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Spieler der Gruppe B beim World Cup of Hockey

von Axel Jeroma / NHL.com

Der World Cup of Hockey 2016 findet vom 17. September bis 1. Oktober 2016 in Toronto statt. Am vergangenen Mittwoch gaben die Verantwortlichen im Rahmen von Pressekonferenzen die ersten 16 Spieler pro Kader bekannt.

Nach der Vorstellung von Team Europa am Mittwoch, schauen wir heute auf die restlichen Mannschaften der Gruppen A und B. In diesen Beitrag stellen wir die ausgewählten Spieler der Mannschaften aus Gruppe B, Russland, Schweden, Finnland und Team Nordamerika vor.

Die Kader werden bis zum 1. Juni 2016 um weitere sieben Spieler auf endgültig 23 ergänzt.

Russland

Das russische Team um Superstar Alex Ovechkin (Washington Capitals) ist nicht nur Favorit in der Gruppe B, sondern darüber hinaus ein ganz heißer Anwärter auf den Titel beim World Cup of Hockey 2016. Das liegt vor allem an der geballten Offensivstärke der Sbornaja. Neben Ovechkin, der die 40-Tore-Marke in der NHL bereits im Februar durchbrach, tragen dazu auch dessen kongenialer Capitals-Sturmpartner, Evgeny Kuznetsov, Routinier Evgeny Malkin von den Pittbrugh Penguins oder Rookie Artemi Panarin bei. Der hat in dieser Saison beim amtierenden Stanley Cup Gewinner Chicago Blackhawks eindrucksvolle Leistungsnachweise abgeliefert.

Mit Namen und Qualität der Offensive kann die Defensive der Russen nicht ganz Schritt halten. Die Abwehr stellt daher die Achillesverse auf dem Weg zum Titel dar. Mit Andrei Markov von den Montreal Canadians und Dmitry Kulikov stehen nur zwei Defensivkräfte im vorläufigen Aufgebot, die im Schnitt mehr als 20 Minuten pro Spiel in der NHL-Hauptrunde auf dem Eis standen. Allerdings hat Coach Oleg Znarok bislang erst drei Abwehrkräfte berufen. Gut möglich, dass er die restlichen Plätze mit herausragenden Akteuren aus der KHL besetzt. Man darf jedenfalls gespannt sein.

Eine Überraschung ist fraglos die Nominierung von Vladislav Namestnikov. Der 23-jährige Angreifer von Tampa Bay Lightning (108 NHL-Spiele) hat im Seniorenbereich noch nicht für Russland gespielt.

Ovechkin & Co. werden in Toronto alles versuchen, die Scharte von Sochi 2014 auszuwetzen, als das ganze Land die Goldmedaille erwartete, sie jedoch dem Druck nicht stand hielten. Das soll beim World Cup of Hockey nicht wieder passieren.

Das Aufgebot:

Tor:

Sergei Bobrovsky, Columbus Blue Jackets; Semyon Varlamov, Colorado Avalanche; Andrei Vasilevskiy, Tampa Bay Lightning

Verteidigung:

Dmitry Kulikov, Florida Panthers; Andrei Markov, Montreal Canadiens; Dmitry Orlov, Washington Capitals

Sturm:

Artem Anisimov, Chicago Blackhawks; Pavel Datsyuk, Detroit Red Wings; Nikita Kucherov, Tampa Bay Lightning; Nikolay Kulemin, New York Islanders; Evgeny Kuznetsov, Washington Capitals; Evgeni Malkin, Pittsburgh Penguins; Vladislav Namestnikov, Tampa Bay Lightning; Alex Ovechkin, Washington Capitals; Artemi Panarin, Chicago Blackhawks; Vladimir Tarasenko, St. Louis Blues

Finnland

Mit großem Einsatz und Teamgeist haben sich die Finnen in den vergangenen Jahren als Favoritenschreck bei wichtigen Turnieren etabliert. In dieser Rolle wollen sie auch 2016 in Toronto den Großen der Branche ein Bein stellen. Die Favoriten der Gruppe, Russland und Schweden, dürften gewarnt sein. Denn auch sie erlebten zuletzt manch bittere Stunde gegen die Finnen.

Mit Goalie Tuukka Rask (Boston Bruins) hat Finnland einen Stanley Cup Sieger im Tor stehen. Seine Stärke verleiht der Mannschaft die nötige Stabilität und Sicherheit. Hinten gut stehen und schauen, was dabei noch nach vorne geht – auf diesen einfachen Nenner könnte man die taktische Marschroute bringen, die Rask für den World Cup wärmstens empfiehlt. „Wenn wir in der Defensive gut arbeiten, haben wir immer eine Chance. Das ist schon seit jeher unser Erfolgsrezept gewesen“, sagt Rusk.

Doch für einen Sieg benötigen auch die Finnen am Ende etwas Zählbares auf dem Scoreboard. Und genau da liegt die Schwierigkeit. Finnland verfügt momentan in der NHL über keinen Top-Torjäger oder Top-Scorer. Aleksander Barkov (Florida Panthers) und Leo Komarov (Toronto Maple Leafs) haben zumindest die 15-Tore-Marke übertroffen. Sonst sieht es im Sturm eher mau aus.

