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23.1. Spiel-Vorschau: Duelle auf Augenhöhe

Capitals gastieren in Toronto, Predators statten Vegas einen Besuch ab und Niederreiter begegnet Bärtschi in Vancouver

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Sechs Partien stehen am Mittwochabend auf dem Programm. Die Washington Capitals möchten bei Toronto Maple Leafs zeigen, dass ihr Torhunger vom Vortag noch nicht gestillt ist und ihre Talfahrt beenden. Die Arizona Coyotes würden gerne ihre Punktejagd fortsetzen, die Colorado Avalanche Platz drei in der Central Division zurückerobern und in Las Vegas kommt es zum Topspiel der Western Conference zwischen den Vegas Golden Knights und den Nashville Predators. Eine Schweizer Zusammenkunft findet in Vancouver statt.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Niederlagenserien beenden

Grund zur Wiedergutmachung haben sowohl die Washington Capitals (27-16-6) wie auch die Toronto Maple Leafs (29-17-2) zu genüge, wenn sie in der Scotiabank Arena der kanadischen Eishockeyhochburg gegeneinander antreten.

Die Maple Leafs verloren ihre vier letzten Heimauftritte und gewannen im Januar nur drei von neun Partien (3-6-0). Auston Matthews prangerte nach der jüngsten 2:4-Pleite gegen die Coyotes an, dass sie zu viele kleine Fehler machen, die zu Gegentoren führen und dass sie es nicht schaffen, über die vollen 60 Minuten ihre Leistung abzurufen.

Noch schlechter sieht die Bilanz der seit sechs Spielen sieglosen Gäste aus (0-4-2). Trotz eines Hattricks ihres Teamkapitäns Alex Ovechkin und einer zweimaligen Zwei-Tore-Führung reichte es für die Capitals gegen die San Jose Sharks (6:7 OT) nur zu einem Punkt. Ganz bitter: Erst in der Schlusssekunde der regulären Spielzeit des wilden Schlagabtauschs kassierte Washington den Ausgleich.

Mit Ovechkin (36) und John Tavares (30) treffen zwei von vier Spieler aufeinander, die in der laufenden Saison bereits die 30-Tore-Marke erreicht haben.

Video: SJS@WSH: Ovechkin kommt zum dritten Saison-Hattrick

Auswärtsstärke erneut beweisen

Die Zeiten, in denen die Arizona Coyotes (23-22-4) ein gern gesehener Gast in fremden Arenen waren, sind längst vorbei. Die Montreal Canadiens (27-18-5) dürften vor den Coyotes gewarnt worden sein, die dem Bell Centre in der frankokanadischen Metropole einen Besuch abstatten. Von seinen fünf Auswärtsspielen in diesem Jahr, gewann der Tabellenelfte der Western Conference vier (4-1-0) und darf sich, bei einem Rückstand von zwei Punkten auf einen Wildcard-Platz, wieder Hoffnungen auf die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs machen.

Als Erfolgsgarant der Coyotes erwies sich Schlussmann Darcy Kuemper. Mit ihm im Kasten, punkteten sie acht Spiele in Folge (6-0-2), zuletzt am Dienstag beim 3:2-Erfolg in Ottawa sogar doppelt. Wird Coach Rick Tocchet seinem Goalie eine Verschnaufpause gönnen? Es wäre ein riskantes Manöver, denn Backup Calvin Pickard bestritt in dieser Saison für die Coyotes noch kein Spiel.

Fraglich ist der Einsatz von Coyotes Kapitän Oliver Ekman-Larsson, der die Partie gegen die Ottawa Senators aufgrund einer Verletzung im unteren Körperbereich vorzeitig beenden musste.

 

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Kampf um Platz drei

Durch ihren 4:2-Auswärtserfolg gegen die Golden Knights und der gleichzeitigen 1:4-Heimniederlage der Colorado Avalanche (22-19-8) gegen die Predators, übernahmen die Minnesota Wild (25-21-3) vor zwei Tagen den dritten Platz in der Central Division. Diesen können sich die Avalanche zuhause im direkten Aufeinandertreffen mit den Wild zurückerobern, sollten sie die Begegnung bereits in den regulären 60 Minuten für sich entscheiden.

