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3.2. Spiel-Vorschau: Meilensteine für Chara und Sedin

Sidney Crosby wartet auf seinen 400. NHL-Treffer, Zdeno Chara und Henrik Sedin werden Jubiläumsspiele bestreiten.

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Sidney Crosby will im direkten Kampf um die zweite Position in der Metropolitan Division gegen die New Jersey Devils nach einer Wartezeit von sieben Spielen endlich sein 400. NHL-Tor erzielen. Die Niederlagenserie der Philadelphia Flyers ist ungewohnt für das Team, das Siege am Stück gewohnt ist. Der Turnaround soll gegen das Kellerkind aus Ottawa gelingen. Mit Zdeno Chara, vor seinem 1400. Spiel, und Henrik Sedin, der sein 1300. Spiel bestreitet, stehen zwei Altmeister heute Nacht vor großen Meilensteinen.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Kampf um Platz zwei in der Metropolitan Division

Im Duell der Pittsburgh Penguins mit den New Jersey Devils im Prudential Center geht es darum, wer die Position des ersten Verfolgers der Washington Capitals in der Metropolitan Division einnehmen wird. Mit dem Sieg gegen die Caps in der vergangenen Nacht konnten sich die Pens vor die Devils schieben, diese werden alles daransetzen, den zweiten Platz zurückzuholen. Mit zwei doppelten Punktgewinnen in Folge laufen die Devils langsam warm, wollen die durchwachsene Bilanz (4-5-1) aus ihren letzten zehn Partien aufbessern, doch. mit den Stahlstädtern ist eines der heißesten Teams der Liga zu Gast. Acht Siege in den letzten zehn Spielen (8-0-2), vier Erfolge in Serie und mit Sidney Crosby, Evgeni Malkin und Phil Kessel drei Scorer in bestechender Form, machen die Aufgabe für die Devils nicht einfach. Einzig die Ladehemmung Crosbys, der seit dem 14. Januar sieben Begegnungen lang auf seinen 400. NHL-Treffer wartet, schmeckt den Pens nicht. Der Kapitän wäre nicht der erste Spieler, der, nachdem der Knoten geplatzt ist, weitere Tore folgen lässt. Die Devils erhoffen sich, dass Crosbys Meilensteinfeier noch etwas verschoben wird.

Video: WSH@PIT: Kessel aus dem Handgelenk oben rein

Serientäter aus Philadelphia auf der Suche nach dem Turnaround

Die Ottawa Senators reisen zum Auswärtsspiel zu den schwächelnden Philadelphia Flyers und wollen deren Negativlauf auf vier Partien verlängern. Die Flyers sind ein Team, das sich sehr vom Momentum tragen lässt. Eine sechs und zwei 4-Spiele-Siegesserien konnte das Team aus Pennsylvania seit Dezember verbuchen. Mehr als zwei Niederlagen am Stück gab es in dieser Zeit nicht bis gegen die Tampa Bay Lightning verloren. In den darauffolgenden Partien punkteten die Flyers weder gegen die Washington Capitals, noch gegen die New Jersey Devils. Dank ihrer Bilanz von 6-4-0 aus ihren letzten zehn Auftritten steht Philly noch auf einem Wildcard-Platz im Osten, doch die Verfolger liegen nicht weit dahinter. Ein Sieg gegen das Kellerkind aus der kanadischen Hauptstadt ist in Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf wichtig und könnte den Beginn einer neuen Siegesserie markieren.

Chara vor 1400. NHL-Einsatz

Die Toronto Maple Leafs sind zu Gast bei den Boston Bruins, wenn Zdeno Chara sein 1400. NHL-Spiel absolvieren wird. Die Kanadier werden dem slowakischen Verteidiger keine Geschenke mitbringen, sondern versuchen ihre vier Begegnungen andauernde Erfolgsserie weiter auszubauen.

