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23.12. Spiel-Vorschau: Steckt St. Louis in der Krise?

Wie verkraftet Washington die Niederlage gegen Arizona und kann sich St. Louis aus der Niederlagenserie befreien?

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Washington Capitals dominierten die Liga in ihren letzten zehn Auftritten fast nach Belieben und gewannen acht von zehn Spielen. Gegen die Arizona Coyotes, den abgeschlagenen Letzten der Liga, musste man sich am Vortag jedoch geschlagen geben. Trotz zweimaliger Führung der Caps gewannen die Yotes in der letzten Minute der Overtime. Wie verkraftet Washington die überraschende Niederlage? St. Louis steckt in der Krise oder ist zumindest auf dem besten Weg dorthin. Nach drei Niederlagen in Folge muss das eigentliche Top-Team gegen Vancouver wieder in die Erfolgsspur finden.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Wie verkraftet Washington die Niederlage gegen Arizona?

Wenn man mit acht Siegen im Rücken zum abgeschlagenen Tabellenletzten reist, der die vorangegangenen sieben Spiele nicht gewinnen konnte, dann erwartet man einen Erfolg. Die Washington Capitals mussten vergangene Nacht auf die harte Tour lernen, dass in dieser Liga kein Gegner zu unterschätzen ist. Der Ausgleich kurz vor Schluss und der Siegtreffer der Arizona Coyotes dürfte dem Team aus der Hauptstadt noch im Kopf herumschwirren, wenn sie heute bei den Las Vegas Golden Knights antreten. Die Wüstenstädter hatten in der vergangenen Nacht spielfrei, sind also erholt und mit drei Siegen in Folge aktuell hervorragend aufgelegt. Es treffen, die letzten zehn Partien betrachtet, zwei der heißesten Teams der Liga aufeinander. Die Caps mit acht Siegen (8-1-1) und die Knights mit sieben Erfolgen (7-2-1) werden sich in der Wüste Nevadas sicherlich ein heißes Duell liefern, bei dem es für die Caps darauf ankommen wird, mehr Offensive zu generieren, als am Vortag mit lediglich 17 Schüssen auf das gegnerische Gehäuse.

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Drei Niederlagen in Folge - St. Louis in der Krise?

Drei Niederlagen in Folge sind eine ungewohnte Situation für die in dieser Saison erfolgsverwöhnten St. Louis Blues. Bei den Vancouver Canucks müssen die Blues zeigen, dass sie wirklich ein Spitzenteam der Liga sind und sich aus der aktuellen Situation befreien. Die Bilanz von 5-5-0 aus den letzten zehn Spielen liest sich durchschnittlich, ist für die im Verlauf der Saison gezeigten Leistungen der Blues jedoch unbefriedigend. Die Verletzung von Jaden Schwartz nagt noch immer an den Blues, die den Verlust des, bis zu seinem Ausscheiden, Topscorers nicht vollständig kompensieren können. Ein Torschnitt von 1,29 pro Spiel seit der Verletzung des 25-jährigen Kanadiers ist eindeutig zu wenig und wird gegen die, ebenfalls von Ausfällen geplagten, Nucks nicht zu einem Sieg reichen. Nach der Rückkehr von Brock Boeser fehlen dem Team aus British Columbia mit Bo Horvart und Sven Baertschi noch immer zwei ihrer drei punktbesten Spieler.

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Beendet Kane mit seinem 300. NHL-Treffer New Jerseys Siegesserie?

