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17.10. Spiel-Vorschau: Islanders in Kalifornien

Die Rangers sind in Washington gefordert, Blues wollen sich steigern, die Flames den Start nicht verschlafen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Vier Begegnungen mit ihren ganz eigenen Randgeschichten stehen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der NHL auf dem Programm. Die St. Louis Blues wollen ihren enttäuschenden Saisonstart überwinden, die Montreal Canadiens ihre jüngst entdeckte Offensivstärke untermauern. Die im Umbruch befindlichen New York Islanders beginnen ihre Kalifornien-Reise im Honda Center gegen die Anaheim Ducks, die Boston Bruins wollen die Hürde bei den Calgary Flames meistern und zudem fordern die New York Rangers den Stanley Cup Titelverteidiger, die Washington Capitals heraus.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Statistik macht den Blues Mut gegen Montreal

Die St. Louis Blues (1-2-2) gehen selbstbewusst in die Partie bei den Montreal Canadiens (3-1-1). Im Vorjahr entschieden sie beide Begegnungen gegen die Canadiens mit insgesamt 7:4 Toren für sich. St. Louis beendete sogar saisonübergreifend die letzten fünf Auftritte gegen den frankokanadischen Kontrahenten siegreich. Torhüter Jake Allen gewann seine letzten drei Spiele gegen die Canadiens, kassierte dabei 2,33 Gegentore im Schnitt und erreichte eine Fangquote von 91,8%.

Es ist gut möglich, dass den Blues Linksaußen Jaden Schwartz nach seiner Verletzungspause wieder zur Verfügung stehen wird. Er trainierte am Dienstag wieder mit der Mannschaft. Auch Robert Bortuzzo, der das Spiel gegen Anaheim am Sonntag vorzeitig verlassen musste, war beim Training mit dabei.

Video: CGY@STL: Perron mit viertem Hattrick der Karriere

Blues-Trainer Mike Yeo gab sich vor dem Auftritt gegen Montreal optimistisch: "Unser Start war nicht optimal. Wir werden die Augen davor nicht verschließen. Es dauert diesmal offensichtlich etwas länger, bis wir richtig in Schwung kommen. Doch wir werden das hinkriegen. Dieser Road-Trip wird uns auf dem Weg zu alter Leistungsstärke weiterhelfen."

Canadiens setzen auf wiederentdeckte Offensivstärke

Am Montag in der Partie gegen die Detroit Red Wings versenkten die Montreal Canadiens (3-1-1) siebenmal den Puck ins gegnerische Tor. Das 7:3 war zudem ihr bereits sechster Sieg in Serie gegen Detroit. Jonathan Drouin traf doppelt und markierte seine ersten beiden Treffer für sein neues Team. Auch Tomas Plekanec, Tomas Tatar, Brendan Gallagher sowie Charles Hudon und Paul Byron konnten dem Erfolg Tore beisteuern.

Seinen neu gefundenen Offensivschwung will das Franchise gegen die Blues fortsetzen. In der Off-Season hatte Montreal mit Max Pacioretty (an die Vegas Golden Knights) und Alex Galchenyuk (an die Arizona Coyotes) namhafte Stammkräfte an die Konkurrenz abgegeben. Der Druck die entstandene Lücke möglichst nahtlos zu schließen ist immens. Die sieben Tore gegen Detroit waren ein vielversprechender Ansatz.

Wird das Team gegen die ambitionierten Blues offensiv ähnlich überzeugen?

 

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Rangers treffen auf den Titelverteidiger

Kaum eine Ruhepause gibt es für die New York Rangers (2-4-0). Nachdem sie am Dienstag gegen die Colorado Avalanche mit 3:2 nach Penaltyschießen ihren zweiten Saisonsieg im heimischen Madison Square Garden einfahren konnten, sind die Rangers 24 Stunden danach bei den Washington Capitals (2-2-1) erneut gefordert.

