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12.1. Spiel-Vorschau: Sharks hoffen auf Torfestival

Wenn die drittbeste Offensive auf die schwächste Defensive trifft, dürfen die Fans in San Jose viele Treffer erwarten

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Krisenteams aus Philadelphia und New Jersey treffen sich um zu ermitteln, wer es zeitnah schaffen könnte die Reißleine zu ziehen und den freien Fall zu stoppen. Auf einem Höhenflug hingegen befinden sich die San Jose Sharks, die ihre Offensivstärke gefunden haben und sich beim Match gegen die Ottawa Senators auf die schwächste Defensive der Liga freuen. Der Favorit im Rückspiel des New Yorker Stadtduells scheint klar, doch die Rangers dürften, nach der Niederlage gegen die Islanders am Donnerstag, höchst motiviert sein.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Gibt es in San Jose gegen die Senators ein Offensivspektakel?

Wenn die Ottawa Senators bei den San Jose Sharks gastieren, könnten die Zuschauer ein Torfestival erwarten. Die Sharks sind in beeindruckender Form und konnten sich mit vier Siegen in Serie auf Rang drei in der NHL vorarbeiten. Lediglich die Tampa Bay Lightning und der Divisionsrivale, die Calgary Flames, stehen noch vor San Jose.

In ihren letzten zehn Partien trafen die Sharks 47 Mal in den gegnerischen Kasten. Mit 163 Toren stellen sie die drittbeste Offensive der NHL und sie sind besonders von der blauen Linie gefährlich. Brent Burns (8 Tore. 42 Assists) sowie Erik Karlsson (3 Tore, 38 Assists) gehören zu den besten Offensivverteidigern und sie sezieren den gegnerischen Defensivverbund mit präzisen Zuspielen. Die Sturmreihen funktionieren und nutzen die herausgespielten Gelegenheiten gnadenlos aus.

Mit den Ottawa Senators kommt nun die schwächste Defensive der Liga nach San Jose. Im Schnitt müssen die Goalies der Senators 4,47 Mal pro Partie hinter sich greifen. Gegen torhungrige Sharks dürfte dieser Wert weiter steigen.

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Siegen die Islanders erneut im Stadtduell?

Eine kurze Anreise zum Auswärtsspiel haben heute die New York Rangers, wenn sie beim Stadtrivalen New York Islanders gastieren. Die Ausgangslage scheint klar. Die Islanders sind in Topform und konnten acht ihrer vergangenen zehn Begegnungen gewinnen. Die Rangers hingegen verloren sechs Partien ohne Punktgewinn und zwei weitere nach Verlängerung. 

Ihre Niederlagenserie ist mittlerweile auf fünf Spiele angestiegen und ein Ende scheint nicht in Sicht. Die letzte Niederlage mussten die Rangers am Donnerstag zuhause gegen die Islanders hinnehmen. Das Hinspiel gegen den Lokalrivalen konnten die Rangers lange offen halten. Erst 1:26 Minuten vor Spielende erzielte Josh Bailey den Siegtreffer für die Islanders. Entsprechend groß dürfte bei den Rangers der Wunsch auf Revanche sein. Sollten die Rangers diese Emotionen kanalisieren können, dürfte die Favoritenrolle im Stadtduell nicht mehr so klar verteilt sein wie zu erwarten wäre.

Kann Columbus im Topspiel der Metropolitan Division punkten?

