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4.4. Spiel-Vorschau: Fotofinish in der Eastern Conference

Playoff-Kampf im Osten mit Pittsburgh, Carolina und Montreal - Colorado will den letzten Schritt gehen

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de

Die reguläre NHL-Saison 2018/19 befindet sich kurz vor der Ziellinie. Dabei kommt es wohl zu einem Fotofinish in der Eastern Conference. Für die Pittsburgh Penguins (gegen die Detroit Red Wings), Carolina Hurricanes (gegen die New Jersey Devils) und Montreal Canadiens (bei den Washington Capitals) könnte jeder Punkt zählen. In der Western Conference fehlt den Colorado Avalanche (gegen die Winnipeg Jets) nur noch ein Zähler für die Playoff-Qualifikation. Die Arizona Coyotes (bei den Vegas Golden Knights) klammern sich derweil an den letzten Strohhalm, müssen gewinnen und trotzdem auf einen Ausrutscher der Avalanche hoffen.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Pittsburgh muss zittern - "Rückspiel" gegen Detroit
Die Pittsburgh Penguins müssen nach zwei Niederlagen aus den letzten drei Spielen noch einmal zittern: Der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz beträgt nur drei Punkte, zudem droht bei einem Abrutschen auf einen Wildcard-Rang ein Erstrunden-Duell mit den Division-Siegern. Andererseits würde den Penguins ein Sieg im "Rückspiel" gegen die Detroit Red Wings reichen, um das Endrunden-Ticket zu lösen. Allerdings: Zwei Tage zuvor verlor Pittsburgh in Detroit (1:4) und bangt um den Einsatz von Center Evgeni Malkin und Verteidiger Kris Letang (beide Oberkörperverletzung). Und: Die Red Wings sind mit sechs Siegen in Serie das derzeit heißeste Team in der NHL.

Washington vor Division-Sieg - Montreal erneut Favoritenschreck?
Die Washington Capitals könnten mit einem Sieg über die Montreal Canadiens Platz eins in der Metropolitan Division auch rechnerisch sichern. Doch Vorsicht: Die Habs schwangen sich zuletzt zum Favoritenschreck auf, gewannen sowohl bei den Winnipeg Jets (3:1) als auch gegen die Tampa Bay Lightning (4:2). Zudem hat Montreal einen Wildcard-Rang zum Greifen nahe und könnte mit einem Punktgewinn zumindest über Nacht auf einen Playoff-Platz springen und die punktgleichen Columbus Blue Jackets überholen. 

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Carolina im "Sandwich"
Die Carolina Hurricanes wollen den Wilcard-Platz verteidigen (ein Punkt Vorsprung) und könnten sogar noch einen Angriff auf Pittsburgh (zwei Zähler Rückstand) reiten. Dafür brauchen die Canes einen Erfolg im Heimspiel gegen die New Jersey Devils. "Es macht Spaß", sagt Carolinas Verteidiger Dougie Hamilton zur Nervenschlacht in der Eastern Conference. "An Weihnachten waren wir noch tief in der Tabelle gestanden, dann haben wir nur noch von Spiel zu Spiel gedacht und hatten einen guten Lauf. Hoffentlich können wir das in den verbleibenden zwei Spielen beibehalten, dann sehen wir, wohin es uns führt"

Colorado: Bei Punkt Playoffs
Die Colorado Avalanche sind fast am Ziel: Nur noch ein einziger Punkt fehlt den Avs zum Erreichen der Playoffs. Dies wird aber kein Selbstläufer, immerhin kommt mit den Winnipeg Jets der Spitzenreiter der Central Division nach Denver. Und trotzdem: Colorado punktete in neun Spielen in Folge (7-0-2) und weiß mit dem Deutschen Philipp Grubauer einen formstarken Goalie (6-0-2 in seinen letzten acht Starts) zwischen den Pfosten. Die Gäste aus Kanada sind dagegen noch nicht im Playoff-Modus, verloren fünf der letzten sieben Spiele (2-5-0) und drohen die Tabellenführung an den punktgleichen Zweiten Nashville Predators oder den einen Punkt dahinter befindlichen St. Louis Blues zu verlieren.