Der 40-jährige Kapitän der Bruins führt ein starkes Team (7-1-2) an. Die slowakische Abwehrkante sticht mit seinen 2,06 Metern aus der besten Defensive der Liga, sie kassierten nur 120 Gegentoren, heraus und wird auch in der kommenden Nacht die Angreifer der Maple Leafs zur Verzweiflung bringen. Sollte Chara jedes noch ausstehende Saisonspiel bestreiten, würde er in dieser Spielzeit noch auf Platz 29 der Rangliste für die meisten NHL-Spiele aufrücken. Die Gedanken während des Spiels werden jedoch weniger auf den persönlichen Meilenstein gerichtet sein. Der Angriff auf die Top-Teams der Liga steht im Vordergrund.

Henrik Sedins Einsatzjubiläum

Der Tabellenführer, die Tampa Bay Lightning, gastiert in Vancouver, wo Henrik Sedin für die Vancouver Canucks seine 1300. NHL-Partie absolviert. Das Duell des Spitzenreiters beim Tabellenvorletzten der Western Conference scheint auf den ersten Blick eine klare Angelegenheit zu werden, doch konnten die Canucks ihre letzten zwei Auftritte für sich entscheiden und stehen mit einer 10-Spiele-Bilanz von 5-5-0 nur minimal schlechter da, als der Gegner aus Florida (6-4-0). Die zusätzliche Motivation durch das Jubiläum des Franchise-Rekordspielers dürfte den Nucks Flügel verleihen, so dass die Mannschaft mit Super-Rookie und All-Star-Game-MVP Brock Boeser, den Tabellenersten in ernste Bedrängnis bringen könnte. Die Verfolger der Lightning, mit 183 Treffern die Tormaschine der Liga, werden auf einen Patzer der Bolts hoffen, um auf die Spitze aufschließen zu können.

Montreals Katastrophensaison geht weiter

Die Montreal Canadiens empfangen die Anaheim Ducks im heimischen Bell Center und sind auf der Suche nach einem realistischen Saisonziel, nachdem die Playoffs nur noch theoretisch erreichbar sind. Die eishockeyverrückten Fans der Canadiens sind mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden, eine Teilnahme am Kampf um den Stanley Cup scheint, nach der neuerlichen 3-Spiele-Niederlagenserie, ausgeschlossen. Gegen die Ducks beginnt für die Habs die Mission "versöhnliches Saisonende" und der Blick auf die Zukunft der Franchise. Tomas Plekanec hat die Chance auf seinen 600. NHL-Punkt - zumindest ein kurzfristiges Ziel, dass die Canadiens verfolgen könnten.
Für die Ducks geht es um die Verteidigung des dritten Platzes in der Pacific Division im Fernduell mit dem derzeit kreiselnden Stadtrivalen, den Los Angeles Kings.


Die weiteren Spiele vom Samstag:

Colorado @ Winnipeg

Die Winnipeg Jets heißen im heimischen Bell MTS Place die Colorado Avalanche Willkommen. Im Duell des kanadischen Ersten der Central Division mit dem Vorletzten ist ein enges Spiel zu erwarten, waren doch beide Teams in den letzten zehn Spielen sechs (Winnipeg) und sieben (Colorado) Mal siegreich. Die Avs kassierten eine ihrer drei Niederlagen erst nach der regulären Spielzeit. Der Ausfall von Topscorer Nathan MacKinnon wiegt schwer und wird die Aufgabe für die Avalanche verkomplizieren.

Video: COL@EDM: Compher zum Sieg der Avalanche in Overtime

St. Louis @ Buffalo

Die St. Louis Blues reisen zu den Buffalo Sabres und wollen den erfolgreichen Saisonbeginn wiederbeleben. Der starke Start in die Spielzeit bescherte den St. Louis Blues eine Top-Platzierung in der Tabelle, ehe Jaden Schwartz verletzt ausfiel. Der Trend nach der Verletzung des damaligen Top-Scorers der Blue Notes zeigt deutlich nach unten. Aus den letzten zehn Spielen steht eine Bilanz von 5-4-1 zu Buche. Seit der Rückkehr von Schwartz konnten die Blues zwei Siege einfahren, bei einer Niederlage. Gegen die abgeschlagenen Sabres ist ein Erfolg Pflicht, um zumindest Rang drei in der Division zu sichern.

