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Spieler aus D/CH/A im Trainingscamp

NHL.com/de hat zehn interessante Storylines zusammengestellt

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Grubauers 11. Karriere-Shutout

OTT@COL: Grubauer zeigt 34 Saves zum Shutout-Sieg

Philipp Grubauer stoppte im 3:0-Sieg der Avalanche gegen die Senators alle 34 Schüsse auf ihn und verbuchte seinen zweiten Shutout der Saison

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Am 13. Juli haben die Trainingscamps der 24 Mannschaften begonnen, die ab 1. August an der Stanley Cup Qualifikationsrunde in Edmonton und Toronto teilnehmen. Die vier punktbesten Teams jeder Conference, basierend auf der Punktequote, tragen eine Vorrunde im Modus jeder gegen jeden aus. Die an Nummer 5-12 gesetzten Mannschaften spielen Best-of-5-Serien. Die Gewinner jeder Serie ziehen in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die vier Teams aus der Vorrunde ein.

Hier sind zehn Storylines zu Spielern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, die in der Qualifikationsrunde dabei sind.

 

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Setzt Draisaitl weitere Glanzlichter?

Wer hätte erwartet, dass einmal ein deutscher Spieler die Art Ross Trophy als bester Scorer der NHL holen würde? Noch vor wenigen Jahren schien das unmöglich, doch Leon Draisaitl gelang dieses Kunststück in dieser Saison mit 110 Punkten (43 Tore, 67 Assists) in 71 Spielen. Der Angreifer kämpft mit seinen Edmonton Oilers in der Stanley Cup Qualifikation in einer Best-of-5-Serie gegen die Chicago Blackhawks um einen Platz in den Playoffs. Das Ziel für Draisaitl und seinen kongenialen Teamkollegen Connor McDavid ist klar, nur der Stanley Cup zählt. Dabei dürfen sich die beiden Ausnahmestürmer auf ein Heimspiel freuen. Edmonton ist neben Toronto einer von zwei zentralen Spielorten und wird neben den Partien der Teams aus der Western Conference auch Schauplatz das Stanley Cup Finale beherbergen. Sollte Draisaitl seine Form aus der regulären Saison bestätigen, könnte er weitere Rekorde und Meilensteine erreichen und den Oilers zum Titel verhelfen.

Video: Draisaitl holt 110 Punkte zum Gewinn der Ross Trophy

Josi muss Nashville zu alter Stärke führen

Die Nashville Predators gehörten in den vergangenen beiden Jahren zu den Spitzenteams der Liga und galten als heißer Anwärter auf den Stanley Cup. Diese Saison jedoch schwächelte das Team über weite Strecken, vor allem in der Offensive. Die Predators fanden erst spät zu ihrem Rhythmus. Am Ende sprang immerhin der sechste Platz in der Western Conference und damit der Gang in die Best-of-5-Serie gegen die Arizona Coyotes heraus. Die einzige Konstante der Mannschaft war Kapitän Roman Josi. Der Schweizer Verteidiger führte das Team mit 65 Punkten (16 Tore, 49 Assists) an. Er war die Schlüsselfigur, die Nashville im Rennen hielt. Nach dem Re-Start sind erneut seine Führungsqualitäten gefragt.

 

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In welcher Form kehrt Fiala zurück?

Kevin Fiala von den Minnesota Wild sorgte ab Anfang Februar für einiges Aufsehen. Ab 4. Februar erzielte er 26 Punkte (14 Tore, zwölf Assists) in 18 Spielen. In diesem Zeitraum waren nur Mika Zibanejad von den New York Rangers mit 32 Punkten (21 Tore, elf Assists) und Draisaitl mit 27 Punkten (14 Tore, 13 Assists) erfolgreicher. Mit seiner Leistung war Fiala einer der wichtigsten Faktoren für den geglückten Endspurt der Wild, die sich auf den zehnten Platz der Western Conference schoben und nun gegen die Vancouver Canucks um einen Platz in den Playoffs kämpfen. Das Schicksal der Wild in diesem Duell dürfte stark davon abhängen, wie Fiala, der in der regulären Saison mit 54 Punkten (23 Tore, 31 Assists) ihr Topscorer war, aus der Pause zurückkehrt. Fiala hat gegenüber vielen Spielern einen Vorteil. Er verbrachte die Pause in Schweden, wo die Hallen trotz der Coronavirus-Pandemie geöffnet blieben, so dass er lange auf dem Eis trainieren konnte.

Video: NSH@MIN: Fiala nimmt den Puck klasse mit und trifft

Greiss kämpft um den Startplatz im Tor

Torwart Thomas Greiss von den New York Islanders steht vor wichtigen zwei Wochen, die über seinen Einsatz in der Qualifikation und den möglichen Playoffs entscheiden werden. Der Deutsche kämpft mit Semyon Varlamov um den Startplatz zwischen den Pfosten. Trainer Barry Trotz sagte kürzlich, dass sich die Torhüter-Frage auf jeden Fall erst im Camp entscheiden werde und er im Grunde gar keine schlechte Wahl treffen könne. In der regulären Saison hatte Varlamov 45 Einsätze. Er brachte es auf einen Gegentorschnitt von 2,62 und eine Fangquote von 91,4 Prozent. Greiss absolvierte 31 Spiele und konnte mit 2,74 Gegentoren pro Spiel und 91,3 Prozent Fangquote durchaus Schritt mit Varlamov halten.