Coach Lauri Marjamaki will in Toronto auch vielversprechenden Talenten eine Chance geben. Dazu zählt Joonas Donskoi (San José Sharks). Der Rookie hat nur etwas mehr als 50 NHL-Spiele auf dem Buckel und ist im Seniorenbereich erst einmal bei einem großen Turnier für Finnlands Nationalteam dabei gewesen.

Das Aufgebot:

Tor:

Tuukka Rask, Boston Bruins; Pekka Rinne, Nashville Predators

Verteidigung:

Esa Lindell, Texas Stars (AHL); Olli Maatta, Pittsburgh Penguins; Rasmus Ristolainen, Buffalo Sabres; Sami Vatanen, Anaheim Ducks

Sturm:

Aleksander Barkov, Florida Panthers; Joonas Donskoi, San Jose Sharks; Valtteri Filppula, Tampa Bay Lightning; Mikael Granlund, Minnesota Wild; Jussi Jokinen, Florida Panthers; Mikko Koivu, Minnesota Wild; Leo Komarov, Toronto Maple Leafs; Lauri Korpikoski, Edmonton Oilers; Jori Lehtera, St. Louis Blues; Teuvo Teravainen, Chicago Blackhawks

Schweden:

Schwedens Coach Rikard Gronborg baut auf Routine. Mit Henrik Lundqvist (New York Rangers), Henrik Zetterberg (Detroit Red Wings), Niklas Kronwall (Detroit Red Wings) sowie den Zwillingen Henrik Sedin und Daniel Sedin (beide Vancouver Canucks) stehen noch fünf Akteure im Aufgebot, die mit Schweden vor zehn Jahren Olympia-Gold in Turin geholt haben.

Wie seine Vorgänger legt auch Gronborg viel Wert auf eine disziplinierte Abwehrarbeit und Puckbesitz. Deswegen sind die Schweden für alle ein unbequemer und mitunter gefürchteter Gegner.

Zu den Stützen im Defensivverbund der Tre Kronor zählen die Verteidiger Victor Hedmann (Tampa Bay Lightning) und Oliver Ekmann-Larsson (Arizona Coyotes), der auch im Spiel nach vorne Impulse setzt und es in den vergangenen zwei Spielzeiten auf stolze 87 Punkte in der Scorerwertung brachte.

Im Angriff sollen Backstrom (Washington Capitals), Zetterberg sowie die Sedin-Zwillinge Daniel und Henrik für die nötigen Tore sorgen.

Das Aufgebot:

Tor:

Henrik Lundqvist, New York Rangers; Jacob Markstrom, Vancouver Canucks

Verteidigung:

Oliver Ekman-Larsson, Arizona Coyotes; Victor Hedman, Tampa Bay Lightning; Niklas Hjalmarsson, Chicago Blackhawks; Erik Karlsson, Ottawa Senators; Niklas Kronwall, Detroit Red Wings; Anton Stralman, Tampa Bay Lightning

Sturm:

Nicklas Backstrom, Washington Capitals; Loui Eriksson, Boston Bruins, Filip Forsberg, Nashville Predators; Gabriel Landeskog, Colorado Avalanche; Daniel Sedin, Vancouver Canucks; Henrik Sedin, Vancouver Canucks; Alexander Steen, St. Louis Blues; Henrik Zetterberg, Detroit Red Wings

Team Nordamerika

Die Talentdichte in dieser U 23 Kanadas und der USA ist derart groß, dass unter den ersten 16 Nominierten vom Mittwoch einige klangvolle Namen fehlten: zum Beispiel Jonathan Huberdeau, Linksaußen der Florida Panthers, oder die beiden Verteidiger Shayne Gostisbehere (Philadelphia Flyers) und Jacob Trouba (Winnipeg Jets). Möglicherweise stehen sie jedoch auf der Liste jener sieben Akteure, die noch nachträglich benannt werden.

Große Aufmerksamkeit gewiss ist den beiden Top-Rookies Connor Mc David (Edmonton Oilers) und Jack Eichel (Buffalo Sabres), die erstmals gemeinsam in einem Team stehen. Bei der Auswahl der ersten 16 achteten die beiden General Manager Peter Chiarelli und Stan Bowman übrigens auf eine paritätische Verteilung im Kader. So beriefen sie bisher jeweils acht Kanadier und US-Amerikaner.

Das Aufgebot:

Torhüter:

John Gibson, Anaheim Ducks; Connor Hellebuyck, Manitoba (AHL); Matthew Murray, Pittsburgh Penguins

Verteidiger:

Aaron Ekblad, Florida Panthers; Seth Jones, Columbus Blue Jackets; Ryan Murray, Columbus Blue Jackets; Morgan Rielly, Toronto Maple Leafs;

Angreifer:

Sean Couturier, Philadelphia Flyers; Jack Eichel, Buffalo Sabres; Johnny Gaudreau, Calgary Flames; Dylan Larkin, Detroit Red Wings; Nathan MacKinnon, Colorado Avalanche; Connor McDavid, Edmonton Oilers; J.T. Miller, New York Rangers; Sean Monahan, Calgary Flames; Brandon Saad, Columbus Blue Jackets

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