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Zurück zu den Wurzeln

Nicht nur Flamesstürmer Johnny Gaudreau würde sich über eine Rückkehr in seine Heimatstadt freuen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Für viele NHL-Spieler wäre eine Rückkehr zu ihren Wurzeln eine Ehre.

"Es wäre schön", sagte Johnny Gaudreau in der 94WIP Morning Show, als er danach gefragt wurde, ob er möglicherweise einmal für die Philadelphia Flyers spielen würde.

"Ich habe sehr viel Familie hier, alle meine Freunde -- ehrlich gesagt bin ich in dieser Woche sogar auf einer Hochzeit in South Jersey. Meine ganzen Freunde kamen hierher zurück. Alle meine guten Freunde und Jungs, mit denen ich mein ganzes Leben lang zusammengespielt habe, sind aus South Jersey.

"Also wäre es wirklich schön, eines Tages hier wieder zu spielen. Es ist kein Geheimnis, dass man im Sport nie weiß, wo die Reise hingehen wird, aber es wäre eine tolle Sache. Hier aus South Jersey und der Region um Phily bekomme ich viel Unterstützung."

Der Superstar der Calgary Flames ging als Jugendlicher für die Gloucester Catholic Highscool auf Torejagd, ehe er für die Boston College Eagles spielte. Seit drei Jahren spielt der Linksaußen für die Flames. Da er erst einen mit 40,5 Mio. Dollar dotierten Sechsjahresvertrag unterzeichnete, scheint eine Rückkehr des heimatverbundenen Gaudreau in absehbarer Zeit ausgeschlossen. Bis zur Saison 2021-22 ist der Linksaußen an seinen kanadischen Club gebunden. Danach wird er unrestricted Free Agent.

Gaudreau ist nicht der einzige NHL-Spieler, der in einer Stadt aufgewachsen ist, die ein NHL-Team beheimatet. Auch wenn in Gaudreaus Aussage viel Zukunftsmusik spielt, so könnten auch andere Akteuere mit dem Gedanken an eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte spielen. Hier ein paar mehr oder weniger realistische Szenarion:

Taylor Hall - Calgary Flames

Als Gaudreauersatz könnten die Flames Taylor Hall in den Scotiabank Saddledome locken. Geboren und aufgewachsen in Calgary, machte Hall auch dort seine ersten Schritte auf dem Eis. Im Jahr 2005 zog seine Familie nach Kingston, Ontario um, wo Hall weiter im Juniorenbereich spielte.

Sollten die New Jersey Devils auch in der kommenden Spielzeit den Einzug in die Stanley Cup Playoffs verpassen, könnte Halls Abschied aus dem Großraum New York Wirklichkeit werden.

P.K. Subban - Toronto Maple Leafs

Gewaltig aufrüsten könnten die Toronto Maple Leafs, wenn sie sämtliche mit dem Großraum Toronto verbundenen Spieler zurücklocken würden. Einer davon ist P.K. Subban. Jetzt, wo er für die Nashville Predators verteidigt, darf er sich wieder zu seiner alten Liebe, den Ahornblättern, bekennen. Subban, der in Toronto groß wurde, war in jungen Jahren ein großer Fan von Doug Gilmour und hat bis heute Familie und Freunde in der kanadischen Metropole.

Der 9 Mio. Dollar jährlich teure Spitzenverteidiger ist noch bis zur Saison 2021-22 an die Predators gebunden.

Subban verfolgt das Treiben bei den wiedererstarkenden Maple Leafs intensiv. Zwar erscheint ein Wechsel von Subban in absehbarer Zeit utopisch, doch die Maple Leafs könnten ihre Finger alternativ nach weiteren Spielern ausstrecken.

Mark Giordano - Toronto Maple Leafs

Auch Calgary Kapitän Mark Giordano hat seine Wurzeln in Toronto. Da er jedoch ebenfalls bis zur Saison 2021-22 an seinen Club gebunden ist, erscheint auch seine Rückkehr unrealistisch.  

John Tavares - Toronto Maple Leafs

Plausibler erweist sich hingegen der Gedanke an einen Wechsel von John Tavares zurück in seine Heimatstadt. Der Vertrag des Islanderskapitän ist nur noch für eine Saison gültig und Verhandlungen über eine Verlängerung scheinen etwas ins Stocken geraten zu sein.

Jarome Iginla - Edmonton Oilers

Nicht ans Karriereende denkt aktuell unrestricted Free Agent Jarome Iginla. Am 1. Juli 1977 wurde der Sohn eines nigerianischen Einwanderers in der kanadischen Ölmetropole geboren, wo er auch das Eishockeyspielen erlernte. Bislang signalisierten die Oilers jedoch noch kein Interesse am erfahrenen Rechtsaußen, der jahrelang für die Lokalrivalen aus Calgary aufs Eis ging.

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