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Sidney Crosby verblüfft in Finaleröffnung

von Dan Rosen / NHL.com

PITTSBURGH – Das Wort stach heraus, weil es vielleicht das einzige, auf jeden Fall das perfekte Wort war, um Sidney Crosbys Leistung in Spiel eins des Stanley Cup Finales im Consol Energy Center am Montag zu beschreiben.

"Inspirierend", sagte Pittsburgh Penguins Trainer Mike Sullivan.

Noch drei solche Leistungen vom Penguins Kapitän und man kann sich kaum vorstellen, dass sie das Finale gegen die San Jose Sharks verlieren.

Crosbys einziger Punkt in Spiel eins war ein Assist zum zweiten Tor der Penguins bei ihrem 3-2 Sieg, aber die Statistik spiegelt seine Leistung nicht wieder.

Die Penguins sprachen vor dem Finale über ihre Tiefe und dass sie ihnen einen Vorteil gab, aber um in diesen wichtigen Situationen zu gewinnen, müssen ihre besten Spieler auch ihre beste Leistung bringen.

Crosby hat das im ersten Spiel gemacht. Niemand war besser. In beiden Teams.

Spiel zwei findet am Mittwoch statt.

"Da nimmt ein Anführer die Zügel in die Hand und sagt: 'Mir nach'", sagte Penguins Center Matt Cullen. "Er war stark am Puck. Er war aktiv. Er war nicht zu Verteidigen. Er war wirklich stark und da muss man einfach mitziehen."

"Wenn so einer das Spiel übernimmt, dass b ringt viel Selbstvertrauen und Schwung im Team", erklärte Penguins Stürmer Patric Hornqvist. "Es macht Spaß da zuzusehen."

Die Sharks hatten sicher keinen Spaß mit Crosby. Ihnen fiel während seinen 25 Wechseln kaum etwas gegen ihn ein.

Er bereitete einige richtig starke Chancen seiner Mitspieler Hornqvist und Conor Sheary vor. Bei einigen davon kamen keine Torschüsse heraus, andere zwangen Sharks Torwart Martin Jones zu spektakulären Saves.

Und dann war da der eine Spielzug, der ein Musterbeispiel von Crosbys Dominanz war.

"Ich habe einfach versucht zu spielen", sagte Crosby.

Es war brillant.

Penguins Verteidiger Olli Maatta spielte den Puck an der Bande entlang. Er ging an der Bank vorbei ins Drittel der Sharks. Crosby, der zurückgekommen war, sah was Maatta tat und brachte seine Schnelligkeit zum Einsatz, vorbei an Sharks Verteidiger Justin Braun im Mitteldrittel und war als erster in der linken Ecke am Puck.

Nachdem Crosby das Rennen gewonnen hatte, bremste er und zwang Braun bei dem Versuch umzukehren und weiter gegen Crosby zu Verteidigen auf die Knie.

Das schaffte er nicht.

Mit einer Hand am Stock spielte Crosby sich selbst den Puck zu, sah für einen Moment hoch und spielte einen binden Rückhandpass genau auf Shearys Schläger.

Wie viele Spieler haben das Selbstvertrauen einen blinden Rückhandpass durch die Mitte zu spielen?

Sheary sagte, er erwartete den Puck zu bekommen, "Er sieht dich überall auf dem Eis."

Sheary hatte Zeit den Puck anzunehmen und die Lücke zu finden. Er sah zur langen Seite und nahm den Schuss zum 2-0 nach 13:48 im ersten Drittel.

"Er sprintet die Bande entlang, kriegt ein, zwei Meter Abstand und findet den Passweg zu Sheary", erinnert sich Penguins Stürmer Chris Kunitz, der oft in wichtigen Momenten Crosbys Pässe bekam.

"Das macht Sid immer genial, andere Spieler aussteigen lassen, damit er den freien Mann findet und ihm Zeit und Platz mit dem Puck gibt, weil wir anderen diese Zeit und den Platz brauchen."

Hornqvist hatte im dritten Drittel nicht genug Zeit um eine der Chancen die Crosby für ihn kreierte zu verwerten, aber es war knapp und wäre eins der Highlights gewesen.

Crosbys Pass auf Hornqvist nach 13 Minuten im dritten Drittel war wunderschön und nicht viele Spieler hätten ihn spielen können.

Hornqvist bekam den Puck und brachte ihn aufs Tor, aber Jones machte mit dem Schoner einen seiner 38 Saves.

Crosby kam irgendwie in der linken Ecke an den Puck und machte aus einem unglaublichen Winkel den Torschuss. Der Schuss schien den physikalischen Gesetzen zu widersprechen. Aber an diesem Abend schien es nicht verwunderlich, dass Crosby den Puck aufs Tor brachte.

"Er war auf jeden Fall unser bester Spieler", sagte Hornqvist. "Er war den anderen einen Schritt voraus."

Er zeigte noch etwas anders, laut Sullivan.

"Dieses Funkeln in den Augen, denke ich", meinte Sullivan. "Er weiß, dass wir extrem hart gearbeitet haben um hier anzukommen. Wenn er so spielt inspiriert er das ganze Team."

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