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Spielerstimmen zu den NHL Awards 2016

von Stefan Herget / NHL.com

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag findet der NHL Award statt, bei dem die besten Spieler der National Hockey League für ihre ausgezeichneten Leistungen in der Spielzeit 2015/16 geehrt werden. 14 Trophäen, von Art Ross bis Vezina, werden am Ende einer jeden Saison an einzelne Spieler verliehen, wobei in diesem Jahr mit Patrick Kane von den Chicago Blackhawks als punktbester Scorer der Saison 2015/16 der Gewinner der Art Ross Trophy ebenso schon feststeht, wie jener der Conn Smythe Trophy, die im Anschluss des letzten Stanley Cup Finalspiels an Pittsburgh Penguins Teamkapitän Sidney Crosby, als wertvollster Spieler der Playoffs, überreicht wurde.

Für die zwölf weiteren Pokale wurden jeweils drei Kandidaten nominiert. Mittwochnacht wird sich bei einer Galashow herausstellen, die im The Joint Hard Rock Hotel & Casino abgehalten wird, wer sich mit den Trophäen schmücken und ablichten darf.

Bereits am Dienstagvormittag haben sich die Nominierten im Encore at Wynn Las Vegas, einem Hotel der Superlative mit einem riesigen Außenpoolbereich, eingefunden und stellten sich den Fragen der Pressevertretern.

Besonders erfreut zeigte sich der Art Ross Gewinner Kane, der noch einmal hervorhob, dass es für einen Spieler etwas ganz Besonderes sei nach einer langen Saison hier zu sein, dass es unter den Spielern als eine Art Wertschätzung gilt, am Ende einer langen Saison nach Las Vegas eingeladen zu werden. Kane hat nicht nur die Art Ross Trophy sicher, sondern ist auch noch für die wohl begehrteste Trophäe, der Hart Trophy als wertvollster Spieler der Saison, zusammen mit Crosby und Jamie Benn von den Dallas Stars nominiert.

Der 26-jährige Linksaußen der Stars sprach davon, dass es eine wunderschöne Stadt sei, um hier Eishockey zu spielen, dass es für ihn eine ganz große Ehre sei nun hier [in Las Vegas] zu sein und dass die Liga damit auch ihren Respekt gegenüber den Spielern ausdrücke. Er bezeichnete die Tage, die er, wie schon im Vorjahr, hier auch mit seiner Familie verbringen wird als sehr 'aufregend' nach einer anstrengenden Saison.

Auch Verteidiger Brent Burns, der vor einer Woche mit den San Jose Sharks noch im Stanley Cup Finale stand, könnte sich, explizit danach gefragt, vorstellen in Las Vegas zu spielen, würde sich dort ein Expansion Team niederzulassen: "Das ist eine klasse Stadt mit all diesen Shows, den Restaurants, diesen tollen Hotels und den ganzen Dingen, die es hier zu entdecken gibt. Warum sollte man nicht hier spielen wollen."

Der 31-Jährige, der einer von drei Kandidaten für die James Norris Memorial Trophy als bester Verteidiger der Liga ist, war mit seiner Familie angereist. "Wir haben hier Spaß, auch die Kinder sind begeistert. Es ist ein richtig schönes Plätzchen." Auf die Frage wer aus seiner Sicht die Norris gewinnen werde, hielt sich Burns nicht bedeckt und erwähnte was für tolle Spieler [Erik] Karlsson und {Drew] Doughty seien.

Der schwedische Blueliner der Ottawa Senators, der bereits 2012 und 2015, diesen Pokal abgeräumt hatte, fühlte sich sehr geehrt erneut hierher eingeladen worden zu sein: "Ich versuche von Jahr zu Jahr besser zu werden. Ich bin auch als Mensch reifer geworden. Es hat eine Zeit lang gedauert bis ich realisiert habe, wie wichtig das hier ist und sage mir jetzt 'Genieße es, genieße es'. Auch Burns und Doughty sind herausragende Spieler. Ich habe mir als Junge nie vorstellen können, dass ich eventuell einmal diese Trophäe gewinnen könnte."

Auf den World Cup of Hockey, der vom 17. September bis zum 1. Oktober 2016 im Air Canada Center von Toronto stattfinden wird, freut sich Karlsson bereits jetzt: "Wir [Schweden] haben ein gutes Team, das haben wir schon vor zwei Jahren in Sotschi gehabt. Das wird ein harter Wettkampf. Das Turnier findet früh in der Saison statt. Ich hoffe, dass wir alle gesund bleiben. ... Alle Mannschaften sind gut aufgestellt. Kanada hat ein ganz starkes Team - es ist auch das Eishockeyland." Karlsson brachte zur Sprache, dass der WCoH ebenfalls eine Auswirkung auf die Saisonvorbereitung habe und sich dadurch die Sommerpause verkürze, doch zunächst werde er die freien Tage in vollen Zügen mit seiner Familie genießen.

Braden Holtby, der es in der vergangenen Spielzeit auf 48 Siege mit den Washington Capitals gebracht hatte und damit die Saisonbestmarke von Devils' Martin Brodeur aus der Saison 2006/07 einstellen konnte, freut sich hier mit den besten Spielern der Welt zusammenzutreffen und dass seine Familie und seine Freunde diesen Moment mit ihm teilen können. Für ihn stehen die Chancen nicht schlecht, dass er als erster Torwart der Capitals, seit Jim Carey im Jahre 1996, die Vezina Trophy als bester Torwart der Liga mit nach Hause nehmen darf. "Ich habe nicht viele Trophäen gewonnen. Ich stamme aus einer kleinen Stadt und wenn wir einen Pokal bekamen, dann gehörte er unserer Mannschaft."

Das könnte sich für Holtby bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ändern, sollte er bei der Preisverleihung aufs Podium gerufen werden.

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