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29.8. Spiel-Übersicht: Bruins kurz vor dem Aus

Lightning, Islanders und Golden Knights gewinnen gegen Boston, Philadelphia und Vancouver, übernehmen Serienführung

von NHL.com/de @NHLde

Die Tampa Bay Lightning siegten im ersten Spiel am Samstag gegen die Boston Bruins mit 3:1 und liegen in der Serie mit 3:1-Siegen vorne. Einen 2:1-Serienvorsprung weisen die New York Islanders aus, nachdem sie mit 3:1-Toren den Philadelphia Flyers das Nachsehen gaben. Gut erholt von der 2:5-Pleite in Spiel 2 zeigten sich die Vegas Golden Knights. Das Top-Team der Western Conference bezwang dank eines starken Robin Lehner im Tor die Vancouver Canucks mit 3:0.

Die Spiele vom Samstag im Detail:

Bruins können nicht zurückschlagen

Nach dem klaren 1:7 in Spiel 3 am Mittwoch in der Scotiabank Arena von Toronto hatten sich die Boston Bruins für Spiel 4 am Samstag viel vorgenommen. Ein 1:3-Serienrückstand, in der Geschichte der Stanley Cup Playoffs häufig eine nicht mehr wettzumachende Bürde, sollte unbedingt vermieden werde, doch Ondrej Palat zeichnete sich als zweifacher Torschütze der Tampa Bay Lightning aus, Nikita Kucherov bereitete zwei Treffer vor und Schlussmann Andrei Vasilevskiy wehrte 29 Torschüsse der Bruins ab.

Die Bruins agierten in der Anfangsphase der Partie auch ordentlich, wie bereits im Spiel zuvor. Sie hatten auch mehr Torschüsse als die Lightning, wenngleich diese die klareren Möglichkeiten hatten.

Video: TBL@BOS, Sp4: Palat netzt Vorlage von Point ein

Jaroslav Halak, der in der vorherigen Partie vorzeitig vom Eis geholt wurde, zeigte in den ersten Minuten einige spektakuläre Paraden, holte sich dadurch ein Stück weit die notwendige Sicherheit zurück und kam auf 23 Saves. 

Der dritte Alleingang auf den Kasten der Bruins brachte die Lightning in Front. Palat traf in der neunten Minute zum 1:0 für Tampa Bay. Es entwickelte sich ein Spiel voller Intensität, gespickt mit einigen Nickeligkeiten. Erfreulich für Boston, die ersten beiden Unterzahlspiele konnten, nachdem das Penalty Killing zuletzt der große Schwachpunkt der Mannschaft gewesen war, erfolgreich überstanden werden.

Video: Palat, Lightning bezwingen Bruins 3:1 in Spiel 4 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts drängte Boston mit Macht auf den Ausgleich, konnte ein Überzahlspiel jedoch nicht nutzen. Stattdessen erhöhte abermals Palat in der 33. Minute für Tampa Bay auf 2:0. Es war der vierte Treffer des Stürmers in den vergangenen drei Begegnungen. Halak sah bei diesem Gegentor nicht glücklich aus, der Schuss schien durchaus haltbar. Da nutzte es den Bruins auch nichts, dass sie zu diesem Zeitpunkt mit 17:15-Torschüssen sogar ein leichtes Übergewicht hatten. 

Ein harter Hit von Nick Ritchie an Yanni Gourde sorgte rund 6 1/2 Minuten vor Drittelende für eine fünfminütige Überzahl der Lightning. Victor Hedmann nutzte die Gunst der Stunde und traf in der 39. Minute zum beruhigenden 3:0.

Video: TBL@BOS, Sp4: DeBrusk trifft im PP durch den Verkehr

Das Team aus Florida ließ es in den folgenden Minuten etwas ruhiger angehen, agierte ruhig und sicher. Hochkarätige Torchancen für Boston blieben die Ausnahme.

In der 48. Minute gelang Boston bei einem Powerplay der 1:3-Anschlusstreffer durch Jake DeBrusk. Es war DeBrusks vierter Treffer in der laufenden Postseason. 

Die zweite Hälfte des Schlussdrittels verlief ohne große spielerische Höhepunkte. Die Bruins nahmen Halak gut zwei Minuten vor Spielende vom Eis, warfen in den Schlussminuten alles nach vorne, doch die Sekunden bis zum Ertönen der Schlusssirene verrannen fruchtlos. 

