Skip to main content

2.12. Spiel-Vorschau: Ost gegen West

Vier Teams aus der Western Conference gastieren im Osten und die Hurricanes begeben sich in L.A. auf Punktejagd

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Zu fünf Conference-übergreifenden Aufeinandertreffen kommt es am Sonntag. Im Osten gastieren die Anaheim Ducks, die San Jose Sharks, die Winnipeg Jets sowie die Colorado Avalanche, während die Carolina Hurricanes ihre Visitenkarte an der Westküste gegen die Los Angeles Kings abgeben. Die Chicago Blackhawks werden zuhause gegen die Calgary Flames versuchen, ihre Talfahrt zu beenden.

Fünf Aspekte, auf die es zu achten gilt:

Capitals möchten noch einen draufsetzen

Die Washington Capitals (15-7-3) sind nach sieben Siegen in Folge dort angekommen, wo sie sich am liebsten sehen - an der Tabellenspitze der Metropolitan Division. Ihre Führungsposition würden sie gerne mit einem weiteren doppelten Punktgewinn ausbauen, wenn sich die Anaheim Ducks (13-10-5) am Sonntagnachmittag (3:00 pm ET) die Ehre in der Capital One Arena geben.

Einen regelrechten Lauf hat auch Washingtons Rechtsaußen Tom Wilson, der in den vergangenen sieben Spielen jeweils punktete (6 Tore, 6 Assists) und seinen Streak fortsetzen möchte. Wilson war für die ersten 14 Saisonspiele der Capitals suspendiert. Am Freitag in der Partie gegen die New Jersey Devils bekam er nach einem Check gegen Brett Seney eine Matchstrafe aufgebrummt, die jedoch keine weitere Spielsperre nach sich zieht.

Die Ducks beenden mit dieser Begegnung ihre Auswärtstour, die mit einer Niederlage und drei Siegen hintereinander äußerst erfolgreich verlaufen ist (3-1-0). 

Video: NJD@WSH: Backstrom mit Hattrick beim Capitals-Sieg

Rangers bauen auf ihre Heimstärke

Nach zwei Auswärtspleiten in Folge wollen die New York Rangers (13-12-2) im heimischen Madison Square Garden gegen die Winnipeg Jets (15-8-2) wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden. Vor allem ihrer Heimstärke haben sie es zu verdanken, dass sie trotz des Neuaufbaus ein Wörtchen um die Vergabe der Playoff-Plätze mitreden. Von ihren acht Heimspielen im November gewannen sie sieben (7-1-0).

Die Jets dürften etwas dagegen haben, dass die Rangers am ersten Advent nicht nur eine Kerze anzünden, sondern ein Feuerwerk abbrennen. Der Tabellendritte der Central Division nahm am Samstag mit einem 4:3-Overtimeerfolg gegen die Devils zwei Punkte aus Newark mit, und das obwohl Patrik Laine nicht getroffen hatte. Zwei Spiele hintereinander ohne Torerfolg blieb der ehrgeizige finnische Jungstar zuletzt vor neun Partien am 11. und 14. November.

Blackhawks zum Siegen gezwungen

Nach drei Niederlagen in Folge und nur zwei gewonnenen Punkten aus ihren letzten sechs Partien (1-5-0) sind die Chicago Blackhawks (9-13-5) auf den drittletzten Platz in der Western Conference abgerutscht und auf jeden Zähler angewiesen, um nicht vollends den Kontakt zu den Playoff-Rängen zu verlieren. Chicagos Kapitän Jonathan Toews wirkte nach der 2:5-Auswärtsniederlage am Samstag gegen die Nashville Predators ratlos: "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das ist frustrierend. Wir wissen, dass wir besser werden müssen. Wir werden an jedem kleinen Detail arbeiten."

