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Capitals müssen Spiel 7 hinter sich lassen

Washington scheidet gegen Carolina aus und wird sich voll auf die kommende Saison fokussieren

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Es lief die zwölfte Spielminute der zweiten Overtime, als Brock McGinn die Saison der Washington Capitals am Mittwoch schlagartig beendete. Nach einem verlorenen Bully eroberten sich die Hurricanes in der Capitals-Zone das Spielgerät zurück. Justin Williams spielte einen Pass von der Torlinie in die Gefahrenzone, wo McGinn bereitstand um die Capitals in die Sommerpause zu schicken.

"Es war einfach ein verdeckter Schuss aus der Ecke", erklärte Capitals-Torhüter Braden Holtby die letzte Situation der Saison 2018/19 aus Sicht der Capitals. "Ich weiß gar nicht, ob der Puck dann hochgegangen ist oder nicht. Keine Ahnung. Es ist halt eben einer dieser Spielzüge, die ganz gefährlich werden und bei denen du eben hart arbeiten musst."

Es war dieses Quäntchen mehr harte Arbeit, das den Hurricanes letztendlich als Ergebnis einer leidenschaftlich geführten Best-of-7-Serie den Einzug in die zweite Playoff-Runde der Eastern Conference bescherte.

Obwohl die Capitals am Mittwoch in der Capital One Arena zwischenzeitlich mit 2:0 und 3:1 geführt hatten, schafften sie es nicht, den Sack zuzumachen. Sie ließen sich von den Hurricanes den Schneid abkaufen und müssen jetzt ihre Enttäuschung verarbeiten.

 Video: CAR@WSH, Sp7: Ovechkin, Wilson mit einer Koproduktion

"Es ist einfach diese Situation, in der du realisierst, dass die Saison vorbei ist", fasste Capitals-Kapitän Alex Ovechkin seine Gefühle in Worte. "Wir haben uns durch 82 Hauptrundenpartien gekämpft und in Spiel 7 erzielen sie ein Tor und du bist enttäuscht. Du bist frustriert. Ganz besonders nach diesem letzten Jahr."

Dieses von Ovechkin angesprochene letzte Jahr war das mit Abstand erfolgreichste der Klubgeschichte. Die Capitals ließen ihre zahlreichen Playoff-Enttäuschungen hinter sich, wuchsen als Mannschaft über sich hinaus und holten sich zum ersten Mal den Stanley Cup. Nicht nur ihr russischer Kapitän feierte den bis dato größten Erfolg seiner Karriere.

Angetrieben von der Meisterschaft aus 2018 haben die Capitals fest daran geglaubt, den Erfolg wiederholen zu können. Doch für die erfahrene Truppe aus der US-Hauptstadt kam alles anders als erwartet.

 

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Der Underdog aus Carolina dachte gar nicht daran, sich dem vermeintlich übermächtigen Gegner kampflos geschlagen zu geben. Er wuchs über sich hinaus und zwang die Capitals zu vier schmerzhaften Niederlagen. Die vom Mittwoch vor eigenem Publikum hinterließ sicherlich die tiefsten Wunden.

Carolina ließ sich im siebten Spiel der Serie nicht aus der Ruhe bringen. Die Aktiven in Reihen der Gäste verarbeiteten Rückschläge wie das frühe Tor durch Andre Burakovsky nach 2:13 gespielten Minuten und teilten selbst mächtig aus.

Mit einem leidenschaftlichen Kampf zwangen sie die Capitals in die Knie. Vor allem in der ersten und zweiten Overtime waren sie am Drücker.

Video: CAR@WSH, Sp7: Hurricanes, Caps geben sich die Hände

"Sie waren die ganze Zeit im Vorwärtsgang", zollte Capitals-Goalie Holtby seinen Gegnern Respekt. "Sie haben konstant hart gearbeitet und am Ende war es das, was uns geschlagen hat. Das muss man ihnen hoch anrechnen. Ehre, wem Ehre gebührt. Auf dem Papier hätte man nicht erwartet, dass sie das Team sind, als das sie sich erwiesen haben. Das Lob gilt ihnen und ihren Trainern. Sie haben als Team toll gespielt und das war der Grund, warum die Serie so eng war. Am Ende verlassen wir die Serie nun auf der falschen Seite."

Letztendlich ziehen die Hurricanes in die nächste Runde ein, wo sie auf die New York Islanders treffen werden. Eine Paarung die, weil New York von Washingtons ehemaligen Meistercoach Barry Trotz angeleitet wird, einen noch faderen Beigeschmack für Washington hinterlässt.

Jetzt müssen sich die Capitals sammeln und auf die nächste Saison vorbereiten.

"Jede verpasste Möglichkeit ist einfach unglaublich schmerzhaft", sagte Verteidiger John Carlson. "Ich denke, man bekommt so eine Möglichkeit nur sehr selten und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in so großartigen Mannschaften spielen durfte. Es ist mehr als nur die Niederlage in der Serie oder in diesem Spiel. Es ist einfach alles. Alles schmerzt."

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