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14.12.. Spiel-Vorschau: Das Treffen der Goalie-Rivalen

Vegas empfängt Meister Pittsburgh - Edmonton will auch zu Hause siegen

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kommt es in Las Vegas zum Showdown zweier ehemaliger Goalie-Rivalen: Marc-André Fleury trifft mit den Vegas Golden Knights auf Matt Murray und die Pittsburgh Penguins. Derweil möchten die Edmonton Oilers ihre schwache Heimbilanz gegen die Nashville Predators aufpolieren. Die Philadelphia Flyers wollen ihren Lauf gegen die Buffalo Sabres fortsetzen. Mit den Boston Bruins und den Washington Capitals treffen zudem zwei formstarke Teams aufeinander. In der Wüste kommt es außerdem zur Begegnung des Letzten mit dem Ersten.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Wiedersehen der Goalie-Rivalen

Wenn am Donnerstag (Ortszeit) die Vegas Golden Knights die Pittsburgh Penguins empfangen, kommt es zum Wiedersehen zweier langjähriger Goalie-Rivalen: Drei Jahre lang hatten sich Marc-André Fleury und Matt Murray um den Platz zwischen den Pfosten der Pens gestritten und dabei sogar zwei Stanley Cups gewonnen. Im Expansion Draft verabschiedete sich Fleury, der in den Playoffs nur die zweite Geige gespielt hatte, Richtung Las Vegas. Nun kommt es in seinem neuen Wohnzimmer zum Wiedersehen mit dem Konkurrenten. Beide Keeper waren in dieser Saison bereits verletzt - sind für das Aufeinandertreffen aber gerade rechtzeitig fit geworden. Fraglich ist dagegen noch der Einsatz von Pittsburghs deutschen Stürmer Tom Kühnhackl (Oberkörperverletzung).

Heimvorteil? Edmontons Stürmer laufen heiß
Nach drei Auswärtsspielen (2-1-0, 13:5 Tore) müssen die Edmonton Oilers wieder zu Hause ran und treffen im Rogers Place auf die Nashville Predators. Doch ist das Heim-Eis auch ein Vorteil? Immerhin ist Edmontons Bilanz in der eigenen Arena deutlich schlechter (5-9-0) als auswärts (8-7-2). Besonders gut drauf sind bei den Oilers derzeit Erstreihen-Center Connor McDavid (17 Scorerpunkte in seinen letzten zwölf Spielen), Erstreihen-Linksaußen Milan Lucic (sechs aus fünf) und Viertreihen-Mittelstürmer Mark Letestu (acht aus sieben). Können die Preds diese Offensive stoppen? Nashville ist gut in Form und holte 19 von 24 möglichen Punkten aus den letzten zwölf Partien (9-1-2). Wirklich ausgeruht reisen die Predators aber nicht an, sie waren im Rahmen eines Drei-Spiele-Roadtrips durch Kanada erst am Vorabend in Vancouver gefordert, feierten dort aber einen fulminanten 7:1-Kantersieg.

Video: EDM@CBJ: Puljujarvi bedient McDavid zum späten Tor

Führt Giroux die Flyers zum fünften Sieg in Serie?
Die Philadelphia Flyers zählen mit vier Siegen in Serie zu den aktuell heißesten Teams der Liga. Kaum zu glauben, zumal Philadelphia zuvor zehnmal in Folge verloren hatte. Der Erfolg stützt sich zum einen auf die Schultern von Kapitän Claude Giroux, der in den letzten drei Spielen immer punktete und in diesem Zeitraum sechs Scorerpunkte (zwei Tore, vier Assits) sammelte, zum anderen auf ein besser funktionierendes Powerplay (28,57 Prozent in den letzten vier Begegnungen). Nun wollen die Flyers ihre Serie gegen Eastern-Conference-Schlusslicht Buffalo Sabres ausbauen. Der Trend zeigt bei Buffalo zumindest ein wenig nach oben: In den letzten vier Spielen punkteten die Sabres immer (2-0-2).

Formstark: Boston empfängt PK-Spezialisten aus Washington
Die Boston Bruins spüren in der Atlantic Division den heißen Atem der Verfolger im Genick. Obwohl Boston in den letzten zehn Runden fleißig punktete (8-2-0) beträgt der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz aktuell nur vier Zähler. Stürmer Brad Marchand (sechs Spiele) und Verteidiger Torey Krug (neun Spiele) haben jeweils Punktserien am Laufen. Können die Bruins zu Hause gegen die ebenfalls sehr formstarken Washington Capitals nachlegen? Die Caps haben aus den letzten zehn Partien dieselbe Ausbeute (8-2-0) - die Spitzenposition in der Metropolitan Division ist zum Greifen nahe (punktgleich mit Columbus). Beeindruckend ist vor allem das Unterzahlspiel der Capitals in den letzten Wochen: In den vergangenen acht Partien überstand Washington 18 von 18 Unterzahl-Situationen ohne Gegentor. 

Video: BOS@DET: Marchand erzielt Siegtor in der Verlängerung

Letzter gegen Erster in der Wüste
Letzter gegen Erster heißt es beim Duell zwischen den Arizona Coyotes (31.) und den Tampa Bay Lightning (1.). Die Yotes mussten zuletzt vier Niederlagen in Folge hinnehmen und verloren sieben ihrer letzten acht Partien. Ganz anders die Bolts, die fünf Siege in Serie einfuhren, mit 112 Toren den besten Sturm sowie mit Top-Torjäger Nikita Kucherov und Top-Vorbereiter Steven Stamkos die beiden besten Scorer der Liga stellen. Nicht zu vergessen ist auch der Torwart: Andrej Vasilevskiy feierte 20 Siege in seinen bislang 25 Spielen und kam dabei zu zwei Shutouts.

