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2.2. Spiel-Vorschau: Neue Reihe für Draisaitl?

Die Edmonton Oilers experimentierten in der einwöchigen Pause mit neuen Offensivformationen, Maple Leafs möchten ihre Form finden

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Pausen der NHL-Teams vor und nach dem All-Star-Wochenende sind beendet und alle Teams greifen wieder in den Kampf um die Playoffs ein. Während manche Mannschaften sich verstärken, versuchen andere, wie die Edmonton Oilers, durch taktische Änderungen den Umschwung zu schaffen. Ob die im Training getesteten neuen Offensivreihen jedoch auch so auflaufen werden steht in den Sternen. Auch ungewiss ist die Form der Toronto Maple Leafs, die fünf von sieben Matches verloren und jetzt gegen die Pittsburgh Penguins versuchen, den Hebel umzulegen.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Gehen die Serien in Philadelphia und Edmonton weiter?

Im Wells Fargo Center von Philadelphia treffen die Philadelphia Flyers auf die Edmonton Oilers. Beide Teams befinden sich derzeit in einer Serie. Während die Oilers seit drei Partien auf einen Sieg warten, hält der Aufwärtstrend der Flyers seit sechs Matches an.

Leon Draisaitl weiß was auf Edmonton zukommt: "Es ist kein Geheimnis, dass Philly einen Schritt weiter ist als wir, aber wir müssen sichergehen, dass wir strukturiert sind, unser Spiel spielen, es einfach halten und in den ersten zehn Minuten alles geben. Es wird schwer, aber in dieser Liga ist jedes Spiel hart. Es wird eine großartige Herausforderung."

Ob die Oilers in Philadelphia wieder auf die Dienste von Oskar Klefbom zählen können ist ungewiss. Der Verteidiger trainiert erst seit dem 31. Januar wieder mit vollem Körperkontakt. Im Training probierte Edmontons Coach Ken Hitchcock neue Offensivformationen aus. Hierzu teilte er die Topreihe mit Connor McDavid, Ryan Nugent-Hopkins und Draisaitl auf.

Nach ihrer gut einwöchigen Pause werden die Oilers jeden Trumpf nutzen müssen, um ihre Niederlagenserie zu beenden.

 

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Kommt Toronto wieder in Form?

Die Toronto Maple Leafs empfangen die Pittsburgh Penguins und sind nach einer weiteren Niederlage am Freitag auf der Suche nach ihrer Form. Das 2:3 n.V. in Detroit war ihre fünfte verlorene Partie aus den vergangenen sieben Spielen. Für eine der Top-Mannschaften erfüllen nur vier Erfolge aus zehn Matches (4-5-1) nicht die eigenen Erwartungen.

Mit der Verpflichtung von Jake Muzzin von den Los Angeles Kings stiegen die Hoffnungen der Leafs Fans weiter. Das Team um Superstar Auston Matthews sollte in den Playoffs eine entscheidende Rolle spielen. Gegen die Penguins gilt es jedoch die hierzu notwendige Form wiederzufinden. Das bislang letzte Aufeinandertreffen beider Teams in Toronto am 18. Oktober, sollte für die Maple Leafs ein weiterer Motivationsschub sein. Das Duell endete 3:0 für die Penguins.

Wie kommen die Blues aus der Pause?

Nach einer zehntägigen Pause schnüren die St. Louis Blues am Samstag wieder die Schlittschuhe, um bei den Columbus Blue Jackets aufzulaufen. Zwei Trainingseinheiten hatten die Blues nach ihrer spielfreien Zeit.

Cheftrainer Craig Berube war mit deren Verlauf sehr zufrieden: "Ich denke, dass das zwei gute Trainings waren. Die Mannschaft hat hart gearbeitet. Die Ausführung war bestens." Mit nur drei Punkten hinter dem begehrten Wildcard-Platz benötigen die Blues gute Eiszeiten, um sich das Selbstvertrauen für die kommenden Partien zu holen.