 

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Arizona und der letzte Strohhalm in Vegas
Die Arizona Coyotes haben nur noch eine verschwindend geringe Chance auf die Playoffs, wollen aber genau diese nutzen. "Es sind noch zwei Spiele. Wir müssen positiv bleiben und schauen, was noch möglich ist. Du kannst es nie wissen", klammert sich Verteidiger Oliver Ekman-Larsson an den letzten Strohhalm. Die Wüstenhunde müssen beide verbleibenden Hauptrunden-Spiele gewinnen und hoffen, dass die Avalanche keinen Punkt mehr holen. Das erste "Endspiel" ist auswärts bei den Vegas Golden Knights, die nur eines ihrer letzten sechs Spiele gewinnen konnten (1-3-2). 

Das weitere Spiele vom Donnerstag:

Ottawa Senators @ Buffalo Sabres
Können die Buffalo Sabres den freien Fall stoppen? Die Sabres mussten acht Niederlagen in Folge schlucken und holten in diesem Zeitraum nur einen einzigen Punkt (0-7-1). Nun kommen die Ottawa Senators nach Buffalo, die immerhin vier Siege aus ihren letzten sechs Partien holen konnten (4-2-0).

Tampa Bay Lightning @ Toronto Maple Leafs
Toronto Maple Leafs (3.) gegen Tampa Bay Lightning (1.) ist ein Top-Spiel in der Atlantic Division und damit eine gute Einstimmung auf die anstehenden Playoffs. Wirklich konstant trat zuletzt aber keines der beiden Teams auf: Sowohl die Leafs (1-2-1) als auch die Bolts (2-3-0) verloren drei ihrer letzten vier Spiele (1-2-1).

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New York Islanders @ Florida Panthers
Die Florida Panthers bekommen es mit den New York Islanders zu tun. Florida gewann drei Spiele in Folge und möchte diese Serie ausbauen. Für die bereits für die Playoffs qualifizierten Islanders geht es noch um eine möglichst gute Platzierung für die Endrunde in der engen Metropolitan Division.

Philadelphia Flyers @ St. Louis Blues
Die St. Louis Blues treffen auf die Philadelphia Flyers. Die Blues punkteten zuletzt konstant und gingen in den letzten zehn Runden nur einmal komplett leer aus (7-1-2). Sogar die Tabellenführung in der Central Division ist bei nur noch einen Punkt Rückstand in greifbarer Nähe. Die Flyers sind dagegen außer Form und verloren fünf ihrer letzten sechs Partien (1-5-0). 

Vancouver Canucks @ Nashville Predators
Die Nashville Predators haben die Spitze der Central Division ins Visier genommen und sind punktgleich mit Spitzenreiter St. Louis, können aber auch noch von den dritten Blues abgefangen werden und das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde verlieren. Im Heimspiel gegen die Vancouver Canucks wollen die Preds den Druck erhöhen. Doch die Gäste kommen mit dem Selbstvertrauen aus drei Siegen in Serie nach Music City.

Boston Bruins @ Minnesota Wild
Die Minnesota Wild haben die Playoffs verpasst. Genau davon könnte aber ein Deutscher profitieren, denn für die verbleibenden zwei Hauptrunden-Spiele wurde Center Nico Sturm unter Vertrag genommen. Der 23-Jährige könnte im Heimspiel gegen die Boston Bruins in der NHL debütieren. Bei Boston sind die Stürmer David Pastrnak (zwölf Punkte in sieben Spielen), Patrice Bergeron (14 Punkte in neun Spielen) und Brad Marchand (13 Punkte in sieben Spielen) heiß.

San Jose Sharks @ Edmonton Oilers
Die bereits eliminierten Edmonton Oilers treffen auf die qualifizierten San Jose Sharks. Dabei könnte der deutsche Mittelstürmer Leon Draisaitl sein Punktekonto (47 Tore, 55 Assists, 102 Scorerpunkte) weiter aufstocken. Bei den Sharks gelingt derzeit nur wenig: Neun der letzten zehn Spiele gingen verloren (1-8-1). San Jose sucht kurz vor den Playoffs einen Weg aus einer handfesten Krise. Kapitän Joe Pavelski meldete sich zurück - Offensivverteidiger Erik Karlsson wird wohl bis zum Beginn der Endrunde geschont.

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