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10.3. Spiel-Übersicht: Predators Siegesserie endet

Nach zehn ungeschlagenen Spielen verlieren die Nashville Predators gegen die New Jersey Devils. Boston siegt mit vier Toren im Schlussabschnitt.

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Zehn Siege konnten die Nashville Predators in Serie sammeln, ehe sie in der vergangenen Nacht von den New Jersey Devils gestoppt wurden. In Boston sichern vier Treffer im Schlussabschnitt den Bruins den Sieg und die Washington Capitals gewinnen dank eines Shutouts von Philipp Grubauer nach über 24 Jahren wieder nach regulärer Spielzeit in San Jose.

Und das geschah alles in der vergangenen Nacht in der NHL:

Nashvilles Siegesserie endet

Mit zehn Siegen im Rücken empfingen die Nashville Predators die New Jersey Devils und mussten sich mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben, womit die Erfolgsserie ein Ende nahm. Die Predators starteten, wie von einem Team mit viel Selbstvertrauen zu erwarten war. Bereits nach 1:17 Minuten nutzte Mattias Ekholm einen unsauberen Aufbau der Devils, für eine schöne Einzelaktion zum 1:0 (2.). Auch weiter machten die Preds Druck und verbuchten 10:5 Torschüsse im ersten Abschnitt, doch das nächste Tor erzielten die Devils. Sami Vatanen netzte zum 1:1 ein (8.). Fortan wurde das Team aus New Jersey stärker und ging durch Brian Boyle in Front (32.). Bis 1:06 vor Ende wähnten sich die Devils schon als Sieger, ehe Ryan Johansen die durch den gezogenen Torhüter generierte Überzahl zum 2:2 nutzte (59.). Roman Josi steuerte bei diesem Ausgleich einen Assist bei, nachdem er zuvor vier Partien aufgrund einer Oberkörperverletzung verpasst hatte. Nach einer torlosen Verlängerung kam es zum Shootout, den erneut Boyle zu Gunsten der Devils entschied.

Video: NJD@NSH: Boyle verwertet den Schuss von Severson

Vier Treffer Bostons im Schlussabschnitt sind zu viel für die Blackhawks    

Die Chicago Blackhawks verlieren nach einem starken letzten Drittel der Boston Bruins im TD Garden mit 4:7. Die 2:0-Führung der Bruins durch Noel Acciari (12.) und David Krejci (15.) egalisierten die Blackhawks binnen 29 Sekunden noch im ersten Drittel (Jonathan Toews (15.) und Erik Gustafsson (15.)). Durch zwei weitere Treffer durch John Hayden (27.) und Matthew Highmore (36.) bei nur einem Gegentor durch den Doppelpacker Krejci (31.) konnten die Hawks mit einer Führung in die letzten 20 Minuten starten. Nach David Pastrnaks Ausgleich (47.) schlug die Stunde der Neuakquisitionen der Bruins. Brian Gionta (49.) und Rick Nash (50.) stellten jeweils im Powerplay die Weichen auf Sieg. Den Schlusspunkt setzte Sean Kuraly (60.) mit seinem sechsten Saisontor, wobei die Blackhawks zu dieser Zeit schon den Goalie, Jean-François Bérubé, vom Eis genommen hatten. Mit dem Erfolg tragen sich die Bruins in die nun nur sieben Teams umfassende Liste ein, die die Mannschaften nennt, die alle Begegnungen einer sechs Partien umfassende Heimspielserie gewinnen konnten.

Video: CHI@BOS: Krejci vollendet DeBrusks Pass im Powerplay 

Grubauers Shutout sichert Sieg

Der 2:0-Erfolg der Washington Capitals bei den San Jose Sharks stellt deren ersten Erfolg nach regulärer Spielzeit seit dem 30. Oktober 1993 im SAP Center dar. Nicklas Backstrom (39.) und Lars Eller (59.) besorgten die einzigen Tore des Abends. Backstrom's Siegtreffer bringt ihn in der Franchise-Statistik der Caps auf Rang vier bei den meisten Game-Winning-Goals. Auf der anderen Seite des Eises hielt Capitals Goalie Philipp Grubauer seinen Kasten sauber und stoppte alle 24 auf ihn abgegebenen Schüsse. Besonders Grubauers Fanghandsave gegen Brenden Dillon im dritten Spielabschnitt (44.) ermöglichte den Hauptstädtern den Sieg mit nur zwei Treffern.