Mit den Blue Jackets trifft St. Louis auf einen optimalen Gegner: Columbus verlor beide Matches nach dem All-Star Game und muss gegen die Enttäuschung ankämpfen. Das sah auch Trainer John Tortorella nach der Niederlage gegen die Winnipeg Jets am Donnerstag so: "Es ist hart für das Team, das ist klar. Sie haben hart gespielt und einen viel besseren Job abgeliefert, als wir es erwartet hatten. Es tut weh, ohne Punkte geblieben zu sein.

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Sollten Ryan O'Reilley (299 Assists) und Brayden Schenn (199 Assists) ihre NHL-Meilensteine durch ein weiteres Zuspiel erreichen, dürfte es für die Blue Jackets schwer werden, die Punkte in der Nationwide Arena zu behalten.

Wie reagiert Minnesota auf die erste Niederlage nach drei Siegen?

Mit den Chicago Blackhawks und den Minnesota Wild duellieren sich am Samstag zwei Teams die bereits am Vortag aktiv waren. Während die Blackhawks nicht nur einen Erfolg, sondern auch den 900. NHL-Punkt von Patrick Kane feiern konnten, mussten die Wild das Ende ihrer drei Matches unfassenden Siegesserie hinnehmen.

Nur 22 Abschlüsse und ein Tor konnten die Wild gegen die Dallas Stars am Freitag zu Papier bringen. Auch die starke Leistung von Goalie Devan Dubnyk, der 30 Schüsse abwehrte, genügte nicht um gegen Dallas zu punkten.

Die Blackhawks kommen mit drei Erfolgen hintereinander nach St. Paul und wollen ihre Serie fortsetzen. Auch wenn ein Blick auf die Tabelle etwas anderes vermuten lässt, dürften die deutlich hinter den Wild liegenden Blackhawks gute Chancen haben, ihre Serie weiter auszubauen.

 

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Klettert Montreal auf Rang drei in der Atlantic Division?

Im Bell Center zu Montreal gastieren die New Jersey Devils bei den Montreal Canadiens. Die Ausgangslage der beiden Teams aus dem Osten könnte kaum unterschiedlicher sein. Die Devils haben bereits 14 Zähler Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz. Die Canadiens stehen mitten im Playoff-Rennen. Mit 61 Punkten liegen sie gleichauf mit den Boston Bruins, die derzeit den dritten Rang in der Atlantic Division innehalten.

Mit einem Sieg gegen New Jersey könnten die Habs an den spielfreien Bruins vorbeiziehen. Die Canadiens gehen durchaus als Favorit in die Begegnung, sie konnten in dieser Saison mit ihrer jungen Mannschaft überraschend überzeugen. Andererseits ging das bisher einzige Saison-Aufeinandertreffen beider Teams, am 21. November im Prudential Center, an die New Jersey Devils. Die Canadiens werden alles daran setzen, Revanche zu nehmen, um sich wieder unter den Top-Drei der Division zu platzieren.

Die weiteren Spiele vom Samstag:

Anaheim @ Winnipeg
Nach der einwöchigen Pause beginnt für die Anaheim Ducks bei den Winnipeg Jets ein fünf Partien andauernder Auswärtsmarathon. Für die vom Verletzungspech geplagten Ducks gibt es gute Nachrichten: Die Stürmer Corey Perry, Jakob Silverberg und Patrick Eaves konnten wieder trainieren und könnten im Verlauf des Roadtrips wieder zur Mannschaft stoßen.

Detroit @ Ottawa
Im Kellerduell der Atlantic Division gastieren die Detroit Red Wings bei den Ottawa Senators. Beide Teams mussten bereits am Vortag antreten. Detroit siegte nach Verlängerung gegen die Toronto Maple Leafs und vergrößerte damit den Abstand auf die letztplatzierten Senators. Die Kanadier unterlagen den Pittsburgh Penguins und verloren zum dritten Mal in Serie.