Der Stanley Cup Sieger 2018 geht ausgeruhter in die Begegnung. Das letzte Spiel der Capitals fand bereits am Samstagabend statt. Sie unterlagen den Toronto Maple Leafs mit 2:4 und kassierten ihre zweite Niederlage in Folge. Ohnehin fällt die Startbilanz des Titelverteidigers mit 2-2-1 eher mäßig aus. Zwei Zähler gegen die Blueshirts täten Alex Ovechkin und seinen Teamkollegen äußerst gut und würden helfen, das zuletzt angeschlagene Nervenkostüm der Capitals ein Stück weit zu festigen.  

Video: VGK@WSH: Kuznetsov legt für Ovechkin auf

Boston hofft auf Bergeron, Flames wollen Start nicht verschlafen

Einen vier Spiele umfassenden Roadtrip beginnen die Boston Bruins (4-1-0) mit einem Auftritt bei den Calgary Flames (3-2-0). Im Mittelpunkt steht Stürmer Patrice Bergeron, der am Montag zum Spieler der Woche in der NHL gekürt wurde. Mit seiner Ausbeute von vier Toren aus fünf Spielen, darunter sein vierter Karriere-Hattrick, sorgte Bergeron dafür, dass der Saisonstart der Bruins erfolgreich verlief.

"Er hat diese Aufmerksamkeit verdient, die ihm nun zuteilwird", freute sich Teamkollege Brad Marchand für seinen Mannschaftskameraden. "Er hat im Sommer hart gearbeitet. Es ist toll mitzuerleben, wie gut er aus den Startblöcken gekommen ist."

Für die Flames geht es am Abend darum sich nicht erneut auf dem falschen Fuß erwischen zu lassen, wie es beim Sieg am Samstag gegen die Colorado Avalanche noch der Fall war, als sie rasch mit 0:2 in Rückstand gerieten und nur mit viel Mühe zurück in das Spiel fanden.

"Wir müssen diesmal von Anfang an voll da sein", betonte Matthew Tkachuk nach dem Training am Dienstag. "Das sollte uns eine Lektion gewesen sein gegen die Avalanche. Man darf nicht einfach nur herumstehen und zugucken. Sonst wirst Du in dieser Liga sofort bestraft."

 

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Islanders beginnen Auswärts-Kraftakt in Anaheim

Die New York Islanders (2-2-0), bei denen die beiden Deutschen Thomas Greiss und Tom Kühnhackl unter Vertrag stehen, geben innerhalb von 24 Stunden zwei Mal ihre Visitenkarte in Kalifornien ab. Am Abend treffen sie im Honda Center auf die Anaheim Ducks (4-1-1), am Donnerstag treten sie dann gegen die Los Angeles Kings im Staples Center an.

Der Vergleich mit den Ducks ist die zweite Partie auf ihrer vier Spiele umfassenden Auswärtstour durch den Westen. Am Wochenende unterlag das Franchise aus Long Island den Nashville Predators mit 2:5. Gegen die Ducks gilt es einen besseren Eindruck zu hinterlassen.

"Es ist normal, dass wir hier in Kalifornien drei Spiele in vier Tagen absolvieren. Im Regelfall spielt man direkt hintereinander gegen die Ducks und Kings, nach einem Ruhetag geht es dann im Norden Kaliforniens bei den San Jose Sharks weiter", erläuterte Coach Barry Trotz den weiteren Verlauf der Reise. "Wir müssen eine Top-Leistung zeigen, wenn wir punkten wollen. Dazu müssen wir unsere Torchancen besser verwerten als zuletzt."

Trotz hofft auf die Rückkehr von Casey Cizikas, der am Dienstag wieder mittrainierte, nachdem er das Spiel am Samstag gegen die Predators verpasst hatte.

Ob die Ducks auf die Dienste von Ryan Getzlaf zurückgreifen können, ist aktuell noch offen. Getzlaf musste vier Spiele hintereinander verletzungsbedingt passen, stand aber am Dienstag erstmals wieder mit dem Team auf dem Eis. Nicht mit dabei war hingegen Anaheims Top-Stürmer Jakob Silfverberg (3 Tore, 7 Punkte), der sich am Sonntag in der Partie gegen die Blues verletzte.

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