In Spiel 5 am Montag (7:00 p.m. ET; Di. 1:00 Uhr MESZ; NHL.TV) haben die Lightning somit die Möglichkeit die Serie frühzeitig zu beenden. 

Islanders drehen nach Rückstand auf

Die New York Islanders siegten in Spiel 3 der Serie gegen die Philadelphia Flyers mit 3:1 und sicherten sich damit eine 2:1-Serienführung. Für die Flyers war es die erste Niederlage in der diesjährigen Endrunde, nachdem sie mit einer Führung in die erste Pause gegangen waren.

Die zwei defensivstarken Teams verlegten sich im ersten Abschnitt auf ihre eigenen Vorzüge und das Verhindern von gegnerischen Torchancen. Besonders den Flyers gelang das in der Anfangsphase hervorragend. Philadelphia war schnell auf den Schlittschuhen und setzte die Islanders in der eigenen Zone unter Dauerdruck. Ein geordneter Spielaufbau war für New York nur selten möglich.

Die Islanders waren passiver unterwegs und konzentrierten sich auf die neutrale Zone. Hier versuchten sie, meist erfolgreich, die Räume so eng zu machen, dass Philadelphia nicht in das Angriffsdrittel eindringen konnte bis Tyler Pitlick eine gute Offensiv-Phase mit einem Schuss durch viel Verkehr abschloss und auf 1:0 (15.) für das auf Nummer 1 im Osten gesetzte Team aus Philadelphia stellte.

 

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Im Anschluss konnten sich die Islanders besser aus dem Philadelphia-Druck befreien. In den drei Schlussminuten des ersten Drittels generierte das Team von Barry Trotz gute Chancen, scheiterte jedoch immer wieder an Flyers-Goalie Carter Hart.

Mit viel Energie starteten die Islanders in den Mittelabschnitt. Das Trotz-Team verstärkte das Körperspiel und fuhr gegen die in Führung liegenden Flyers jeden Check zu Ende. Bis zur zweiten Pause standen 31 Hits für die Islanders in den Statistiken.

Video: Martin, Lee treffen bei Islanders Sieg in Spiel 3

Die aggressive Spielweise machte sich bezahlt. New York dominierte und erzielte das verdiente 1:1. Matt Martin verwertete einen Pass von Mathew Barzal, der hinter dem Flyers-Gehäuse viel Zeit hatte, direkt aus dem Slot (28.). Zwischen dem 1:0 und dem Ausgleich ergab sich ein Schlussverhältnis von 14:1 für die Islanders.

New York machte weiter Druck und verstärkte den Forecheck, was zu mehr Zeit in der Flyers-Zone führte. Ein ums andere Mal setzten sich die Islanders fest und scheiterten häufig nur an Hart. Es schien so, als ob es dank dem Philadelphia-Schlussmann mit einem Unentschieden in die zweite Pause gehen würde. Ein Puckgewinn von Derick Brassard sorgte dann doch für die Islanders Führung. Sechs Sekunden vor Drittelende spielte Brassard die Scheibe von hinter dem Tor auf Leo Komarov, der sie im Slot mit dem Schlittschuh stoppte und dann mit der Rückhand an Hart vorbei schob (40.).
Im Schlussabschnitt ging es erstmals in die Special-Teams. Robert Hagg saß auf der Strafbank, als Anders Lee für die Islanders auf 3:1 stellte (44.). In der Folge machten die Islanders da, was sie am Besten können, das Spiel vom eigenen Tor fernhalten und dadurch den Flyers kaum Möglichkeiten für einen Anschlusstreffer bieten.

Die besten Gelegenheiten hatte Philadelphia, als Anders Lee vier Minuten vor Ende der Partie auf die Strafbank musste. Carter Hart verließ sein Tor und sorgte damit für eine Sechs-Gegen-Vier-Gelegenheit. Semyon Varlamov parierte in der Folge einige Großchancen und hielt den Islanders-Sieg fest. 

Für Philadelphia bietet sich bereits am Sonntag (8 p.m. ET; Mo 2 Uhr MESZ; NHL.tv) die Gelegenheit zur Revanche in Toronto, der Hub-City der Eastern Conference.