Vegas @ Florida
Die Vegas Golden Knights möchten bei den Florida Panthers ihre Achterbahn-Saison beenden und ihre Ausgangsposition für die Playoffs verbessern. Nach einem holprigen Saisonstart schaffte der stanley Cup Finalist 2018 den Umschwung und kletterte auf Rang drei der Pacific Division. In den vergangen drei Matches mussten die Golden Knights jedoch drei Niederlagen einstecken. Die ebenfalls schwächelnden Panthers sollten der geeignete Gegner sein, um wieder in die Spur zu finden.

Los Angeles @ NY Islanders
Im Nassau Veterans Memorial Coliseum treffen die Los Angeles Kings auf die New York Islanders. Die Kings dürften die Spielzeit abgeschrieben haben und sich auf den Neuaufbau fokussieren, dafür spricht auch der Trade von Jake Muzzin nach Toronto.

Die Islanders mausern sich hingegen mit der besten Defensive der Liga zum Geheimfavoriten. Am Freitag mussten sie sich nur knapp mit 0:1 nach Penaltyschießen den Tampa Bay Lightning geschlagen geben. Herausragender Spieler war Thomas Greiss, der seinen zweiten Shutout in seinen vergangenen drei Starts zeigte. Ob auch gegen die Kings wieder Greiss zwischen den Pfosten steht, bleibt abzuwarten.

Video: TBL@NYI: Greiss vereitelt Points frühe Chance

Dallas @ Nashville
Im Duell der Seriensieger empfangen die Nashville Predators die Dallas Stars. Beide Kontrahenten konnten ihre vergangenen drei Matches gewinnen und kämpfen nun darum, ihre Serien am Laufen zu halten. Für die Predators sind die jüngsten Erfolge wichtig für das Selbstvertrauen, brachen doch das Team nach einem furiosen Saisonstart etwas ein. In Hinblick auf die Playoffs kommt Nashville gerade rechtzeitig in Fahrt.

Tampa Bay @ NY Rangers
Wenn die Tampa Bay Lightning bei den New York Rangers gastieren, geht der Blick der Gäste bereits in Richtung Playoffs. Mit 22 Punkten Vorsprung auf den ersten, nicht für die Playoffs berechtigenden Platz müsste schon Außergewöhnliches passieren, damit sich Tampa Bay nicht qualifiziert. Die Rangers kämpfen mit nur acht Punkten Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz noch um den Einzug in die Schlussrunde. Gegen die Offensivmaschinerie Tampa Bays könnte jedoch die löchrige Defensive zum Problemfall für die Rangers werden.

Vancouver @ Colorado
Im Free Game am Samstag treffen die Vancouver Canucks auf die heimischen Colorado Avalanche. Beide Teams bestreiten das erste Match nach ihrer einwöchigen Pause. Es wird spannend sein zu sehen, wer den besseren Start in den finalen Playoffkampf schafft. Avalanches Trainer Jared Bednar fand die Pause wichtig: "Ich denke es war wirklich gut. Ich denke es war gut für ein paar Tage Abstand zu gewinnen." Besonders für Colorado, das vor der Pause sieben seiner vergangenen zehn Partien abgeben musste, könnte diese Partie ein Neuanfang sein.

Arizona @ San Jose
Nach dem All-Star Spiel kehrt in San Jose wieder der Alltag ein. Die San Jose Sharks empfangen die Arizona Coyotes zum ersten Kräftemessen beider Teams nach der einwöchigen, spielfreien Zeit. Arizona liegt nur zwei Zähler hinter dem letzten zur Playoffteilnahme berechtigenden Platz und muss beim Drei-Spiele-Auswärtstrip erfolgreich sein, damit sie den Kampf um die Schlussrunde offen halten. Mit den San Jose Sharks wartet auf die Coyotes eines der besten Teams der Liga und ein wahrer Prüfstein für ihre Playoff-Ambitionen.

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