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16.1. Spiel-Vorschau: Metropolitan durcheinanderwirbeln

Im Osten kommt es zu zwei Divisionsduellen, die starken Einfluss auf das Klassement haben

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

In der Nacht von Montag auf Dienstag finden sechs Begegnungen statt. Die in Brooklyn und Manhattan stattfindenden Divisionsduelle könnten das Klassement in der Metropolitan Division kräftig durcheinanderwirbeln. Die Nashville Predators möchten endlich gegen die Vegas Golden Knights gewinnen und die St. Louis Blues und Toronto Maple Leafs würden gerne gut aus ihrer Pause kommen.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Durchstarten und Zeichen setzen

Sowohl den St. Louis Blues, wie auch den Toronto Maple Leafs gönnte der NHL-Spielplan eine mehrtägige Pause. Nun gilt es, beim Aufeinandertreffen im Air Canada Centre, wieder in den Tritt zu kommen. Angesichts ihrer Ansprüche, ist eine durchwachsene Bilanz von 4-5-1 im Falle der Blues und von 4-4-2 bei den Maple Leafs aus ihren vergangenen zehn Auftritten nicht zufriedenstellend.

Beide Teams gingen mit einer Niederlage in ihre Bye-Week. St. Louis unterlag vor heimischer Kulisse den Florida Panthers und Toronto kassierte eine 3:4-Heimpleite im innerkanadischen Duell mit den Ottawa Senators.

Video: OTT@TOR: Pyatt versenkt den Konter

Wiedergutmachung ist angesagt! Damit diese gelingt, müssen seine Spieler wieder konzentrierter zu Werke gehen, weiß Torontos Headcoach Mike Babcock: "Wir hatten viele Möglichkeiten, doch wir wurden unachtsam und leisteten uns zwei große Böcke. Wenn du solche Fehler machst, dann schlägt halt der Gegner daraus Kapital."

Einen rabenschwarzen Abend erwischte Blues Schlussmann Jake Allen am vergangenen Dienstag (fünf Gegentore bei 23 Schüssen in 36:37 Minuten). Dennoch ging Blues Trainer Mike Yeo nicht zu hart mit seinem Backup ins Gericht: "Jake macht momentan eine schwere Zeit durch. Lasst uns ehrlich sein. Er war zu Spielbeginn recht gut, doch dann hatten wir ein paar Aktionen, die ihn schlecht aussehen ließen."

Vermutlich wird heute Abend wieder Carter Hutton den Vorzug gegenüber Allen bekommen.

Mit den Devils gleichziehen

Die New York Islanders empfangen, einen Tag nach ihrem spektakulären 5:4 OT-Triumph gegen die Montreal Canadiens, im heimischen Barclays Center die New Jersey Devils zu einem Lokalderby. Islanders Schlussmann Thomas Greiss dürfte, gut 24 Stunden nachdem er mit 52 Saves in Montreal eine persönliche Bestmarke aufgestellt hat, eine Erholungspause gegönnt sein.

Eine besondere Brisanz erhält das anstehende Lokalderby durch das Klassement. Die in der Metropolitan Division drittplatzierten Devils trennen nur noch zwei Zähler von den Islanders, die sich mit 50 Punkten den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference eroberten.

New Jerseys letzter Sieg datiert vom 27. Dezember letzten Jahres, einem 3:1 gegen die Detroit Red Wings, seitdem zogen sie sechsmal in Folge den Kürzeren (0-3-3), darunter vor neun Tagen mit 4:5 nach Penaltyschießen gegen ihren heutigen Gastgeber.

Video: PHI@NJD: Raffl schließt klasse Passspiel ab

Ist die Zeit gekommen Revanche zu nehmen? Diese dürfte nur gelingen, sollten sich die Devils an die Worte ihres Torhüters Cory Schneider nach der 3:5-Heimniederlage gegen die Philadelphias Flyers erinnern: "Wir müssen nun einiges gerade biegen und wieder besser werden, damit wir das nächste Spiel gewinnen."

An Nico Hischier liegt es nicht, dass sich die Devils in einem Tief befinden. Der Schweizer Rookie kam in den vergangenen vier Auftritten auf ein Tor und zwei Vorlagen.

Tabellennachbarn unter sich

An Spannung kaum zu überbieten ist die Tabellensituation in der Metropolitan Division. Nur fünf Punkte trennen den Letzten, die Carolina Hurricanes und die zweitplatzierten Columbus Blue Jackets. Mittendrin und nicht nur dabei sind die New York Rangers (22-17-5, 49 Pkt.) und die seit mittlerweile vier Spielen ungeschlagenen Philadelphia Flyers (20-15-8, 49. Pkt.), die sich im Madison Square Garden die Ehre geben werden.