Detroit @ Florida

Wenn die Detroit Red Wings in der Little Caesars Arena auf die Florida Panthers treffen, begegnen sich zwei Teams aus der Atlantic Division, die ähnlich stark einzuschätzen sind. Sowohl die Red Wings, als auch die Panthers konnten bisher 21 Siege einfahren. Die beiden Franchises trennen aktuell lediglich zwei Punkte und beide Teams starten mit zwei Siegen in Folge und einer Bilanz von 4-5-1 in die Begegnung. Ein enger Ausgang würde hier niemanden verwundern.

Columbus @ NY Islanders

Die Columbus Blue Jackets reisen zum Tabellenschlusslicht der Metropolitan Division, den New York Islanders. Beide Teams verloren ihr letztes Spiel, die Islanders sogar ihre letzten zwei, und dürften entsprechend auf Wiedergutmachung aus sein. In der engen Division trennen die viertplatzierten Blue Jackets und die Isles lediglich drei Punkte. Der Sprung auf einen Wildcardplatz ist für die Franchise aus Brooklyn sogar nur einen Zähler entfernt.

NY Rangers @ Nashville

Die Nashville Predators empfangen nach dem 5:0-Shutout Erfolg über die Los Angeles Kings die New York Rangers. Sieben Siegen der Predators aus den letzten zehn Spielen stehen sieben Niederlagen der Rangers entgegen. Während Ryan Johansen nach dem Erfolg gegen L.A. zufrieden war, mit einer Begegnung in der die Preds "von Anfang bis Ende die Geschwindigkeit des Spiels bestimmt haben", musste Rangers Coach Alain Vigneault eine 0:4-Niederlage gegen die Toronto Maple Leafs erklären: "Wir hatten zwei gute Trainingseinheiten vor diesem Spiel, also hätten wir besser sein müssen." Ob die Broadway Blue Shirts nach dem Null-Tore-Spiel treffen oder die Predators einen weiteren Shutout feiern können, wird sich zeigen.

Minnesota @ Dallas

Nur einen Punkt liegen die Minnesota Wild derzeit hinter ihrem heutigen Gastgeber, den Dallas Stars. In der Central Division geht es um Platz drei eng zu. Heute Nacht streiten sich die Stars und die Wild um den ersten Wildcard-Platz. Beide Teams konnten sechs ihrer letzten zehn Partien gewinnen und zwei (Minnesota) beziehungsweise drei (Dallas) weitere Male einen Zusatzpunkt verbuchen. Da beide Teams besonders zu Hause stark sind, liegt der Vorteil bei den Stars, die eine Heimbilanz von 17-8-1 vorweisen. 

Chicago @ Calgary

Die Calgary Flames möchten beim Heimspiel gegen die Chicago Blackhawks ihre sechs Spiele andauernde Niederlagenserie (0-2-4) beenden und die vorangegangene Phase von sieben Erfolgen in Reihe wiederbeleben. Wie Goalie Mike Smith nach der Niederlage gegen die Tampa Bay Lightning feststellte, ist "die Tabelle eng und die Saison noch lang. Obwohl Frustration einsetzen kann, gibt keine Zeit um zu verzweifeln." Gegen die Blackhawks, die zuletzt gegen die Canucks verloren, können die Flames gegen die Frustration und den Negativlauf ankämpfen.

Arizona @ Los Angeles

Die Arizona Coyotes spielen im Staples Center der Los Angeles Kings. Die Spielzeit ist für den weit abgeschlagenen Tabellenletzten, um den deutschen Tobias Rieder, nicht mehr zu retten. Die Ausrichtung auf die neue Saison steht sicher bereits im Fokus. Mit den Kings treffen die Yotes auf schwächelndes Team (3-7-0). Die Wüstenstädter konnten im gleichen Zeitraum vier Punkte mehr einfahren als die Südkalifornier. Die Kings weisen aus ihren Heimspielen eine schlechtere Bilanz aus, als bei ihren Auftritten in der Ferne (12-9-3 zu 15-10-2). Eine Chance für die Yotes nach zwei Niederlagen wieder einmal zu punkten.

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