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12.1. Spiel-Vorschau: Zeit Revanche zu nehmen

Für die Capitals und Hurricanes kommt es zum Wiedersehen binnen 24 Stunden, Flames gedenken Siegesserie fortzusetzen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kommt es zu fünf Begegnungen, bei denen vier der zehn Teams bereits am Mittwochabend Kräfte lassen mussten. Die Columbus Blue Jackets möchten ihre Auswärtspleite vergessen machen, die Calgary Flames würden gerne weiter auf dem Erfolgspfad wandeln und die Washington Capitals sinnen nach Wiedergutmachung im Back-to-Back Game gegen die Carolina Hurricanes.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Halten die Blue Jackets den Kontakt nach oben?

Nur 24 Stunden nach ihrer 1:3-Niederlage beim Tabellenletzten der Eastern Conference, die Buffalo Sabres, sollten die Columbus Blue Jackets gewarnt sein, dass es keine leichten Gegner in der NHL gibt.

Am Freitagabend gastiert mit den Vancouver Canucks das zweitschlechteste Team der Western Conference in der Nationwide Arena von Columbus. Die Westkanadier gewannen nur einen ihrer letzten zehn Auftritte (1-7-2) und sind im neuen Kalenderjahr noch ohne doppelten Punktgewinn. Sie riefen aber auch schon gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte recht ansprechende Leistungen ab, wie am vergangenen Wochenende, als sie sich den Toronto Maple Leafs erst im Penaltyschießen geschlagen geben mussten.

Die Blue Jackets haderten zuletzt mit ihrer Abschlussschwäche. In ihren fünf Begegnungen im Neuen Jahr konnten sie nur achtmal aus dem Spiel heraus die schwarze Hartgummischeibe im gegnerischen Netz versenken. "Wir waren die meiste Zeit in Puckbesitz, doch wir bekommen zu wenig Rebounds. Wir trafen mehrmals das Quergestänge oder den Pfosten. Er ging halt nicht rein. Unabhängig davon brauchen wir die Rebounds", erklärte nach der Partie in Buffalo Columbus Headcoach John Tortorella die Ursache des Problems. Mit einem Sieg könnten die in der Metropolitan Division zweitplatzierten Blue Jackets weiter Kontakt nach oben halten und sich etwas Luft gegenüber den hinter ihnen platzierten New Jersey Devils verschaffen.

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Können die Flames ihre Siegesserie fortsetzen?

Mit fünf Siegen in Folge sind die Calgary Flames wieder ein heißer Anwärter auf einen Playoffplatz in der Western Conference. Ihr gestriger 5:1-Erfolg bei den Tampa Bay Lightning dürfte der Mannschaft von Cheftrainer Glen Gulutzan einen zusätzlichen Schub für den Gastauftritt im BB&T Center gegen die Florida Panthers geben.

In Überheblichkeit zu verfallen, wäre ein schlechter Ratgeber. Gulutzan stellte nach dem Sieg in Tampa klar, dass seine Mannschaft keineswegs dem Spitzenreiter spielerisch ebenwürdig gewesen wäre, sondern Schlussmann Mike Smith überragend agiert und sie einfach ihre Tormöglichkeiten besser ausgenutzt hätten.

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Eine effektive Chancenverwertung wird auch in Sunrise vonnöten sein, um die Erfolgsserie fortzusetzen. Den Torhunger der Panthers konnten am vergangenen Dienstag nicht einmal die St. Louis Blues stoppen. In St. Louis gewann Florida mit 7:4, nachdem sie bereits früh mit 0:2 hinten gelegen waren. Center Vincent Trocheck (17 Treffer), Linksaußen Jonathan Huberdeau (16 Treffer) und Center Aleksander Barkov (14 Treffer) sind Floridas Tor- und Siegesgaranten. Dem ist sich ebenso ihr Trainer Bob Boughner bewusst: "Wenn dir hinten Fehler unterlaufen, dann musst du halt vorne oft genug treffen."

Gelingt den Hurricanes ein weiterer 'Zweier'?

