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5.1. Spiel-Vorschau: Draisaitls Tor-Serie

Der deutsche Stürmer kann mit Treffer seinen Rekord weiter ausbauen, zuvor gibt es zwei Spiele zur Primetime in Europa

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Von den neun Spielen am Samstag finden zwei zur besten Sendezeit in Europa um 19 Uhr MEZ statt. Die um Anschluss kämpfenden Philadelphia Flyers empfangen die stark auftrumpfenden Calgary Flames im Wells Fargo Center und die kriselnden Ottawa Senators sind in ihrem Canadien Tire Centre Gastgeber für die Minnesota Wild, die Anschluss an die Wildcard-Plätze in der Western Conference herstellen möchten. Im Blickpunkt sind auch verschiedene Torserien. Bereits zwölf Spieler haben in dieser Saison eine Tor-Serie von fünf Spielen oder mehr verbucht. Das letzte Mal, als dieser Wert nach 635 Spielen übertroffen wurde (21 in 2005/06), endete mit der torreichsten Saison in der NHL-Geschichte (7.588).

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Unterschiedliche Voraussetzungen in Philadephia

Zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Voraussetzungen treffen im Wells Fargo Center aufeinander, wenn die Calgary Flames (25-13-4) als Spitzenreiter der Pacific Division auf den Vorletzten der Eastern Conference, die Philadelphia Flyers (15-20-5) treffen. Flames Elias Lindholm steht bei 48 Punkten (20 Tore, 28 Assists) kann seine erste NHL-Saison mit 50 Punkten erreichen und zum dritten Spieler von Calgary werden, der diese Marke in dieser Saison knackt. Nur die Colorado Avalanche, Edmonton Oilers und Tampa Bay Lightning haben sonst noch mehrere Spieler mit 50 oder mehr Punkten aufzuweisen.

Die Flyers können einen neuen NHL-Rekord aufstellen, indem sie in der laufenden Saison den siebten Torhüter nutzen. Am Freitag holten sie Mike McKenna über die Waiverliste von den Vancouver Canucks und er könnte aufgrund der kurzfristigen Verletzung von Michal Neuvirth Backup von Starter Carter Hart werden. Brian Elliott und Anthony Stolarz sind ebenfalls verletzt. Calvin Pickard, mittlerweile über die Waiverliste an die Arizona Coyotes verloren und Alex Lyon waren die beiden anderen Torhüter, die zum Einsatz kamen.

Granlund will die Wild weiter heranführen

Die Minnesota Wild (19-17-3) hatten sich ihre Saison bislang anders vorgestellt. Sie kämpfen um die Rückkehr in die Wildcard-Plätze der Western Conference. Deswegen sind zwei Punkte beim Letzten der Eastern Conference, den Ottawa Senators (15-21-5) eigentlich Pflicht. Mikael Granlund führt die Wild mit elf Toren und 26 Assists zu 37 Punkten in 39 Spieler dieser Saison an. Er ist seit seinem Einstieg in die NHL zur Saison 2012/13 Zweiter unten den in Finnland geborenen Spielern in dieser Spanne mit 89 Toren und 216 Assists zu 305 Punkten. Nur Teamkollege Mikko Koivu ist mit 322 Punkten besser.

Vancouver wohl ohne Pettersson in Toronto

Die Vancouver Canucks (20-20-4) müssen wahrscheinlich bei ihrem Gastspiel bei den Toronto Maple Leafs (26-12-2) auf Elias Pettersson verzichten, der sich im letzten Spiel bei den Montreal Canadiens am Knie verletzte. Allerdings solle der Ausfall des derzeit besten Rookies der NHL nicht lange dauern, wie Trainer Travis Green betonte. Pettersson führt die Neulinge der NHL mit deutlichem Vorsprung und 42 Punkten (22 Tore, 20 Assists) in 38 Spielen an.

Im Tor der Maple Leafs wird Michael Hutchinson starten, doch die etatmäßige Nummer 1 Frederik Andersen steht kurz vor seinem Comeback, nachdem er am Freitag erstmals nach seiner Leistenverletzung voll trainierte. Es könnte sein, dass er als Backup auf der Bank Platz nimmt, weil Garret Sparks mit einer am Mittwoch im Training erlittenen Gehirnerschütterung ausfällt.