Patrick Kane kann beim Gastspiel seiner Chicago Blackhawks gegen die New Jersey Devils seinen 300. NHL-Treffer erzielen und eine der aktuell längsten Siegesserien beenden. Mit drei Erfolgen am Stück sind die Devils derzeit auf dem Weg sich in die Tabellenspitze vorzuarbeiten. Nach dem Shootout-Erfolg gegen den Rivalen, die New York Rangers, streben die Devils nun nach mehr und wollen auf der Erfolgswelle weiterreiten. Schließlich gilt die Aussage von Devils Stürmer Blake Coleman: "Wenn man heiß ist, ist man heiß." nicht nur für Stürmer Brian Boyle, mit sieben Punkten in den letzten drei Spielen, sondern auch für die Devils mit ihren drei Erfolgen in Serie. Neben dem Scoring von Boyle werden die Devils auch auf eine gute Leistung ihres Goalies angewiesen sein, haben die Hawks nach dem null-Tore Spiel gegen die Dallas Stars doch einiges gut zu machen. Sollte Kane sein 300. Tor erzielen können, wird es umso schwerer für die Devils den vierten Sieg in Serie einzufahren.

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Wer gewinnt das Atlantic-Division-Battle?

Sieben bzw. zehn Punkte Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz im Osten. Das ist der aktuelle Stand für die Kontrahenten in Sunrise am heutigen Tag. Es treffen die beiden Atlantic-Division-Teams, die Florida Panthers und die Ottawa Senators aufeinander. Ein divisionsinternes Duell ist immer von großer Bedeutung, geht es doch unmittelbar um die Teilnahme an den Playoffs. Der direkte Vergleich ermöglicht es, sich in der Tabelle der Division abzusetzen oder aufzuschließen. Für die Panthers und die Sens ist die Bedeutung des Spiels noch größer, geht es doch darum sich weiter Hoffnungen auf einen der Wildcard-Spots machen zu dürfen. Beide Teams wussten in den letzten zehn Spielen eher nicht zu überzeugen. Florida konnte mit vier Siegen immerhin einmal öfters gewinnen als Ottawa. Die Panthers gehen mit zwei Erfolgen in Serie in die Begegnung, ob die Jungs aus Florida den Arbeitssieg gegen die Minnesota Wild konditionell gut überstanden haben und auf der Erfolgswelle weiter reiten können wird sich zeigen.

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Philadelphia Flyers - starker Underdog im Duell der Metropolitan Division

In der Metropolitan Division erwarten die Columbus Blue Jackets die Philadelphia Flyers zum Duell. Die Voraussetzungen scheinen klar geregelt zu sein, trifft doch mit den Jackets der Divisionsdritte auf den Letzten. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass der vermeintliche Underdog aus Pennsylvania dem tabellarischen Favoriten durchaus gefährlich werden kann. In den letzten zehn Spielen konnten die Flyers sieben Siege einfahren und ihren Rückstand erheblich verkürzen. Die Blue Jackets mussten mit nur vier Siegen im gleichen Zeitraum hingegen Federn lassen. In der Metropolitan Division, in der nur neun Punkten den Ersten aus Washington und den Letzten trennen, geht es am engsten in der Liga zu. Flyers und Blue Jackets trennen aktuell lediglich sieben Zähler von den Flyers und bei der aktuellen Form beider Teams ist es nicht unwahrscheinlich, dass es nach der Schlusssirene des direkten Aufeinandertreffens nur noch fünf sind, auch wenn die starke Heimbilanz (13-6-0) des Teams aus Ohio eher gegen dieses Szenario spricht.

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Die weiteren Spiele vom Samstag:

Montréal@ Edmonton

Wenn die Montreal Canadiens zum zweiten kanadischen Duell binnen 24 Stunden, nach dem Erfolg in Calgary, bei den Edmonton Oilers antreten geht es um die Fortsetzung einer der beiden Siegesserien. Montreal kommt mit zwei Siegen im Rücken in den Norden Albertas und muss gegen die seit drei Partien ungeschlagenen Oilers konzentrierter spielen als am Vortag in Calgary, wo man beinahe noch eine 3:0-Führung aus der Hand gab.

Minnesota@ Tampa Bay

Die Tampa Bay Lightnings ziehen einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze und empfangen die Minnesota Wild mit dem klaren Ziel ihren Abstand zu den Verfolgern weiter auszubauen. Acht Siege aus den letzten Spielen und eine Heimbilanz von 14-2-1 sprechen klar für die Bolts als Sieger. Doch auch die Wild mit sechs Siegen aus den letzten zehn Spielen sind nicht zu unterschätzen.