Für die Washington Capitals endeten mit der 1:3-Heimniederlage gegen die Carolina Hurricanes am Donnerstagabend gleich zwei Serien. Zehnmal hintereinander konnten die Caps auf eigenem Eis gewinnen und fünfmal spielortübergreifend, ehe sie in den Hurricanes ihre Meister fanden. Lange müssen die Capitals nicht auf die Gelegenheit warten, sich bei ihrem Bezwinger zu revanchieren. Bereits in der kommenden Nacht gibt es ein Wiedersehen mit den Hurricanes, diesmal in der PNC Arena von Raleigh.

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Carolina schnuppert nach 13 gewonnenen Punkten aus ihren letzten zehn Begegnungen (6-3-1) bereits am dritten Platz in der Metropolitan Division, auf den ihr Rückstand nur drei Zähler beträgt. "Um Boden [gegenüber] der Konkurrenz gutzumachen, brauchst du zwei Punkte in der regulären Spielzeit. Ein Overtime-Punkt oder der Zusatzzähler in einem '3-Punkte-Spiel' bringt dich nicht viel weiter", erläuterte Coach Bill Peters die Tabellensituation seiner Hurricanes.

Washingtons Trainer Barry Trotz hat schon ein Rezept parat, wie sie dem Unterfangen der Hurricanes einen Riegel vorschieben können: "Wir müssen die Räume eng machen und mehr Willen zeigen die Zweikämpfe zu gewinnen."

Springen die Blackhawks bald auf einen Wildcard-Platz?

Mit den Winnipeg Jets gibt sich ein Western Conference-Schwergewicht im United Center der Chicago Blackhawks die Ehre. Der Tabellenführer der Central Division strotzt nach drei Siegen in Folge voller Selbstvertrauen. Von ihren letzten elf Spielen verloren die Jets nur eines in der regulären Spielzeit (8-1-2), während die Blackhawks im gleichen Zeitraum nur eine ausgeglichene Bilanz vorweisen (5-5-1).

Dennoch dürfte Chicago nicht bange sein: Am 14. Dezember, beim letzten Aufeinandertreffen mit den Überfliegern aus Manitoba, gaben sie ihnen mit 1:5 Toren klar das Nachsehen. Die Blackhawks könnten mit einem Heimerfolg gegen die offensivstarken Jets (15 Tore in drei Spielen) nach Punkten mit dem zweiten Wildcard-Platz aufschließen.

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Sollte die Partie zugunsten von Winnipeg ausgehen, würde deren Vorsprung gegenüber ihre ärgsten Verfolger auf fünf Zähler anwachsen. Mit dem Spiel seines Teams in Buffalo zeigte sich Jets Coach Paul Maurice im Ganzen zufrieden: "Wir hatten zwar in den letzten 20 Minuten zu kämpfen, doch wir fanden einen Weg uns für eine gute Auswärtsvorstellung mit einem Sieg zu belohnen." Wird es ihnen auch in Chicago gelingen?

Kellerduell - Saison schon abgeschrieben?

Der Frust sitzt bei den Edmonton Oilers und den Arizona Coyotes angesichts der Tabellensituation tief. Es käme schon einem Wunder gleich, wenn der Tabellendrittletzte Edmonton oder das Schlusslicht Arizona noch auf einen Platz klettern würde, der ihn dazu berechtigt, an den Stanley Cup Playoffs 2018 teilzunehmen.

Die Oilers reisen mit der schweren Bürde von drei Niederlagen in Folge und sieben Pleiten aus ihren letzten acht Auftritten (1-6-1) nach Glendale an. So übte sich auch ihr bester Mann Connor McDavid nach der 1:2-Niederlage gegen die Nashville Predators in Selbstoptimismus: "Das ist verrückt. Ein Rückschlag nach dem anderen. Jeder von uns macht das durch. Das ist frustrierend, doch wir werden einen Weg finden, um da wieder herauszukommen."

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Etwas dagegen haben, dürften die Coyotes, die immerhin in vier ihrer letzten sieben Spiele punkten konnten (3-3-1) und bei ihren zwei Heimauftritten in 2018, gegen die Predators (3:2 OT) und New York Rangers (1:2 SO) eine gute Figur abgaben. Derek Stepan stimmte dem kurz und bündig zu: "Wir haben vieles richtig gemacht."

Sollte den Coyotes das auch kommende Nacht gelingen, dann dürfte ihrem siebten Saison-Heimsieg nichts mehr entgegenstehen.

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