 

[Ähnliches: NHL.com/de über das kommende Jahr]

 

Draisaitl kann mit weiterem Tor Rekord ausbauen

Ausgerechnet gegen die von Marco Sturm als Assistenztrainer unterstützten Los Angeles Kings (16-23-3), kann Leon Draisaitl in deren Staples Center seine derzeitige Tor-Serie auf sechs Spiele ausbauen. Er hat seit dem 22. Dezember sechs Tore und drei Assists in fünf Spielen verbucht. Am Stürmer der Edmonton Oilers (19-18-3) liegt es nicht, dass seine Farben nur drei Siege in den letzten zehn Spielen (3-6-1) einfahren konnten. Draisaitl kann mit dem sechsten Tor die längste Serie eines in Deutschland geborenen Spielers einstellen. Walt Tkaczuk (geboren in Emsdetten) erreichte diese Folge mit den Rangers vom 7. bis 17. März 1979 und Dany Heatley (Freiburg) mit den Senators vom 20. Februar bis 2. März 2007. Beide sind jedoch keine deutschen Staatsbürger und von denen konnte vor Draisaitl keiner eine längere Tor-Serie als vier Spiele vorweisen. Außerdem fehlen Draisaitl drei Tore zur 100-Tore-Marke. Er würde damit zum dritten Deutschen nach Sturm (242 Tore in 938 Spielen) und Jochen Hecht (186 Tore in 833 Spielen), der dieses Ziel erreichen würde.

Islanders streben sechsten Sieg in Serie an

Mit dem sechsten Sieg in Folge bei den St. Louis Blues (16-18-4) in deren Enterprise Center wollen die New York Islanders (22-13-4) zurück in die Wildcard-Plätze. Ihr Rückstand beträgt nach acht Siegen in den letzten zehn Spielen nur noch einen Punkt auf die Montreal Canadiens, die den zweiten Wildcard-Platz innehaben. Einen weiteren Punkt davor befinden sich die Buffalo Sabres in Reichweite. Beide Kontrahenten haben mehr Spiele als die Islanders absolviert und sind ebenfalls im Einsatz (siehe unten). Ob das deutsche Duo Thomas Greiss im Tor und Stürmer Tom Kühnhackl sowie der Schweizer Luca Sbisa zum Einsatz kommen, bleibt abzuwarten. Torhüter Robin Lehner hatte zuletzt starke Auftritte und könnte erneut von Beginn an spielen. 

Die weiteren Spiele am Samstag:

Buffalo @ Boston

Vor einer schweren Aufgabe stehen die Buffalo Sabres (22-13-6) bei den punktgleichen, aber sehr heimstarken (14-5-0) Divisionskonkurrenten Boston Bruins (23-14-4). Es geht nicht nur um zwei Punkte im direkten Duell, sondern der Verlierer könnte aus den Playoff-Plätzen rutschen (siehe oben bei Islanders).

Nashville @ Montreal

Die Nashville Predators (24-15-3) dachten nach zwei Siegen aus der Krise zu sein, doch ihr Auftritt am Samstag bei den Detroit Red Wings misslang mit einem 3:4 nach Verlängerung. Sie hätten von Anfang bis zum Ende schlecht gespielt und nur der Torhüter und drei bis vier Spieler hätten ihre Leistung gebracht, schimpfte Trainer Peter Laviolette. Bei den Montreal Canadiens (22-14-5) besteht gleich die Chance auf Wiedergutmachung.  

Columbus @ Florida

Die Columbus Blue Jackets (23-14-3) müssen nur einen Tag nach ihrer 2:4-Niederlage am Freitag, die Trainer John Tortorella sehr missmutig machte, bei den Florida Panthers (17-16-6) antreten und können ihren Coach eventuell gleich besänftigen. 

Tampa Bay @ San Jose

Auf ein absolutes Spitzenspiel können sich die Fans der San Jose Sharks (22-13-7) freuen, wenn die Übermannschaft der NHL, die Tampa Bay Lightning (32-7-2) mit sieben Siegen im Rücken zu Gast sind. Die Gäste führen die NHL mit zwölf Punkten Vorsprung an.

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