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16.10. Spiel-Übersicht: Erste Niederlage für die Avalanche

Colorado verliert mit Grubauer in der Overtime - Draisaitl und McDavid drehen auf - Hattrick für Kane

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Tanev in Unterzahl zum Sieg

COL@PIT: Tanev trifft in der Verlängerung

Brandon Tanev schießt den Puck in Richtung Tor, ein Verteidiger fälscht ab und die Scheibe findet den Weg über die Linie zum Sieg der Penguins

  • 01:39 •

Die Colorado Avalanche können doch noch verlieren: Bei den Pittsburgh Penguins sorgte ein Unterzahl-Gegentor in der Overtime für die erste Saison-Niederlage. Weiterhin formstark präsentieren sich die Edmonton Oilers, für die der Deutsche Leon Draisaitl einen Doppelpack schnürte und Connor McDavid fünf Scorerpunkte sammelte. Heiß sind auch die San Jose Sharks, die sich dank eines Hattricks von Evander Kane gegen die Carolina Hurricanes durchsetzten. 

Die Spiele vom Mittwoch im Detail: 

In Unterzahl: Penguins bringen Avalanche die erste Niederlage bei

Als letzte der 31 NHL-Mannschaften mussten die Colorado Avalanche die erste Saison-Niederlage hinnehmen: Colorado verlor 2:3 n.V. in der PPG Paints Arena bei den Pittsburgh Penguins. Matt Calvert hatte die Avalanche zunächst mit 1:0 in Führung geschossen (4.), dann drehten die Penguins durch Sidney Crosby (18.) und Jake Guentzel (36.) das Spiel. Nathan MacKinnon stellte im dritten Drittel dann auf 2:2 (43.). In der Verlängerung war es dann Brandon Tanev, der den Extra-Punkt für Pittsburgh in Unterzahl löste: Sein Pass auf den zweiten Pfosten wurde von Gabriel Landeskog unglücklich ins eigene Tor gelenkt und sorgte für die Entscheidung. Damit verlor Colorado erstmals in dieser Saison ein Spiel. Auch der deutsche AvalancheTorwart Philipp Grubauer (30 Saves, 90,9 Prozent Fangquote) konnte die Niederlage nicht abwenden. Penguins-Goalie Matt Murray zeigte 26 Saves (92,9 Prozent). Pittsburghs Kapitän Sidney Crosby baute seine Punkte-Serie auf sieben Spiele aus und punktete damit in bislang jeder einzelnen Partie (vier Tore, acht Assists).

Video: COL@PIT: Crosby trifft nach einer herrlichen Bewegung

Oilers konservieren ihre Form dank McDavid und Draisaitl

Die Edmonton Oilers bleiben heiß und fuhren im Rogers Place mit einem 6:3 gegen die Philadelphia Flyers den sechsten Saison-Sieg ein. In den Hauptrollen waren einmal mehr Edmontons Superstars Connor McDavid (ein Tor, vier Assists) und Leon Draisaitl (zwei Tore, ein Assist), die es zusammen auf acht (!) Scorerpunkte brachten. Draisaitl machte gleich den Anfang für die Oilers (2.), doch die Flyers antworteten rasch durch Jakub Voracek (8., im Powerplay), Danach aber eilten die Kanadier mit fünf Toren am Stück unaufhaltsam davon: Ethan Bear (15.), McDavid (33.), Ryan Nugent-Hopkins (35., im Powerplay), Draisaitl (37., im Powerplay) und Brandon Manning (44.) schraubten den Spielstand auf 6:1. Gegen Ende betrieb Philadelphia durch Oskar Lindblom (56.) und erneut Voracek (58, im Powerplay) noch ein wenig Ergebniskosmetik. Edmonton zeigte sich bei zwei von zwei Powerplay-Möglichkeiten erfolgreich, bei Philadelphia waren es zwei von sechs. Oilers-Goalie Mikko Koskinen wehrte 49 Schüsse ab (neuer Karriere-Bestwert, 94,2 Prozent Fangquote). Bei den Flyers wurde Starter Carter Hart (zehn Saves, 71,4 Prozent) nach vier Gegentreffern durch Backup Brian Elliott (sechs Saves, 75 Prozent) ausgetauscht.

Video: PHI@EDM: McDavid stochert ihn rein

Hattrick Kane: Sharks stoppen die Hurricanes

Nach einem schwachen Start (0-4-0) laufen die San Jose Sharks mittlerweile heiß und feierten mit einem 5:2-Erfolg im SAP Center gegen die Carolina Hurricanes den dritten Sieg in Serie. Zum Mann des Abends avancierte San Joses Evander Kane, dem bereits im ersten Drittel ein Hattrick gelang (9., 18., 20.), darunter zwei Powerplay-Tore. Dazwischen traf Dougie Hamilton zum zwischenzeitlichen 1:1 für die Hurricanes. Im zweiten Abschnitt baute Barclay Goodrow die Sharks-Führung gar auf 4:1 aus (35.). Kurz vor Schluss verkürzte Erik Haula noch einmal für Carolina (56.), doch ein Empty-Net-Tor von Tomas Hertl (60.) machte alles klar. In Top-Form präsentierte sich auch Sharks-Goalie Martinn Jones, der 36 Schüsse stoppte (94,7 Prozent Fangquote). Sein Gegenüber James Reimer zeigte gegen seinen Ex-Klub 17 Saves (81 Prozent). Bei San Jose kam der Deutsche Lean Bergmann nicht zum Einsatz, dafür spulte der Schweizer Timo Meier 18:00 Minuten Eiszeit ab. Sein Landsmann Nino Niederreiter auf der Gegenseite brachte es auf 15:05 Minuten, blieb aber ebenfalls ohne Scorerpunkt.