Video: WSH@SJS: Grubauer rettet gegen Tierney

Nächster Rekord für die Golden Knights

Mit dem 2:1-Shootout-Erfolg bei den Buffalo Sabres brachen die Las Vegas Golden Knights in der vergangenen Nacht den NHL Rekord für die meisten Siege eines Liganeulings. Der 20. Sieg verbessert den Rekord der Mighty Ducks of Anaheim aus der Saison 1993/94. Lange Zeit war es ein von der Defensive und den Torhütern geprägtes Spiel. 40 Schüsse stoppten Mark-Andre Fleurey (22 Saves) und Robin Lehner (18) in den ersten beiden Spielabschnitten gemeinsam. Treffer konnte bis dahin keines der beiden Teams erzielen. Nach 42:47 Minuten brach Justin Bailey die Torflaute und schoss seine Sabres in Front. Der Ausgleich durch Deryk Engelland (56.) für drückende Golden Knights schickte das Spiel in eine torlose Overtime. Auch das folgende Penaltyschießen wurde ein Kampf der beiden Goalies. Am Ende behielt Fleury die Überhand und stoppte 4 von 5 Versuchen für den 2:1-Sieg der Glückspielstädter.

Blitzstart in Colorado

Die Colorado Avalanche und die Arizona Coyotes legen beim 5:2-Erfolg der Avalanche einen rekordverdächtigen Spielbeginn hin. Vier Treffer in nur 4:22 Minuten des ersten Drittels sind die schnellsten seit dem 26. Februar 1997. Christian Dvorak (3.) für die Yotes und Blake Comeau (2.), Tyson Barrie (3.) und Carls Soderberg (5.) für die Avs waren dann auch die einzigen Torschützen im ersten Abschnitt. Der Anschlusstreffer durch Richard Panik (36.) sorgte nicht für die Wende, so dass Tyson Jost (51.) und Mikko Rantanen (53.) in den letzten 20 Minuten den Endstand herstellten. Nathan MacKinnon übersprang mit seinen zwei Assists die 80-Punkte-Marke in dieser Spielzeit. Er ist erst der sechste Avs-Spieler aller Zeiten, dem dies gelingt und mit 22 Jahren und 190 Tagen auch der jüngste in der Nordiques/Avalanche-Geschichte seit Mats Sundin in der Saison 1992/93. Obwohl MacKinnon acht Spiele lang fehlte liegt er in der Scoring-Rangliste auf Platz drei, gleichauf mit Connor McDavid und Claude Giroux.

Video: ARI@COL: Rantanen bezwingt Kuemper

Tampa siegt bei McDonagh-Debut gegen Montreal

Ryan McDonagh debütierte nach überstandener Verletzung beim 3:2-Sieg nach Penaltyschießen der Tampa Bay Lightning zuhause gegen die Montreal Canadiens. Mit dem Erfolg übersprangen die Bolts als erstes Team die 100-Punkte-Marke. Sie schafften das erst zum fünften Mal in der Franchisegeschichte und setzten zugleich einen neuen Rekord mit nur 69 Spielen, die sie dafür benötigten. Die auswärtsschwachen Canadiens (nur zwei Siege in den letzten 18 Auswärtsspielen) konnten zweimal in Front gehen, doch die Treffer von Artturi Lehkonen (5.) und Alex Galchenyuk (24.) wurden durch Tyler Johnson (14.) und Nikita Kucherov (54.) ausgeglichen. Die torlose Overtime resultierte in ein Penaltyschießen. Durch den Save von Louis Domingue gegen Lehkonen behielt der Tabellenführer aus Tampa dabei die Oberhand.

Laine auf Gretzkys Spuren

Patrick Laines Treffer konnte die 1:2-Niederlage der Winnipeg Jets bei den Philadelphia Flyers nicht verhindern, stellt aber einen Meilenstein für den jungen Finnen dar. Als erster europäischer Spieler und erst achter überhaupt konnte Laine als Teenager 40 Tore in einer Saison erzielen. Mit seinen 15 Treffern in den letzten zehn Spielen zog er, mit 76 Treffern als Teenager, in der Historie mit Brian Bellows und Wayne Gretzky auf Platz drei gleich. Mit seinem 1:2-Anschlusstreffer (49.) baute der finnische Angreifer in Diensten der Jets nochmals Spannung auf, nachdem Claude Giroux (26.) und Andrew MacDonald (29.) die Flyers in Front gebracht hatten. Weitere Tore sollten nicht mehr folgen, so dass die Flyers die Niederlagenserie nach fünf Spielen beenden konnten. Ein wichtiger Erfolg für Philadelphia im Kampf um die besten Positionen in der Metropolitan Division. Das sieht auch Verteidiger MacDonald so: "Für das Team war es wichtig heute Nacht gut reinzukommen und ein komplettes Spiel abzuliefern. Zu dieser Saisonphase willst du keine Niederlagen ansammeln."

Video: WPG@PHI: Laine schießt sein 40. Saisontor

Treffsichere Blues schießen Los Angeles ab

Die St. Louis Blues schlagen die Los Angeles Kings in deren heimischem Staples Center mit 7:2. Durch die Bank hinweg hatten die Blues Zielwasser zu sich genommen. Mit Robert Bortuzzo (4.), Colton Parayko (9.), Alex Pietrangelo (38.), Ivan Barbshev (40.), Vladimir Tarasenko (41.), Kyle Brodziak (41.) und Jaden Schwartz (53.) trafen sieben unterschiedliche Spieler der Blue Notes, nur unterbrochen durch das 1:2 von Drew Doughty (24.) und den Treffer zum 2:7-Endstand durch Dustin Brown (60.). Die Wiedervereinigung der ersten Reihe von Saisonbeginn um Schwartz, Tarasenko und Brayden Schenn wirkte, so dass die Blues mit sieben Treffern beinahe den Saisonrekord von acht einstellten.