Grubauer voll gefordert

Philipp Grubauer startete als klare Nummer eins im Tor der Colorado Avalanche in die Saison. Vom Verletzungspech geplagt, verpasste der Deutsche allerdings die letzten 13 Spiele und schloss die Spielzeit mit einer Bilanz von 18-12-4 sowie 2,63 Gegentoren pro Spiel und einer Fangquote von 91,6 Prozent ab. Er muss im Training alles daransetzen, seinen Status zu behaupten. Denn in seiner Abwesenheit überzeugte sein Backup Pavel Francouz mit einer Matchbilanz von 8-2-2, einem Gegentorschnitt von 2,37 pro Spiel und einer Fangquote von 91,9 Prozent.

Video: Grubauers Top-Saves in dieser Saison

Niederreiter sucht nach alter Stärke

Nino Niederreiter erlebte bei den Carolina Hurricanes seine statistisch schlechteste Saison seit 2011/12. In 67 Spielen sammelte er lediglich 29 Punkte (elf Tore, 18 Assists). In der Saison zuvor hatte er alleine in den 36 Spielen nach seinem Wechsel von den Wild zu den Hurricanes 30 Punkte (14 Tore, 16 Assists) verbucht. Trotz der unbefriedigenden Ausbeute wird der Schweizer Außenstürmer in der zweiten Reihe der Hurricanes neben Martin Necas und Neuzugang Vincent Trocheck erwartet. Ein Niederreiter in guter Form ist eine wertvolle Waffe, wie er in sechs Saisons bei den Minnesota Wild mit 228 Punkten (110 Tore, 118 Assists) bewies. Nach dem Re-Start hat er die Chance, wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

Rieder greift mit Calgary an

Tobias Rieder bereitet sich im Trainingscamp mit den Calgary Flames auf die Qualifikationsserie gegen die Winnipeg Jets vor. Den Flames fehlten in der regulären Saison oftmals offensive Beiträge aus den hinteren Reihen. Das ist genau das Stichwort für den Deutschen, dem vier Tore und sechs Assists gelangen. Er wird in der vierten Reihe erwartet, um den Jets mit seinem konsequenten Einsatz das Leben schwer zu machen. Mit seiner Qualität, die ihn zu Beginn seiner Karriere zu einer zentralen Figur im Angriff der Arizona Coyotes machte, könnte er auch vor dem Tor des Gegners Unruhe stiften, vor allem im Unterzahlspiel.

Bestätigt Siegenthaler seine Leistungen?

Für Jonas Siegenthaler war die vorzeitig beendete Saison ein voller Erfolg. Der Schweizer Verteidiger gehörte zum Stammpersonal in der Defensive der Washington Capitals und erzielte zwei Tore und sieben Assists in 64 Spielen. Die Punkte waren allerdings eher Nebensache, denn Siegenthaler erfüllt eine wichtige Rolle als Abwehrbollwerk, besonders in Unterzahl. Kein Spieler der Capitals stand öfter im Penalty Killing auf dem Eis. Im ligaweiten Vergleich landete er mit seinen 203:46 Minuten Eiszeit in Unterzahl auf Rang elf. In den Playoffs warten nun neue und vor allem härtere Bewährungsproben auf ihn. Umso wichtiger, dass er sich im Training körperlich fit und einsatzbereit präsentiert.

Video: WSH@NJD: Siegenthaler schießt hoch ein

Wohin geht die Reise für Raffl und die Flyers?

Michael Raffl schaffte es mit den Philadelphia Flyers überraschend unter die vier besten Teams der Eastern Conference. Der Österreicher erzielte 20 Punkte (acht Tore, zwölf Assists), was für einen Stürmer der vierten Reihe eine ansehnliche Bilanz darstellt. Genau diese beeindruckenden Tiefe in der Offensive der Flyers war es, die sie zu einem der besten Teams der Liga machte. Philadelphia steht bereits sicher in den Playoffs. Wenn Raffl und seine Kollegen da weitermachen, wo sie in der regulären Saison aufgehört haben, ist ihnen in der Endrunde eine Menge zuzutrauen.

Erhält Grabner wieder mehr Einsätze?

Für Michael Grabner könnten die Unterbrechung der Saison und der Re-Start ein Segen sein. Der pfeilschnelle Österreicher ist seit seinem Wechsel zu den Coyotes vor zwei Jahren von großem Verletzungspech geplagt. Zudem schlitterte er diese Saison in ein Leistungstief, so dass er zwischendurch sogar aus dem Kader gestrichen wurde. Grabner kam in 46 Spielen auf acht Tore und drei Assists. Das Camp könnte für ihn die Gelegenheit sein, wieder auf seine Stärken aufmerksam zu machen und sich für weitere Einsätze zu empfehlen.

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