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Spieler der Devils sehen sich in der Verantwortung

Die Mannschaft aus New Jersey zeigt sich überrascht von der Trainerentlassung und gelobt Besserung

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Voller Optimismus waren die New Jersey Devils im Oktober in die Saison gestartet. Mit den Neuzugängen P.K. Subban, Wayne Simmonds, Nikita Gusev, einem gesunden Taylor Hall und einem gedrafteten Ausnahmetalent wie Jack Hughes sollten endlich wieder erfolgreichere Zeiten anbrechen. Doch zwei Monate später herrscht Ernüchterung. Das Team aus Newark vermochte nur selten zu überzeugen und belegt in der Eastern Conference lediglich den vorletzten Platz. Am Dienstag zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen die Vegas Golden Knights entließen sie Trainer John Hynes.

Als seinen Nachfolger installierten sie den bisherigen Assistenzcoach Alain Nasreddine. Er muss nun zusehen, möglichst schnell einen nachhaltigen Umschwung herbeizuführen. Gelingt dies nicht, hat sich die von den Devils als Saisonziel ausgegebene Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs frühzeitig erledigt.

 

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Obwohl sich die Mannschaft mit dem neuen Mann an der Bande gegenüber der 1:7-Pleite zu Wochenbeginn bei den Buffalo Sabres deutlich verbessert zeigte, stand sie am Ende zum dritten Mal in Folge mit leeren Händen da. 3:4 hieß es am Dienstag im Prudential Center nach den 60 Minuten gegen die Golden Knights.

Nasreddine sah trotz der Niederlage den einen oder anderen Hoffnungsschimmer. "Die ersten beiden Drittel haben mir wirklich gut gefallen. Vor allem der Einsatz hat gestimmt. Im letzten Abschnitt hatte ich den Eindruck, dass uns ein wenig die Kraft ausgegangen ist. Das nutzt ein Gegner ist dieser Liga natürlich aus", lautete seine Einschätzung.

Das bestimmende Thema bei den meisten Spielern nach der Partie war immer noch die Trennung von Hynes. Äußerst selbstkritisch zeigte sich dabei Kapitän Andy Greene. "Es ist hart, weil er wegen uns seinen Job verloren hat. Wir haben nicht die erhoffen Ergebnisse eingefahren und damit unsere Arbeit nicht gemacht. Ich bin traurig, dass es so gekommen ist. Hynes ist ein guter Coach und ein toller Mensch", meinte er.

Wie seine Teamkollegen war auch Nico Hischier überrascht von der Entscheidung, vor allem vom Zeitpunkt. "Ich wollte mich gerade auf das anstehende Spiel vorbereiten, als ich davon erfuhr. Das musste ich erstmal verarbeiten", sagte er. Hynes habe ihn stets gefördert. "Er hat mich dorthin gebracht, wo ich jetzt mit meinem Spiel stehe. Gerade in meinem ersten Jahr hat er mir viel beigebracht und mir einen gewaltigen Vertrauensvorschuss gegeben, indem er mich an der Seite von Hallsy (Hall - d. Red,) spielen ließ. Das war nicht selbstverständlich", würdigte er seinen ehemaligen Coach.

Doch Hischier ist Profi genug und weiß um die Mechanismen in der Branche, wenn der Erfolg ausbleibt. Deswegen habe er sich bemüht, alles Drumherum für das Match gegen Vegas auszublenden und sich einzig und allein auf diese Aufgabe zu fokussieren. Die Begegnung wurde dann für ihn zu einem Déjà-vu der negativen Art, wie er im Anschluss einräumte: "Wir haben gut begonnen und sind dann wieder einmal im letzten Drittel durch etliche Gegentore ins Hintertreffen geraten. Das darf uns einfach nicht passieren. Wir alle sind eigentlich mental stark genug und wissen, dass wir in so einem engen Spiel härter dagegenhalten müssen."

Video: VGK@NJD: Hischier trifft mit Handgelenkschuss

Die Spieler der Devils sind sich bewusst, dass es mit dem Trainerwechsel allein nicht getan sein wird. "Durch eine neue Kommandostimme ändert sich ja nicht unsere Spielweise. Es ist an uns, genau dafür zu sorgen", betonte Mannschaftsführer Greene und nahm deshalb sich und seine Teamkollegen in die Pflicht.

Zustimmung kam von Taylor Hall und Kyle Palmieri. "Kein einziger von uns spielt bislang eine gute Saison. Deswegen müssen wir schnell auf ein höheres Niveau kommen. Wen Nas (Nasreddine - d. Red.) derjenige ist, das uns dabei helfen kann, würde mich das freuen", meinte Hall. Nach Ansicht von Palmieri sind genug Worte gewechselt. "Wir wissen, dass wir viel besser spielen können und haben das mehrfach zum Ausdruck gebracht. Jetzt ist es an der Zeit, endlich Taten folgen zu lassen", hob er hervor.

Die Möglichkeit dazu haben die Devils in dieser Woche noch zwei Mal. Am Freitag erwarten sie die Chicago Blackhawks in New Jersey. Tags darauf folgt ein Auswärtsspiel bei den Nashville Predators.

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