Video: CAR@SJS: Kane trifft drei Treffern im 1. Drittel

Riesen-Comeback: Capitals schlagen Maple Leafs

Dank eines Riesen-Comebacks im zweiten Drittel setzten sich die Washington Capitals in der Capital One Arena mit 4:3 gegen die Toronto Maple Leafs durch. Der Start gehörte den Gästen aus Kanada, die durch einen Unterzahl-Treffer von Kasperi Kapanen (5.) sowie dank Ilya Mikheyev (11.) mit 2:0 in Front gingen. Noch vor der ersten Pause verkürzte Jakub Vrana für die Hauptstädter (19.). Zu Beginn des Mitteldrittels dann die furiose Wende im Spiel mit drei Capitals-Toren binnen 1:18 Minuten: Evgeny Kuznetsov (26.), Nicklas Backstrom (6.) und John Carlson (27., im Powerplay) machten in Windeseile aus einem 1:2-Rückstand eine 4:2-Führung. Im dritten Durchgang stellte John Tavares zwar den Anschluss noch einmal her (58.), doch gingen die Maple Leafs am Ende leer aus. Washingtons Keeper Ilya Samsonov kam auf 29 Saves (90,6 Prozent Fangquote), Torontos Torwart Michael Hutchinson stoppte 28 Schüsse (87,5 Prozent). Der Schweizer Capitals-Verteidiger Jonas Siegenthaler (13:05 Minuten Eiszeit) musste das Eis nach einem Zusammenstoß Ende des zweiten Abschnitts mit einer Verletzung der unteren Körperhälfte verlassen.

Video: TOR@WSH: Kuznetsov markiert einen schönen Treffer

Milanos Traumtor macht den Unterschied für Columbus gegen Dallas

Die Columbus Blue Jackets feierten in der Nationwide Arena einen 3:2-Heimsieg gegen die Dallas Stars und gewannen somit zum achten Mal in Folge gegen ihren Lieblingsgegner. Schon der Start konnte sich für Columbus sehen lassen: Zach Werenski (8.) und Alexander Wennberg (16.) sorgten für einen 2:0-Vorsprung, ehe Miro Heiskanen (19.) für Dallas verkürzte. Im zweiten Drittel dominierten die beiden Torhüter Joonas Korpisalo (30 Saves, 93,8 Prozent Fangquote) und Ben Bishop (32 Saves, 91,4 Prozent), die lange keinen weiteren Treffer zuließen. Dann aber gelang Sonny Milano ein echtes Traumtor: Erst narrte der Blue-Jackets-Stürmer Gegenspieler Roope Hintz mit einer schönen Bewegung, führte denn Puck dann zwischen seine Beine und überwand Bishop mit einem technisch hochanspruchsvollen Schuss in den linken Winkel zum 3:1 (50.). Zu spät kam schlussendlich der Anschlusstreffer von Joe Pavelski, der bei noch fünf Sekunden auf der Uhr sein erstes Tor im Stars-Trikot erzielte (60.). Für die Texaner war es bereits die vierte Niederlage in Folge.

Video: DAL@CBJ: Milano zielt durch die Beine

Anaheim dreht das Spiel gegen Buffalo

Die Anaheim Ducks setzten sich im Honda Center mit 5:2 gegen die Buffalo Sabres durch. Für die Gäste von den Niagarafällen endete somit eine Serie von drei Siegen in Folge. Dabei erwischte das vom Deutschen Ralph Krueger trainierte Team den besseren Start und ging durch Jack Eichel (8.) und Victor Olofsson (17., im Powerplay) mit 2:0 in Führung. Für Olofsson war es bereits der sechste Saisontreffer im siebten Spiel - alle seine Tore markierte der Schwede in Überzahl. Anaheim aber gab sich nicht auf und reagierte mit fünf unbeantworteten Toren durch Doppelpacker Adam Henrique (19., 40.), Rickard Rakell (21.), Ryan Getzlaf (30., im Powerplay) und Jakob Silfverberg (57.). Ducks-Torwart John Gibson parierte 31 Schüsse (93,9 Prozent Fangquote), Sabres-Goalie Linus Ullmark kam auf 26 Saves (86,7 Prozent).

Video: BUF@ANA: Eichel trickst und überwindet Gibson

Aufgeschnappt:

"Wir arbeiten einfach gut zusammen. Keiner verteidigt nur für sich alleine. Der Einsatz und die Arbeitseinstellung muss bei jedem da sein, sonst sind wir ein ganz anderes Hockey-Team." - Sidney Crosby, Kapitän Pittsburgh Penguins

"Wir sind nicht glücklich über den Ausgang des Spiels und wie wir gespielt haben. Heute wurden wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir müssen weitermachen. Das nächste Spiel kommt schnell." - Philipp Grubauer, Torwart Colorado Avalanche

"Ich muss euch sagen, dass ich nach dem 0:2-Rückstand nicht in Sorge war. Sie haben ihre Chancen verwertet, doch ich hatte ein gutes Gefühl bei meiner Mannschaft. Es gab keine Panik, wir sind bei unserem Spiel geblieben und sind Wechsel für Wechsel immer stärker geworden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir zurückkommen würden." - Todd Reirden, Trainer Washington Capitals. 

Die "Three Stars" des Abends:

1st Star: Evander Kane (drei Tore, ein Assist) 

2nd Star: Connor McDavid, Edmonton Oilers (ein Tor, vier Assists)

3rd Star: Leon Draisaitl, Edmonton Oilers (zwei Tore, ein Assist)

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