Wilds Torwart Devan Dubnyk nannte ein vermeintlich einfaches Erfolgsrezept, wie man auswärts gewinnt: "Man darf den heimischen Fans wenig Grund geben, laut zu werden. Wenn man kämpft und ackert, egal ob du triffst oder nicht, dann nimmst du das Publikum aus dem Spiel."

Die Avalanche dürften sich damit einverstanden geben, solange es Minnesota nicht gelingt Mikko Rantanen, Nathan MacKinnon oder Gabriel Landeskog in den Griff zu bekommen.

Erfolgsgeschichte weiterschreiben

Den Vegas Golden Knights (29-18-4) fehlt noch ein Sieg, um einen weiteren Eintrag in die NHL-Geschichtsbücher zu bekommen. Sie wären dann das erste Franchise, das in jeder seiner ersten zwei Spielzeiten mindestens 30 Spiele für sich entschied. Saisonübergreifend liegen die Golden Knights mit ihren 80 Siegen bereits um 16 vor dem bisherigen Rekordinhaber (St. Louis Blues: 27 in 1967/68 und 37 in 1968/69).

Etwas dagegen haben, dürften die Nashville Predators (29-18-4), die in der T-Mobile Arena von Las Vegas ihre Visitenkarte abgeben und an ihre Leistung vom Colorado-Spiel anknüpfen möchten, nachdem sie zuvor zwei Niederlagen hintereinander kassiert hatten.

Video: NSH@COL: Josi verwertet Watsons Vorlage

"Für unser Spiel ist es wichtig, dass wir das erste Tor in einer Partie erzielen", wusste Nick Bonino, der Schütze des 1:0 in Denver zu berichten. Gegen die drittbeste Defensivabteilung (137) in der Western Conference wird das kein leichtes Unterfangen.

Niederreiter gegen Bärtschi

Früher als noch vor sieben Tage erwartet, treffen die zwei Eidgenossen Nino Niederreiter und Sven Bärtschi aufeinander. Die Carolina Hurricanes (23-20-6) beenden ihre drei Spiele umfassende Auswärtstour durch den Westen Kanadas mit einem Gastauftritt in der Rogers Arena der Vancouver Canucks (23-21-6).

Am vergangenen Donnerstag hatte sich Carolina die Dienste von Niederreiter gesichert. Der mit den Wild ausgehandelte Deal könnte sich für die Hurricanes auszahlen: Niederreiter bekam bei seinen ersten drei Auftritten bereits reichlich Eiszeit und steuerte dem 7:4-Sieg in Edmonton zwei Tore bei.

 

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Auch die Ausbeute von Bärtschi kann sich sehen lassen. In den zehn Partien nach seiner Verletzungspause gelangen ihm vier Tore und zwei Assists. Seit fünf Spielen sind die Canucks zuhause in der regulären Spielzeit ungeschlagen (3-0-2) und befinden sich mit 52 Punkten mitten im Rennen um einen Playoff-Platz im Westen wie die Hurricanes im Osten.

Das weitere Spiel am Mittwoch:

St. Louis @ Anaheim

Die St. Louis Blues (21-22-5) mussten zuletzt ebenso einen Dämpfer hinnehmen wie die Anaheim Ducks (21-20-9). Die Blues unterlagen in L.A. den Los Angeles Kings mit 3:4 und die Ducks verloren bei den New York Islanders mit 0:3 nachdem sie zuvor zwei Spiele hintereinander gewonnen hatten. Für St. Louis ist es, angesichts eines Rückstands von vier Punkten auf die Ducks und von fünf auf eine Wildcard, fast schon Pflicht, aus dem Orange County etwas Zählbares mitzunehmen, um nicht wieder den Anschluss zu verlieren.

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