In der Metropolitan Division empfängt der erste der Division, die Washington Capitals, den Dritten, die Columbus Blue Jackets, zum Spitzenspiel. Für die Blue Jackets ist es wichtig den Anschluss an Washington und die Pittsburgh Penguins zu halten. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf die Capitals auf sieben Zähler anwachsen und der Blick in Columbus müsste sich mehr nach hinten richten. Die New York Islanders drängen auf den Platz für die direkte Playoffqualifikation. Das Duell der Blue Jackets mit Washington scheint auf dem Papier sehr ausgeglichen. Beide Teams konnten sieben der vergangenen zehn Partien erfolgreich gestalten. Washington startet sogar mit einer Serie von drei Erfolgen in das Match. Die Heimbilanz der Capitals (13-6-2) und die Auswärtsstatistik der Blue Jackets (13-7-1) ähnelt sich sehr. In Washington dürfen wir eine enge Partie erwarten, die die Weichen in der Metropolitan Division stellen kann. Siegen die Capitals, scheinen die ersten beiden Positionen längerfristig konstant zu bleiben. Siegen die Blue Jackets, so bleibt es weiter spannend an der Spitze.

 

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Bleibt Vegas dran?

Die Vegas Golden Knights versuchen bei den Chicago Blackhawks den Anschluss an die Spitze der Pacific Division zu halten. Die Ausgangssituation in der Division ist recht deutlich. Calgary, San Jose und Vegas rangieren auf den ersten drei Rängen. Die Anaheim Ducks haben bereits zwölf Zähler Rückstand auf die Golden Knights, aber auch zwei Partien weniger absolviert.

Die Top-Drei marschieren im Gleichschritt davon und konnten sieben der letzten zehn Begegnungen gewinnen. Einzig die Siegesserie von Vegas riss am Donnerstag im Spiel gegen die Sharks. Wenn die Golden Knights den Anschluss an die Spitze halten wollen, müssen sie in Chicago punkten. Eine lösbare Aufgabe gegen den letzten der Central Division.

Chicago kommt nicht von seiner Achterbahnsaison los. Auf kurze gute Phasen folgen häufig längere Durststrecken. Vegas wird sich dieses Auf-und-Ab zu Nutze machen wollen, um den Abstand auf Anaheim weiter auszubauen. Ein wichtiger Schritt Richtung Playoff-Qualifikation in einer starken Division.

Wer kann eine positive Serie starten?

Mit den Philadelphia Flyers und den New Jersey Devils treffen im Prudential Center zwei Teams aufeinander, die zu den schwächsten der Liga zählen. Die Philadelphia Flyers rutschten über eine Niederlagenserie von acht Partien auf den vorletzten Rang ab. Am Donnerstag konnten sie ihren Negativlauf mit einem 2:1 Erfolg gegen die Dallas Stars beenden und hoffen nun erstmals seit dem 18. Dezember auf zwei aufeinanderfolgende Siege.

Die Devils verloren ihre letzten drei Spiele. Beide Teams konnten nur eines ihrer vergangenen fünf Matches gewinnen. Nico Hischier ist der Hoffnungsschimmer in New Jersey. Der Schweizer brachte es in seinen letzten zehn Begegnungen auf acht Punkte (4 Tore, 4 Assists). Wenn die Devils zwei aufeinanderfolgende Erfolge der Flyers verhindern und die eigene Niederlagenserie beenden wollen, sind sie auf Hischier in Top-Form angewiesen.

Die weiteren Spiele vom Samstag:

Pittsburgh @ Los Angeles

Die Los Angeles Kings laden zur Star Wars Night und die Pittsburgh Penguins lassen sich nicht zweimal bitten. "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite", so beginnt eines der Zitate von Yoda. Furcht können sich die Kings als Tabellenletzter nicht erlauben, denn die dunkle Seite in Form weiterer Niederlagen droht. Die Penguins hingegen halten es eher mit Leia und glauben an die Sonne, auch wenn sie nicht zu sehen ist. Wie am Freitag, als sie nach einem 0:3-Rückstand gegen die Anaheim Ducks noch an den Erfolg glaubten und am Ende als Sieger vom Eis gingen.