Heimstarke Maple Leafs schlagen auch Pittsburgh

Seit zehn Spielen sind die Toronto Maple Leafs zuhause ungeschlagen. Auch die Pittsburgh Penguins mussten sich den Kanadiern mit 2:5 geschlagen geben. Kasperi Kapanen (10.), zweimal Nazem Kadri (20./32.) und Mitchel Marner (39.) besorgten den Leafs eine 4:0-Führung, ehe Sidney Crosby (57.) und Patric Hornqvist (58.) die Partie kurz vor Ende nochmals spannend machten. Patrick Marleau nutzte das zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verwaiste Tor der Bruins 58 Sekunden vor der Schlusssirene zum 5:2-Endstand. Mit 38 Paraden hatte Frederik Andersen einen großen Anteil am Erfolg der Maple Leafs und rückte in den Geschichtsbüchern der Franchise auf Rang fünf für die meisten Siege in einer Saison, wo er nur drei hinter den Rekordhaltern Ed Belfour und Andrew Raycroft liegt.

Video: PIT@TOR: Kapanen mit herrlichem Treffer im 1.

Lundqvist macht die 800 voll

Die Florida Panthers gewinnen mit 4:3 nach Shootout im BB&T Center gegen die New York Rangers. Der Sieg stellt für die Panthers den achten Heimerfolg in Serie dar, etwas das in der Geschichte des Teams bisher nie erreicht wurde. In Henrik Lundqvists 800. NHL-Spiel, etwas das vor ihm nur 14 andere Torhüter und kein europäischer Goalie geschafft hat, ging Florida durch Jonathan Huberdeau (20.) nur 15 Sekunden vor der ersten Sirene in Überzahl in Führung. Das 2:0 durch Frank Vatarno (29.) konnten die Broadway Blueshirts in Person von Mats Zuccarello (34.) und Mika Zibanejad (41.) egalisieren, doch bereits 45 Sekunden später schoss Jamie McGinn die Panthers erneut in Front. Der neuerliche Ausgleich durch Kevin Hayes (48.) markierte den Schlusspunkt der Partie, die anschließend im Shootout durch Vincent Trocheck, zu Gunsten der Panthers, entschieden wurde.

McDavid mit zwei Toren und einem Assist bei Oilers Sieg

Die Edmonton Oilers gewannen ihr Heimspiel gegen die Minnesota Wild mit 4:1. Nach fast 30 torlosen Minuten zeigte Connor McDavid erneut seine Klasse, in dem er binnen 2:49 Minuten gleich zwei Treffer erzielte (30./33.) und seine Oilers dadurch auf die Siegesstraße brachte. Es waren McDavids Tore 17 und 18 in den letzten 19 Begegnungen, drei mehr, als er in seinen ersten 49 Spielen der Saison hatte. Der Erfolg der Oilers war nur aufgrund der Leistung Cam Talbots möglich, der mit 32 Saves bei 33 Versuchen und 12 Paraden im ersten Spielabschnitt den Kanadiern die Chance auf den Sieg erhielt. Charlie Coyles Anschlusstreffer (50.) für die Wild beantwortete Leon Draisaitl mit seinem 22. Saisontreffer (57.). Mit seinem 300. NHL-Punkt, alle für Edmonton, besorgte Ryan Nugent-Hopkins den 4:1-Endstand, als er den Puck in das verwaiste Tor der Wild schob (58.).

Video: MIN@EDM: McDavid eröffnet mit dem ersten Treffer

Stimmenfang / Aufgeschnappt

"Viele Statistiken zeigten in unsere Richtung, nur die Torschüsse nicht. Wir haben in der ersten Hälfte des Spiels vermutlich öfter am Tor vorbeigeschossen als je zuvor in diesem Jahr. Viele Versuche sind einfach nicht zwischen die roten Stangen gegangen. Das nimmt dir etwas die Offensive." - Nashville Predators Coach Peter Laviolette

"Es hilft sehr gut ins Spiel zu kommen. Das Spiel hätte heute aber auch anders laufen können. San Jose hatte vier oder fünf Pfostenschüsse. Wir sind glücklich und zufrieden, die zwei Punkte geholt zu haben." -Washington Capitals Torhüter Phillip Grubauer

Die 'Three Stars' des Abends:

1st Star: Phillip Grubauer, Washington Capitals (Shutout, 24 Saves)

2nd Star: Connor McDavid, Edmonton Oilers (2 Tore, 1 Assist)

3rd Star: Nazem Kadri, Toronto Maple Leafs (2 Tore)

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