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3.1. Spiel-Vorschau: Rangers wollen nachlegen

Nach ihrem Erfolg im Winter Classic sind die Blueshirts gegen Chicago gefordert, Ottawa zu Gast in Detroit

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Nachdem am Dienstagabend noch 24 der insgesamt 31 NHL-Teams im Einsatz waren geht es am Mittwoch mit einem vergleichsweise kleinen Programm in der NHL weiter. Die beiden angesetzten Partien, sowohl die der Detroit Red Wings und den Ottawa Senators, als auch der Vergleich zwischen den New York Rangers und den Chicago Blackhawks, haben den Eishockeyfans in aller Welt jedoch ihre ganz eigenen Reize zu bieten.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Ottawa braucht dringend die Trendwende

Das 0:5 der Senators am Samstag gegen die Boston Bruins war ein weiterer Tiefschlag für die Verantwortlichen und die Spieler des Vorjahresfinalisten der Eastern Conference. Die Sens (12-17-8) haben von den letzten 21 Spielen inzwischen unglaubliche 17 verloren (4-14-3). Kein Wunder also, dass die Ungeduld in der kanadischen Metropole immer größer wird. Eine Trendwende ist mehr als überfällig, wenn die Saison noch ein zufriedenstellendes Ende finden soll. "Das fängt doch schon in der Spitze an. Unsere besten Spieler müssen eben tatsächlich unsere besten auf dem Eis sein. Das setzt sich in diesen Tagen häufig nach unten fort. Wenn die Spitzenspieler nicht an ihr Limit gehen, dann geben auch die anderen Jungs häufig keine 100%", beklagte zuletzt Stürmer Mark Stone. Das klingt schon sehr bedenklich für ein Team, das im Frühjahr als Einheit überzeugte. Gegen die Detroit Red Wings soll es jetzt endlich besser werden. Ob das gelingt?

Detroit vor entscheidenden Tagen im Januar

Acht der nächsten elf Spiele im Monat Januar bestreiten die Detroit Red Wings auf heimischem Eis. Will das Team tatsächlich noch einmal an die Playoffplätze heranschnuppern, dann sollte in dieser Phase kräftig gepunktet werden. Erste Gelegenheit hierzu bietet sich am Abend gegen die schwächelnden Senators. Denn sieben Zähler fehlen Detroit in diesen Tagen auf die Carolina Hurricanes am zweiten Wild-Card-Platz, jedoch mit einem weniger absolvierten Spiel. Noch könnte bei günstigem Verlauf also nicht alles zu spät sein. "Klar, wir haben jetzt Druck. Wir kennen ja auch die Tabelle", bekräftigte Justin Abdelkader nach dem Training am Dienstag. "Wir spielen derzeit besser und zudem ein Stück weit intelligenter als am Anfang der Runde. Offenbar haben wir aus den Niederlagen gelernt. Jetzt heißt es diese Entwicklung zu nutzen und möglichst viele Siege einzufahren." Drei Heimspiele in Folge bieten die beste Chance dazu. Alle sind gegen Rivalen aus der Atlantic Division angesetzt.

Video: PIT@DET: Nyquist im Nachschuss zum 100. NHL-Tor

So einige Statistiken machen Chicago gegen die Rangers Mut

Die Chicago Blackhawks verloren am Samstag zwar ihr jüngstes Spiel im Saddledome zu Calgary gegen die dort ansässigen Flames mit 3:4 nach Verlängerung. Gegen die Rangers, ihren Gegner heute Abend am Broadway, haben sie jedoch über die Jahre mit 249-238-98-3 eine leicht positive Bilanz erkämpft. Selbst auswärts in New York sieht die Ausbeute mit 116-122-55-0 ganz passabel aus. Im ersten Aufeinandertreffen der Spielzeit siegte Chicago mit 6:3 gegen die Blueshirts. All dies sollte dem Team durchaus frischen Mut machen. Auffällig zudem: In den ersten 38 Spielen der Spielzeit haben Alex DeBrincat (13G, 12A) und John Hayden (3G, 8A) zusammen bereits 36 Zähler ansammeln können. Auch am 15. November, als beide Teams sich letztmalig trafen, waren beide mit je einem Treffer am Sieg beteiligt. Der Franchise-Rekord für zwei Rookies, die in den USA geboren wurden, liegt aktuell bei Patrick Kane (21G, 51A) und Adam Burish (4G, 4A), die in der Spielzeit 2007/08 zusammen auf 80 Zähler kamen. Läuft es für die beiden Jungs in dieser Saison weiter so gut wie bisher, dann dürfte die alte Marke tatsächlich schon bald bedenklich wackeln.

Kane besonders stark gegen Teams aus dem Osten

In den bisherigen 17 Spielen gegen Mannschaften aus dem Osten kam Chicagos Kane bereits auf 17 Punkte (8G, 9A). Kein anderer Spieler der Hawks kommt in dieser Wertung auf mehr. Seit seinem ersten Auftritt in der NHL in der Saison 2007/08 sind es deren 136 (55 G, 81 A) gegen diese Gegner. Damit rangiert der Stürmer derzeit auf Rang zwei unter allen aktiven Spielern der Western Conference in Bezug auf seine Erfolge gegen Teams aus der anderen Conference. Im letzten Spiel gegen die Rangers steuerte er ebenfalls einen Zähler zum Sieg bei. Ein weiterer positiver Aspekt für die Blackhawks.

Video: CHI@EDM: Kane markiert das Siegtor in der Overtime

Rangers wollen Konzentration nach dem Winter Classic hoch halten

Nach dem Highlight vom Neujahrstag, als die New York Rangers ihr Freiluftspiel gegen die Buffalo Sabres am Ende glücklich, aber nicht unverdient mit 3:2 Toren nach Verlängerung gewannen, gilt es für das Team die Konzentration für das kommende Spiel gegen die Blackhawks hoch zu halten, nicht im Unterbewusstsein eventuell einen Gang zurückzuschalten. Deren Gefahr ist sich auch Coach Alain Vigneault völlig bewusst. Nach dem Training sagte er den Medienvertretern, dass er sehr froh sei, dass ausgerechnet Chicago der nächste Gegner sei. "Es ist gut, dass mit den Blackhawks ein namhaftes und ambitioniertes Team unser nächster Gegner in der Liga ist. So werden die Jungs sicherlich hellwach sein und den Gegner keinesfalls unterschätzen. Sie sind dermaßen talentiert, vor allem auch in der Offensive, dass wir sicherlich unser volles Potenzial abrufen müssen, wenn wir gegen sie bestehen wollen." Ob seine Mahnung gehört wurde? Heute Nacht werden wir es erfahren.

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