Canucks kommen nicht an Lehner vorbei

Die Vegas Golden Knights haben die 2:5-Pleite in Spiel 2 der Halbfinalserie der Western Conference gegen die Vancouver Canucks sehr gut verdaut. Die Mannschaft von Travis Green bezwang im Rogers Place von Edmonton, der Hub City der Western Conference, die Canucks 3:0 und übernahm mit 2:1-Siegen wieder die Führung in der Serie.

Den Canucks war anzumerken, dass sie den Schwung vom 5:2-Sieg in Spiel 2 mitgenommen hatten. Robin Lehner im Tor der Golden Knights konnte sich über zu wenig Beschäftigung nicht beklagen. 16 Schüsse musste er im Eröffnungsdrittel abwehren. Allein: Die Canucks belohnten sich in dem etwas ruppig geführten ersten Drittel nicht für ihre engagierte Leistung. Unter anderem waren sie nicht in der Lage, aus 78 Sekunden doppelter Überzahl Kapital zu schlagen. 

Wie es besser geht, zeigten auf der anderen Seite die Golden Knights, die zwar weniger Schüsse in Richtung Jacob Markstrom abfeuerten. Doch das Team aus Nevada erwies sich als sehr effektiv und unterstrich damit seine Rolle als top-gesetzte Mannschaft in der Western Conference. Die frühe Führung gelang Alex Tuch, der, technisch anspruchsvoll, einen schönen Flip-Pass von Nicolas Roy unter Kontrolle brachte und zum 1:0 traf (5.). Und als sich die Canucks wenig später nicht aus ihrer Verteidigungszone befreien konnten, zog Zach Whitecloud ab und ließ Markstrom keine Chance (6.). 

Video: VGK@VAN, Sp3: Roy bedient Tuch zum ersten Tor

Die Canucks waren vor allem in Überzahl gefährlich. Die Scheibe lief sehr gut, doch Lehner war stets auf dem Posten. Vor allem, als zwei seiner Vorderleute gleichzeitig auf der Strafbank saßen, gab er seinem Team Rückhalt und entschärfte Schüsse von Bo Horvat und Elias Pettersson.

Nach dem ersten Seitenwechsel übernahmen die Golden Knights das Kommando. Die Mannschaft von Trainer Peter DeBoer setzte die Canucks gut unter Druck, forcierte so Scheibenverluste des Gegners und kam entsprechend auch zu Torchancen. Jonathan Marchessault (2), Shea Theodore, Paul Stastny, Max Pacioretty, William Karlsson, Nick Holden scheiterten aber entweder an Markstrom oder verfehlten das Ziel knapp. 

Die Canucks mussten bis zur 40. Minute warten, ehe sie gefährlich vor Robin Lehner auftauchten. Doch J.T. Miller verzog in aussichtsreicher Position. 

Die Entscheidung fiel dann früh im Schlussabschnitt. Die Canucks hatten eigentlich die Chance, im Powerplay den Anschluss zu schaffen. Stattdessen leisteten sie sich einen Wechselfehler und mussten kurz darauf selbst mit einem Mann weniger auskommen. Die Golden Knights nutzten diese Gelegenheit besser. Mark Stone markierte das 3:0 (43.) und hätte wenig später fast den Doppelpack geschnürt, traf aber nur den Pfosten.

Vancouver bemühte sich danach, das Resultat noch etwas freundlicher zu gestalten. Doch an Lehner war an diesem Abend nicht vorbeizukommen. Für den Schweden, der auf 32 Saves kam, war es der zweite Shutout in dieser Postseason. 

Green nahm mit etwas mehr als zwei Minuten auf der Uhr Markstrom aus dem Tor für einen zusätzlichen Feldspieler. Doch auch das brachte den Kanadiern nichts Zählbares mehr ein, denn Jake Virtanen traf nur den Pfosten.

Bereits am Sonntag (10:30 p.m. ET; Mo 4:30 Uhr MESZ, NHL.tv) stehen sich die Canucks und die Golden Knights für Spiel 4 in Edmonton erneut gegenüber.

Die Three Stars des Tages:

1st Star: Robin Lehner, Vegas Golden Knights (31 Saves, Shutout)
2nd Star: Ondrej Palat, Tampa Bay Lightning (zwei Tore)
3rd Star: Jordan Eberle, New York Islanders (zwei Assists)

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