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Toronto@ NY Rangers

Die New York Rangers konnten in acht der letzten zehn Spiele punkten (6-2-2), mussten sich jedoch zuletzt nach Penaltyschießen den New Jersey Devils geschlagen geben. Wenn die Toronto Maple Leafs bei den Broadway Blueshirts gastieren, können sie möglicherweise wieder auf Topscorer Auston Matthews zurückgreifen, der nach überstandener Gehirnerschütterung wieder am Training teilnahm.

Colorado@ Arizona

Nach sieben sieglosen Spielen konnten die Arizona Coyotes am Freitag den lang ersehnten Erfolg gegen die Washington Capitals feiern. Mit den Colorado Avalanche gastiert in Glendale ein vermeintlich einfacherer Gegner. Es wird für die Yotes auch wieder auf Christian Fischer ankommen, jenen Spieler, der sich "seit dem 1. Oktober am meisten verbessert hat.", wie Arizonas Coach Rick Tocchet meinte.

Nashville@ Dallas

Die Nashville Predators mussten mit zwei Niederlagen in Folge den direkten Kontakt zur Ligaspitze abreisen lassen und wollen mit einem Sieg bei den Dallas Stars die Fortsetzung einer Negativserie vermeiden. Mit den Stars wartet auf Smashville jedoch ein undankbarer, da heimstarker (11-4-1) Gegner, der beim 4:0-Shutout-Erfolg gegen die Chicago Blackhawks viel Selbstvertrauen getankt hat.

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Los Angeles@ San Jose

Das kalifornische Duell zwischen den L.A. Kings und den San Jose Sharks verspricht nicht unbedingt Besinnliches. Wenn die Kings zum Rivalen aus San Jose reisen, geht es für sie darum den Kontakt zum Spitzenreiter aus Tampa Bay zu halten. San Jose hingegen spürt den Atem Calgarys im Nacken und möchte den dritten Platz in der Division verteidigen.

Detroit@ Boston

Die Boston Bruins empfangen, mit drei Siegen im Rücken, die Detroit Red Wings zum vorweihnachtlichen Duell. Bruins Goalie Tuukka Rask wünscht sich sicher, dass er anschließend, wie zuletzt gegen Winnipeg, erneut sagen kann, dass er sich "nicht zu beschäftigt gefühlt hat". Sollte dies der Fall sein, so kann sich Boston vermutlich über zwei Punkte unter dem Weihnachtsbaum freuen.

Winnipeg@ NY Islanders

Mit nur drei Siegen aus den letzten Spielen mussten die New York Islanders den Stadtrivalen, die Rangers, in der Tabelle passieren lassen. Nun empfangen sie mit Winnipeg ein Team, dass in dieser Zeit ebenfalls nur vier Erfolge einfahren konnte. Sollte Thomas Greiss zum Einsatz kommen, wäre dies sein 200. NHL-Spiel.

Anaheim@ Pittsburgh

325 NHL-Spiele dauerte es, ehe Hampus Lindholm seinen ersten NHL-Hattrick erzielen konnte. Wenn seine Anaheim Ducks bei Pittsburgh Penguins antreten, werden vermutlich eher seine Defensivqualitäten gefordert sein, gilt es doch die potente Offensive der Stahlstädter um Sidney Crosby, Phil Kessel und Evgeni Malkin unter Kontrolle zu bringen.

Buffalo@ Carolina

Die Buffalo Sabres konnten am Vortag die zuletzt gut aufgelegten Philadelphia Flyers bezwingen und reisen nun zu den Carolina Hurricanes. Während für die Sabres der Playoffzug schon abgefahren ist, schnuppern die Canes im Osten wieder an einem Wildcard-Platz. Um den Sprung über die Linie demnächst zu schaffen, müssen aber Spiele gegen Underdogs gewonnen werden.

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