Mit einem weiteren Sieg würden sich die Flyers im Tableau vor ihre Gastgeber setzen und könnten, abhängig vom Ausgang der Partie in Brooklyn, sogar einen Wildcard-Platz ergattern.

Video: BUF@PHI: Couturier hämmert Girouxs Pass rein

Einen Lauf hat Philadelphias Center Sean Couturier mit sieben Toren und zwei Vorlagen in den letzten vier Partien. Der US-Amerikaner nimmt es gelassen: "Manchmal hast du das Glück und triffst, ein anderes Mal bist du richtig gut am Puck, doch nichts geht rein." Auch der Österreicher Michael Raffl (2 Tore, 1 Assist) ließ kaum Wünsche offen.

Die Rangers konnten seit dem NHL Winter Classic am Neujahrstag nur eines von fünf Spielen gewinnen (1-4-0), würden aber, ein doppelter Punktgewinn vorausgesetzt, die Pittsburgh Penguins im Klassement überholen. Wurde schon erwähnt, dass es in der Metropolitan eng zugeht?

Erster Sieg gegen Vegas soll her

Zum Auftakt ihrer vier Spiele währenden Auswärtstour müssen die Vegas Golden Knights in der Bridgestone Arena bei den Nashville Predators antreten. Was heißt hier müssen? Nach ihren ersten zwei Begegnungen mit dem Stanley Cup Finalisten des Vorjahres wäre es angebrachter von dürfen zu sprechen.

Am 9. Dezember 2017 gewannen die Golden Knights in Nashville mit 3:2 nach Penaltyschießen und am 3. Januar 2018 schickten sie die Predators mit 3:0 nach Hause. 

Nach der Niederlage in Las Vegas punkteten die Predators dreimal in Folge (2-0-1) und machen wieder Jagd auf die Tabellenführung in der Central Division. Nashvilles Cheftrainer Peter Laviolette ist sich sicher, dass nur eine kompakte Defensive zum Erfolg führt: "Jeder von uns, unabhängig von seiner Position, muss gut nach hinten spielen."

Video: EDM@VGK: Smith zockt und haut ihn oben rein

Die Golden Knights sind unberechenbar, sie erzielten die zweitmeisten Treffer (145) in der Western Conference und jeder ihrer 20 Akteure, der zu mindestens 20 Saison-Einsätzen kam, konnte sich als Torschütze auszeichnen.

Bloß nicht unterschätzen

Nach ihrem 4:1-Auswärtserfolg bei den Los Angeles Kings am Montagnachmittag zeigten sich die San Jose Sharks rundum glücklich. Ein Derbysieg gegen einen Divisionsrivalen, der auch noch vor einem liegt, ist etwas ganz Besonderes, schilderte Chris Tierney, Sharks Torschütze zum 1:0, seinen Gemütszustand. Viel Zeit bleibt den Sharks nicht zur Freude. Bereits heute Abend müssen sie in der Gila River Arena von Glendale gegen die Arizona Coyotes antreten, die schon dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen konnten. 

San Jose sollte gewarnt sein. Es ist gerade einmal drei Tage her, dass ihnen die Coyotes alles abverlangt hatten, und sich ihnen erst nach Verlängerung mit 5:6 geschlagen gaben. "Wir haben heute ziemlich viel richtig gemacht. Die meisten unserer Spielzüge waren recht gut. Wir lagen vorne und machten dicht, doch dann landet der Puck, abgefälscht von einem Schlittschuh im Tor", beschrieb Arizonas Stürmer Derek Stepan das Spielgeschehen vom Wochenende.

Warum sollte den Coyotes nicht noch einmal eine klasse Vorstellung gelingen - vielleicht sogar mit dem glücklicheren Ende für sie?

Die weiteren Spiele vom Dienstag:

Dallas @ Detroit

Die Dallas Stars (25-17-3) befinden auf einer vier Spiele umfassenden Auswärtstour durch den Osten. Nach dem 3:2-Overtimesieg in Boston ist ihre zweite Station Detroit, wo sie in der Little Caesars Arena auf die Detroit Red Wings (18-18-7) treffen, die mit einem 4:0-Erfolg über die Chicago Blackhawks am Sonntag aus der 'Windy City' zwei Punkte entführen konnten.

Video: DAL@BOS: Seguin erzielt mit Täuschung OT-Siegtor

Die Red Wings sind auf jeden Zähler angewiesen, um sich ihre Hoffnungen auf einen Playoffplatz im Osten zu erhalten - sieben Punkte fehlen ihnen schon auf eine Wildcard.

Detroits texanische Gäste liegen auf dem ersten Wildcard-Platz im Westen. Ihr Rückstand auf die in der Central Division drittplatzierten Blues beträgt ebenso zwei Punkte, wie ihr Vorsprung gegenüber dem Tabellensechsten aus Colorado.

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