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29.11. Spiel-Vorschau: Andrighetto in Top-Reihe

Nach der Sperre für Gabriel Landeskog darf der Schweizer bei den 'Avs' aufrücken, Ottawa will endlich aus der Krise finden

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Vier interessante Begegnungen stehen am Mittwoch in der NHL auf dem Programm. Die zuletzt kriselnden Teams aus Ottawa, Montreal und Anaheim suchen dabei unter anderem erneut die Rückkehr zu ihrem sportlichen Glück. Im Vorfeld des Tages ist der Schweizer Sven Andrighetto von den Colorado Avalanche von seinem Trainer bereits in die Top-Reihe des Teams befördert worden. Nun hat er sich gegen das Team aus Winnipeg entsprechend zu beweisen. Die Unterstützung und das Vertrauen der Verantwortlichen der 'Avs' hat er dabei. Doch kann er am Ende des Tages auch entsprechend liefern?

Hier fünf Aspekte, auf die es besonders zu achten gilt:

Bruins wollen eine neue Erfolgsserie starten

Am Sonntag endete die Erfolgsserie der Boston Bruins. Nach zuvor vier Siegen in Folge unterlag das Team im TD Garden auf heimischem Eis den Edmonton Oilers mit 2:4. Nun trifft das Franchise am Mittwoch auf die Tampa Bay Lightning, welche sich erst am gestrigen Dienstag noch mit 2:0 Toren bei den Buffalo Sabres durchgesetzt haben. Nachdem deren Torhüter Andrei Vasilevskiy dabei vollauf überzeugte und einen Shutout feiern durfte, wird er am Mittwoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Boston nicht wieder direkt zum Einsatz kommen. Sein Vertreter Peter Budaj unterlag bei seinem letzten Einsatz am 25. November mit den 'Bolts' bei den Penguins in Pittsburgh. Dort kassierte er gleich fünf Gegentreffer, lag nur bei einer Fangquote von mageren 85,3%. Wollen die Lightning in Boston bestehen, zumindest am Ende etwas Zählbares mitnehmen, dann brauchen sie an diesem Abend mehr von ihrem Backup. Man darf gespannt sein, ob sich das Team gegen die Bruins wieder auf seinen Torhüter so sehr verlassen kann wie am Dienstag in Buffalo.

Kann Duchene in Montreal direkt für Ottawa nachlegen?

Nach ihrer 1:2-Heimpleite gegen die New York Islanders am Samstag, versuchen die Ottawa Senators nun auswärts wieder zuletzt verlorenen Boden in der Tabelle gutzumachen. Ob es dabei ein Vorteil für das Team ist, dass sie ausgerechnet beim Traditionsteam der Montreal Canadiens anzutreten haben, welches zuletzt zwei Siege einfahren konnte, das muss sich am Mittwoch jedoch erst erweisen. Mit einer Statistik von 8-8-6, darunter auch noch die beiden Erfolge in Stockholm gegen die Colorado Avalanche, liegen die Teilnehmer am Eastern Conference-Finale aus dem Frühsommer aktuell noch weit hinter den eigenen Ansprüchen. Irgendwie kommen die Senators bisher nicht wirklich ins Rollen, verlor zuletzt gar in Serie. Den einzigen Treffer für Ottawa am Samstag erzielte Neuzugang Matt Duchene, der vor der Stockholm-Reise zum Team stieß, und nun erstmals für sein neues Team traf. Der Bann ist also gebrochen. Kann er in Montreal direkt nachlegen?

Montreal startet kleine Serie gegen Rivalen

Drei Spiele gegen direkte Divisionsrivalen in den nächsten vier Tagen erwarten aktuell die Montreal Canadiens. Zunächst treffen sie am Mittwoch auf die Senators, welche nicht gerade in einer Erfolgsphase sind. Donnerstag und Samstag kommt es noch zu zwei Kräftemessen mit den Detroit Red Wings. Zunächst auswärts, am Samstag dann daheim. Das Spiel gegen Ottawa ist das erste beider Teams gegeneinander seit dem 8:3-Sieg der Canadiens am 30. Oktober im Canadian Tire Centre. Die Senators werden sich für diese bittere Pleite revanchieren wollen, zudem endlich ihre bereits sechs Spiele anhaltende Sieglosserie beenden wollen. Nach zuletzt zwei doppelten Punktgewinnen in Folge sehen die 'Habs' dem Treffen vergleichsweise optimistisch entgegen.

