachte ich hätte ihn geschlagen“, sagte Stamkos. „Er ging an ihm vorbei und kam auf der anderen Seite wieder heraus, also war es knapp.“

Es war Stamkos beste Chance des Spiels. Er machte zwei Torschüsse bei 11:55 Eiszeit. Er spielte kurze Wechsel, weil Trainer John Cooper ihn schonen wollte.

„Es machte Spaß die Nummer 91 wieder spielen zu sehen“, sagte Verteidiger Anton Stralman. „Es freut mich das er zurück ist. Es tut mir leid, dass wir nicht für ihn gewinnen konnten.“

Dass die Penguins das bessere Team sind, wurde in Spiel sieben bewiesen. Das Ergebnis spiegelte ihre Dominanz nicht wieder. Sie hatten ein Schussverhältnis von 39-17 und brachten die Lightning durch Druck zu Puckverlusten und schlechten Entscheidungen.

Es wäre vielleicht anders ausgegangen, wäre Stamkos von Beginn der Serie gesund gewesen, aber es sollte nicht sein.

„Das tut jetzt natürlich weh, das nach letztem Jahr wieder so knapp zu verpassen“, sagte Stamkos. „Aber man muss ihnen das hoch anrechnen. Sie haben unglaublich gespielt.“

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