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20.3. Spiel-Vorschau: Auf jeden Zähler kommt es an

In der Metropolitan und der Pacific Division geht es ganz eng zu, unbeschwertes Spitzenspiel in Tampa

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Ein voller Spieltag mit elf Partien findet in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch statt. Um wichtige Zähler im Kampf um die Playoffs geht es für neun von zehn Teams, die sich zumindest Hoffnungen auf einen der zwei Wildcard-Plätze in ihrer Conference machen. Ein weiteres persönliches Erfolgserlebnis könnte der deutsche Stürmer Leon Draisaitl feiern, dem noch ein Zähler zu seinem 200. Scorerpunkt fehlt. Das Spitzenspiel des Tages tragen die Toronto Maple Leafs und die Tampa Bay Lightning aus.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Unbeschwert aufspielen

Die Tampa Bay Lightning (49-19-4) haben sich am Sonntag als erstes Team der Eastern Conference für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert. Die Einzugsfeier dürfte nicht von langer Dauer gewesen sein, denn mit den Toronto Maple Leafs (43-22-7) empfangen sie bereits 48 Stunden danach ein Team, das seinen Lauf von vier Siegen in Folge gerne in der Amalie Arena von Tampa fortgesetzt sehen möchte.

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Unbefreit aufspielen können ebenso die kanadischen Gäste angesichts von 14 Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Playoffplatz. Selbst nach oben geht für die Ahornblätter nicht mehr allzu viel. Die erstplatzierten Lightning haben bereits neun Zähler mehr als die Maple Leafs auf dem Konto und die zweitplatzierten Boston Bruins sind bei einem noch zu absolvierenden Spiel in der Hinterhand um sechs Punkte enteilt.

Torontos erfolgreichster Torschütze James van Riemsdyk (31 Tore, 16 Assists) wird sein 600. NHL-Spiel bestreiten. Die Maple Leafs können in Tampa vielleicht wieder auf ihren verletzten Jungstar Auston Matthews und auf Stammtorwart Frederik Andersen zurückgreifen.

Die zwei Punkte kann jeder gut gebrauchen

Die New Jersey Devils (37-27-8) beenden ihre fünf Spiele umfassende Auswärtstour im SAP Center der San Jose Sharks (40-23-9) und würden gerne mit einem positiven Gefühl die Heimreise antreten. Nach drei Auswärtssiegen hintereinander mussten die Devils mit einer 2:4-Niederlage bei den Anaheim Ducks ihrem Kräfteverschleiß Tribut zollen und nun treffen sie auf ein Team, das zuletzt vier doppelte Punktgewinne in Folge einfuhr.

 

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Die Kontrahenten sind aufgrund der engen Tabellensituation auf jeden Zähler angewiesen. New Jersey belegt den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference und spürt den Atem der Florida Panthers bereits im Nacken und die Sharks möchten gerne ihren zweiten Rang in der Pacific Division gegenüber ihren kalifornischen Nachbarn verteidigen, wobei ihnen zwei Punkte sehr dienlich wären.

Blick in jede Richtung werfen

Während die New York Islanders (30-32-10) nach drei Niederlagen hintereinander und nur einem Sieg aus den letzten zehn Auftritten (1-6-3) ihre Playoff-Felle davonschwimmen sahen, haben ihre kommenden Gäste im Barclays Center, die Pittsburgh Penguins (41-26-5), noch einige Gründe alles zu geben. Der Divisionstitel der Metropolitan Division ist mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Washington Capitals noch durchaus im Machbaren, aber es gilt auch einen Blick nach hinten zu werfen, denn die drittplatzierten Philadelphia Flyers liegen in Lauerstellung und würden nur allzu gerne von einem Ausrutscher ihres Erzrivalen profitieren.

Pittsburghs Teamkapitän Sidney Crosby fehlt noch eine Torvorlage, um bei seinen NHL-Assists die 700 voll zu machen. Mannschaftskollege Evgeni Malkin (40 Tore, 49 Assists) schielt sicherlich auch etwas auf die Art Ross Trophy, die dem punktbesten Akteur verliehen wird. Sein Rückstand auf Nikita Kucherov, dem Liga-Topscorer von den Lightning, beträgt vier Scorerpunkte.

Alleinigen ersten Platz zurückerobern 

Eindrucksvolle 43 Tore in 72 Partien hat Washington Capitals (41-24-7) Teamkapitän Alex Ovechkin in der laufenden Saison bereits erzielen können, doch mit dieser Ausbeute ist er nicht alleine. Ein 19-jähriger Stürmer der Winnipeg Jets schickt sich an, ihm die Maurice 'Rocket' Richard Trophy, die am Saisonende dem besten Torschützen der Liga überreicht wird, streitig zu machen. Laine zog am Sonntag nach Toren mit Ovechkin gleich, doch der Russe hat beim Besuch der Dallas Stars (38-27-8) in der Capital One Arena der US-Hauptstadt wieder die Gelegenheit Boden gut zu machen.