Kapitän Max Pacioretty betont jedoch, dass die Tabelle für sein Team aktuell nicht entscheidend ist: "Darauf achten wir nicht. Entscheidender ist für uns vielmehr, dass es ein direkter Divisionsrivale ist. Dass ist immer etwas Besonderes. Es wird ein körperbetontes Spiel werden, sehr emotional zugehen. Diese Begegnungen sind stets herausfordernd."

Ducks auf der Suche nach dem Glück in St. Louis

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit treffen am Mittwoch die Anaheim Ducks und die St. Louis Blues aufeinander. Die Blues besiegten die Minnesota Wild am Samstag mit 6:3. In ihren letzten drei Begegnungen erzielten die Jungs aus St. Louis damit 13 Tore, sahen ihren Sturm deutlich verbessert. Nun steht endlich die Rückkehr von Patrik Berglund in den Kader an, welcher wieder mit dem Team trainierte, nachdem er im Juni an der Schulter operiert wurde. "Er sah gut aus im Training", betonte auch Trainer Mike Yeo. "Wir entscheiden das kurzfristig, aber ich bin optimistisch, dass er am Mittwoch spielen kann."

Die Ducks verloren ihre letzten vier Spiele (0-3-1). Am Montag kassierte das Team eine 3:7-Klatsche gegen die Chicago Blackhawks im United Center. Trainer Randy Carlyle war vor allem unzufrieden mit dem Körpereinsatz seiner Jungs. "Wir waren nicht voll dabei, haben nicht richtig gegengehalten. Sie haben uns damit rasch frustriert. Das darf uns so nicht passieren."
In der Vorsaison sammelten die Blues gegen die Ducks immerhin fünf Zähler in drei Spielen (2-1-0). Gerade daheim sieht die Bilanz für St. Louis gegen Anaheim positiv aus. In den letzten 14 Spielen können sie eine 10-2-2 vorweisen. Ob sich das am Mittwoch verschlechtern wird?

Andrighetto zurück in der Top-Reihe der 'Avs'

Die Avalanche setzen ihre Serie von fünf Heimspielen mit einem Spiel gegen die Winnipeg Jets fort. Verzichten müssen sie dabei auf Kapitän Gabriel Landeskog, der für einen harten Check gegen Matthews Tkachuk von den Calgary Flames in der 16. Minute des Eröffnungsdrittels am Samstag nachträglich für vier Begegnungen gesperrt wurde und für diesen Zeitraum laut Reglement auch auf sein Gehalt verzichten muss. "Ich will wirklich niemanden verletzen, wenn ich da rausgehe", bedauert Landeskog die Entscheidung. "Ich spiele eben grundsätzlich hart. Doch ich gebe niemandem hier eine Schuld. Ich muss selber dazulernen."

Video: Global Series: Andrighetto trifft aus spitzem Winkel

Der 25-jährige Schwede wird seiner Mannschaft damit nicht nur gegen die Jets fehlen. Auch die folgenden Aufeinandertreffen gegen die New Jersey Devils, die Dallas Stars und die Buffalo Sabres wird er versäumen, bevor er am 7. Dezember gegen die Tampa Bay Lightning wieder mitwirken darf. Trainer Jared Bednar wird daher den Schweizer Sven Andrighetto in die von Nathan MacKinnon angeführte Top-Reihe mit Mikko Rantanen hochziehen. Dies kündigte er bereits nach dem Training vom Dienstag an. "Ich denke, dass das eine tolle Gelegenheit für Andrighetto sein wird. Er wird auch wieder für uns im Powerplay zum Einsatz kommen. Er dürfte erfolgshungrig sein, schätze ich. Sven wird uns überzeugen."

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