Tampa Bay @ Buffalo

Beim Duell der Atlantic Division gastiert Spitzenreiter Tampa Bay Lightning bei den Buffalo Sabres. Für Tampa dürfte der Blick langsam in Richtung Playoffs und Stanley Cup gehen. Als unangefochtener Tabellenführer haben sich die Lightning als Top-Titelanwärter positioniert. Gegen die Sabres gilt es nun die Verfolger in der eigenen Division auf Abstand zu halten. Buffalo hingegen muss nach nur drei Siegen aus zehn Partien aus der Talsohle herausfinden, um noch den Playoffzug zu erreichen.

Boston @ Toronto

Die Toronto Maple Leafs empfangen im zweiten Atlantic-Division-Duell die Boston Bruins. Die Leafs liegen aktuell mit vier Punkten Vorsprung gegenüber den Bruins auf Rang zwei der Division. Beide Teams gehen mit sieben Siegen aus den letzten zehn Matches in das Aufeinandertreffen, wobei die Bruins zuletzt gegen Washington unterlagen. Toronto will eine neue Siegesserie starten, um wieder an Calgary und San Jose in der ligaweiten Tabelle vorbeizuziehen. Damit dies gelingt sollte aber Auston Matthews wieder punkten. Der Angreifer blieb in den beiden vergangenen Partien der Maple Leafs ohne Zähler.

 

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Colorado @ Montreal

Die Colorado Avalanche gastieren im Bell Centre bei den Montreal Canadiens. Ein Blick auf die Tabelle lässt ein Duell auf Augenhöhe vermuten. Der 14. Montreal trifft auf den 16. Colorado. Die aktuelle Form spricht jedoch klar für die Canadiens. Nur zwei Erfolge und vier Punkte konnten die Avalanche in ihren letzten zehn Spielen einfahren. Für die Avalanche spricht die mögliche Rückkehr des lange verletzten Verteidigers Mark Barberio, der wieder eine gesamte Trainingseinheit mit dem Team absolvieren konnte.

Detroit @ Minnesota

Erstmals in dieser Spielzeit treffen die Detroit Red Wings auf die Minnesota Wild. Die Favoritenrolle beim Aufeinandertreffen im Xcel Energy Center scheint klar vergeben. Detroit ist Letzter in der Atlantic Division. Die Wild kämpfen hingegen um einen Wildcard-Platz im Westen. Ihre vier Matches andauernde Serie an Heimniederlagen beendeten die Wild mit einem Sieg gegen die Winnipeg Jets. Ein wichtiger Faktor war hierbei Jared Spurgeon, der dem Erfolg zwei Assists beisteuerte. Der Verteidiger punktete in den letzten fünf Partien siebenmal (3 Tore, 4 Assists).

St. Louis @ Dallas

Die St. Louis Blues reisen zum Auswärtsspiel bei den Dallas Stars. Für die Blues ist der Auftritt in Dallas der Beginn eines Vier-Spiele-Road-Trips, den sie ohne die verletzten Tyler Bozak und Robert Thomas antreten müssen. Mit dabei ist Alexander Stehen. Ob er nach seiner Schulterverletzung jedoch schon wieder einsatzbereit ist, steht noch nicht fest. Die Stars verloren am Donnerstag gegen die Philadelphia Flyers und gaben somit zwei ihrer letzten drei Partien bereits in der regulären Spielzeit ab. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison ging am vergangenen Dienstag mit 3:1 an Dallas.

Arizona @ Edmonton

Im Rogers Place von Edmonton treffen die Arizona Coyotes auf die Edmonton Oilers. Für Leon Draisaitl ist die Partie die erste, seit seiner Wahl in das All-Star-Team der Pacific Division. Er ist der erste Deutsche seit 19 Jahren, der an einem All-Star Game teilnimmt. Gegen die Coyotes ist dies jedoch Nebensache. Für Edmonton geht es um wichtige Punkte auf dem Weg aus der Formkrise. Nur in drei ihrer letzten zehn Spiele verließen sie als Sieger das Eis. Die Coyotes reisen mit zwei doppelten Punktgewinnen in Folge an und wollen das gewonnene Selbstvertrauen nutzen, um eine Erfolgsserie zu starten.

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