 

Die weiteren Spiele vom Donnerstag:

Chicago @ Winnipeg
Zwei Rivalen in der Central Division treffen in der kanadischen Provinz Manitoba aufeinander: Überraschungsteam Winnipeg Jets gegen die aufstrebenden Chicago Blackhawks. Bei Winnipeg liefern die beiden Top-Reihen Kyle Connor/ Mark Scheifele/ Blake Wheeler sowie Nikolaj Ehlers/ Bryan Little/ Patrik Laine zuverlässig ab, zudem sorgen Josh Morrissey und Tyler Myers für Gefahr von der blauen Linie. Nun geht es für die Jets gegen formstarke Hawks: Chicago gewann zuletzt dreimal in Folge - die bislang längste Siegesserie der Blackhawks in dieser Saison.

NY Islanders @ Columbus
Die Columbus Blue Jackets möchten die Tabellenführung in der Metropolitan Division verteidigen und bekommen es mit den New York Islanders zu tun. Die Jackets haben sich zum Geheimfavoriten gemausert, es gilt aber noch eine Problemzone auszumerzen: Mit unterirdischen 9,19 Prozent Erfolgsquote stellt Columbus mit Abstand das schlechteste Powerplay in der NHL. Die Islanders schwächeln dagegen weiter und fuhren nur zwei Siege in den letzten sieben Begegnungen ein. Erst am Vortag mussten die Isles gegen Dallas fünf Gegentore schlucken (2:5).

 

New Jersey @ Montreal
Erschreckend schwach präsentierten sich die Montreal Canadiens in den letzten Tagen (0-2-1). Nach dem jüngsten 2:6 gegen Edmonton gab es nicht nur betretenes Schweigen, sondern auch Pfiffe im Bell Centre. Bringen die Habs den euphorischen Anhang wieder zum Jubeln, wenn es nun gegen die New Jersey Devils geht? Die Devils setzten zuletzt gegen L.A. ein Ausrufezeichen (5:1) und hatten mit Stürmer Taylor Hall einen Doppelpacker in ihren Reihen.

Anaheim @ St. Louis
Die St. Louis Blues sind momentan nicht zu beneiden: Mit Jaden Schwartz fehlt einer der besten Stürmer wochenlang aus, ungewiss ist auch noch die Rückkehr der beiden Verteidiger-Größen Alex Pietrangelo und Jay Bouwmeester. Nun steht für die dezimierten Blue Notes der nächste Härtetest an. Es geht gegen die Anaheim Ducks, die selbst vom Verletzungspech verfolgt werden (Corey Perry, Ryan Kesler, Hampus Lindholm, ...).

Toronto @ Minnesota
Die Minnesota Wild bangen um ihren Stammtorwart Devan Dubnyk (2,69 Gegentore/Spiel, 91,5 Prozent Fangquote, Unterkörperverletzung). Als Ersatz steht Alex Stalock (2,93, 90,7 Prozent) bereit. Kann Minnesota trotz der Goalie-Sorgen gegen die Toronto Maple Leafs bestehen und den vierten Sieg in Folge feiern? Naturgemäß dürfte Leafs-Keeper Frederik Andersen etwas dagegen haben. Der Vielspieler (27 Einsätze) ist in Top-Form (2,68, 92,2 Prozent) und zählt aktuell zu den besten Keepern der Liga.

Florida @ Colorado
Die Colorado Avalanche scheinen die Wild-Card-Spots in der Western Conference nach einer schwachen Ausbeute aus den letzten zehn Runden (3-6-1) ein wenig aus den Augen zu verlieren. Beim jüngsten 2:5 in Washington hingen ausgerechnet die beiden Anführer Nathan MacKinnon (-3) und Gabriel Landeskog (-3) mit einer kumulierten Plus-Minus-Bilanz von -6 durch. Gelingt die Wende in Denver gegen die Florida Panthers? Die Cats haben Tuchfühlung zu Rang drei in der Atlantic Division, lassen aber noch die dafür erforderliche Konstanz vermissen (letzte zehn Spiele: 4-3-3). Verlass ist auf Stürmer Vincent Trochek, der in sechs Partien in Folge punktete (drei Tore, sechs Assists in diesem Zeitraum). Fraglich ist Floridas Schweizer Denis Malgin (Oberkörperverletzung).

San Jose @ Calgary
Ein direktes Duell um Platz drei in der Pacific Division liefern sich die punktgleichen Calgary Flames und die San Jose Sharks. Calgary nahm in den letzten vier Runden zwar immer Punkte mit (2-0-2), holte aber auch nur vier Siege aus den letzten elf Partien. Ob das mit dem Formtief von Schlüsselspieler Johnny Gaudreau, der es in den vergangenen neun Spielen nur auf vier Punkte (ein Tor, drei Assists) brachte, zu tun hat? San Jose baut auf die beste Defensive in der NHL (erst 68 Gegentore) und reist nach drei spielfreien Tagen ausgeruht nach Kanada.

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