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Die Capitals würden, angesichts ihrer knappen Führung von zwei Punkten an der Tabellenspitze der Metropolitan Division, gerne ein paar Treffer von Ovechkin mitnehmen. 

Dallas befindet sich in der Western Conference außerhalb der Playoffränge könnte aber mit einem Auswärtserfolg nach Punkten wieder Anschluss finden.

Die 200 voll machen

Persönliche Erfolgserlebnisse könnten ein kleiner Trost dafür sein, dass es mannschaftlich in dieser Saison bei den Edmonton Oilers (31-36-5) überhaupt nicht gut gelaufen ist. Leon Draisaitl gelangen in 68 Partien 22 Tore und 40 Assists, nun fehlt ihm noch ein Punkt, um mit 200 Scorerpunkten einen weiteren Meilenstein zu erreichen.

Gelegenheit hierzu bekommt der deutsche Stürmer beim Gastauftritt in der PNC Arena von Raleigh gegen die Carolina Hurricanes (31-30-11), wo er seine 260. NHL-Partie bestreiten wird. Zum Vergleich: Deutschlands Topscorer in der Geschichte der NHL, Marco Sturm, hat 522 Spiele benötigt, ehe er die Marke von 200 knacken konnte.

Die Hurricanes verfügen, bei noch zehn ausstehenden Spielen und einem Rückstand von neun Punkten auf einen Wildcard-Platz, nur noch über eine rein theoretische Chance sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Die weiteren Spiele vom Dienstag:

Columbus @ NY Rangers

Nach acht doppelten Punktgewinnen in Folge sind die Columbus Blue Jackets (40-28-5) auf dem besten Weg sich auch in diesem Jahr für die Stanley Cup Playoffs zu qualifizieren. Columbus Gastgeber, die New York Rangers (32-32-8), hegen zwar keine Playoff-Ambitionen mehr, bewiesen aber in ihren vergangenen Auftritten (5-2-3), dass sie keinesfalls bereit sind Punkte herzuschenken.

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Florida @ Ottawa

Nur 24 Stunden nach ihrem 2:0-Erfolg in Montreal gastieren die Florida Panthers (36-27-7) in der kanadischen Hauptstadt bei den Ottawa Senators (26-34-11) und möchten einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs machen. Mit einem 'Zweier' würden die Panthers bis auf einen Punkt an die New Jersey Devils, die den zweiten Wildcard-Platz innehaben heranrücken.

Los Angeles @ Winnipeg

Aus St. Paul, zu Besuch bei den Minnesota Wild, konnten die Los Angeles Kings (40-27-6) zwei Punkte mitnehmen, warum sollte ihnen das nicht auch bei den heimstarken Winnipeg Jets (43-19-10) gelingen? Mit einem weiteren Sieg würden sich die Kings etwas Luft gegenüber den in der Pacific Division punktgleichen Anheim Ducks verschaffen. Selbst der Vorsprung gegenüber den außerhalb der Playoffränge liegenden Stars ist mit zwei Zählern alles andere als komfortabel.

Philadelphia @ Detroit

Wer zuletzt die Hurricanes und die Capitals bezwungen hat, so wie die Philadelphia Flyers (37-25-11), der dürfte doch gegen die seit zehn Spielen (0-9-1) sieglosen Detroit Red Wings (26-35-11) kein Problem haben. Sollten die Flyers ihre Erfolgsserie fortsetzen können, würden sie Kontakt zu den in der Metropolitan Division zweitplatzierten Penguins halten.

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Colorado @ Chicago

Die Colorado Avalanche (39-25-8) punkteten in neun ihrer letzten zehn Auftritte (6-1-3) und haben mit vier Zählern Rückstand auf die Wild sogar den dritten Rang in der Central Division im Blickfeld. Einen Ausrutscher bei den Chicago Blackhawks (30-34-9) sollten sie sich dennoch nicht leisten, denn die Plätze unterhalb des Playoff-Strichs sind auch nur zwei Punkte entfernt.

Vancouver @ Vegas

Krasser könnten die Vorzeichen kaum sein. Die seit sechs Begegnungen punktlosen Vancouver Canucks (25-38-9) treten als Vorletzter mit der zweitschlechtesten Torausbeute der Western Conference beim Tabellenersten der Pacific Division, den Vegas Golden Knights (46-21-5), dem offensivstärksten Team des Westens an, das zuletzt die Calgary Flames mit 4:0 bezwungen hatte.

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