 

[Die neuesten Nachrichten aus der NHL auf Twitter bekommst Du bei @NHLde]

 

Mit den Calgary Flames (15-9-2) gastiert der Tabellenerste der Pacific Division im United Center von Chicago. Im November zeigten die Westkanadier in fremden Arenen ihre zwei Gesichter (2-3-0): In vier der fünf Auswärtspartien erzielten sie lediglich einmal zwei Tore, zweimal nur einen Treffer und bei den Vegas Golden Knights blieben sie sogar torlos. Doch in Glendale gegen die Arizona Coyotes entlud sich beim 6:1-Sieg ihr ganzer Frust. Daraufhin holten die Flames drei von vier möglichen Punkten in den Heimspielen gegen die Dallas Stars (3:4 OT) und die Los Angeles Kings (4:1).

Auswärts zahnlose Sharks in Montreal

Die San Jose Sharks (12-10-5) sind ein gern gesehener Gast bei der Konkurrenz. Werden sie auch im Bell Centre bei den Montreal Canadiens (12-9-5) die Punkte liegen lassen? Ihren letzten Auswärtssieg landeten die Sharks am 28. Oktober in Anaheim (4:3 OT). Aus ihren folgenden sechs Auftritten in der Fremde nahmen sie nur einen Zähler mit (0-5-1). Die 2:6-Pleite am Samstag in der kanadischen Hauptstadt gegen die Ottawa Senators war besonders schmerzhaft, wie Trainer Pete DeBoer preisgab. "Es tut uns leid für Erik [Karlsson]. Wir sind von uns selbst enttäuscht. Das war ein wichtiges Spiel für uns. Wir wollten eine Antwort auf die Niederlage [in Toronto] geben, doch dann haben wir die Partie aus der Hand gegeben."

Ein Erfolgserlebnis feierten dagegen die Canadiens, die zuhause dreimal (0-2-1) und insgesamt fünfmal (0-3-2) hintereinander nicht gewonnen hatten, ehe sie die Rangers mit 5:3 auf die Heimreise schickten. Montreals wiedergenesener Abwehrrecke Shea Weber stellte mit seinen ersten zwei Saisontoren unter Beweis, wie wichtig er auch für das Offensivspiel der Frankokanadier ist.

Avalanche sind schwer aufzuhalten

Seit dem 11. November, einem 4:1-Sieg bei den Edmonton Oilers, rollt die Lawine der Colorado Avalanche durch die Stadien. Seit mittlerweile zehn Partien ist das Team von Trainer Jared Bednar in der regulären Spielzeit ungeschlagen (8-0-2). Sechs doppelte Punktgewinne hatten sie nacheinander eingefahren, ehe sie den St. Louis Blues nach Verlängerung mit 2:3 unterlagen. Bednar grämte sich deswegen nicht: "Das war ein wichtiger Punkt. Selbstverständlich hätten wir gerne zwei gehabt, doch manchmal läuft es halt so."

Die Detroit Red Wings dürfen vor eigener Kulisse in der Little Caesars Arena als Nächster den Versuch unternehmen, die Avalanche zu stoppen. In nur einer ihrer letzten sieben Heimpartien blieben die Red Wings punktlos (5-1-1) und zuletzt konnten sie sogar im TD Garden bei den Boston Bruins mit 4:2 gewinnen, wo es für die Red Wings seit dem 14. Oktober 2013 (0-7-2) nicht mehr viel zu holen gegeben hatte. "Das Wichtigste war, dass wir in der eigenen Zone sicher standen", konstatierte Detroits Stürmer Tyler Bertuzzi. Das wird auch gegen die Avalanche vonnöten sein, die mit 97 Toren über die zweitbeste Offensivabteilung der Liga verfügen.

Das weitere Spiele vom Sonntag: 

Carolina @ Los Angeles

Mit zwei Punkten im Gepäck kamen die Los Angeles Kings (9-16-1) von ihrer Auswärtstour durch den Westen Kanadas nach Hause (1-2-0). Nun erwarten sie im Staples Center die Carolina Hurricanes (12-9-4). Durch einen Sieg könnten die Kings als Tabellenletzter der Western Conference nach Punkten mit den Blues gleichziehen. Die Hurricanes würden mit einem Auswärtserfolg wieder einen Playoff-Platz in der Eastern Conference erklimmen.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.