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Crosby, Kane, Ovechkin, Keith, Doughty, Fleury sind NHL All-Decade Team

Die Besten von 2010-19 ausgewählt von einem Gremium von GMs, NHL.com Autoren, Moderatoren von NBC, Sportsnet, TVAS

von NHL.com/de @NHLde

Sidney Crosby, Patrick Kane, Alex Ovechkin, Duncan Keith, Drew Doughty und Marc-Andre Fleury stehen im Ersten NHL All-Team des Jahrzehnts.

Die sechs Spieler, die von einem Gremium aus NHL General Managern, für den Spielbetrieb zuständige Mitarbeiter der NHL, NHL.com-Autoren und On-Air-Talenten von NBC, Sportsnet und TVAS ausgewählt wurden, gewannen von 2010 bis 2019 insgesamt 13 Stanley Cup-Meisterschaften.

Center Crosby und Torhüter Fleury siegten jeweils mit den Pittsburgh Penguins in den Jahren 2016 und 2017. Stürmer Kane und Verteidiger Keith gehörten 2010, 2013 und 2015 zu den Meisterschaftsmannschaften der Chicago Blackhawks.

Verteidiger Doughty gewann 2012 und 2014 mit den Los Angeles Kings den Pokal und Stürmer Ovechkin holte ihn 2018 mit den Washington Capitals.

Das Zweite NHL All-Team des Jahrzehnts besteht aus den Stürmern Evgeni Malkin (Penguins), Patrice Bergeron (Boston Bruins) und Steven Stamkos (Tampa Bay Lightning), den Verteidigern Erik Karlsson (San Jose Sharks) und Zdeno Chara (Bruins) sowie Torwart Henrik Lundqvist (New York Rangers).

 

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NHL.com sprach mit den ehemaligen NHL-Stürmern und aktuellen Analysten von NHL Network Ryan Callahan und Scott Hartnell, die im Laufe des Jahrzehnts gegen die sechs Spieler gespielt haben.

Hartnell spielte 2010 für die Philadelphia Flyers, als Kane in Spiel 6 das Stanley Cup-Siegtor in der Verlängerung erzielte. Callahan war 2015 bei den Tampa Bay Lightning dabei, als sie im Stanley Cup Finale gegen die Blackhawks verloren.

Sidney Crosby

Er erzielte in dem Jahrzehnt durchschnittlich 1,25 Punkte pro Spiel und ist damit der erste bei den Spielern mit mindestens 400 Partien. Ihm gelangen 788 Punkte (296 Tore, 492 Assists) in 630 Spielen, womit er den zweiten Platz hinter Kane, der es auf 802 Punkte (315 Tore, 487 Assists) in 742 Spielen brachte, belegt. Crosby führte die NHL mit 123 Punkten (42 Tore, 81 Assists) in 115 Stanley Cup-Playoff-Partien an.

"Es ist ein Typ, gegen den man immer wieder begeistert spielt", sagte Hartnell, "und ein Typ, der einen aus dem Handgelenk heraus oder mit einem blinden Pass hinter dem Rücken ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen könnte."

Aber es war Crosbys Defensivspiel für die Penguins, das Callahan am meisten beeindruckte.

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"Ich glaube nicht, dass er dafür genug Anerkennung bekommt", sagte Callahan. "Und wie gut er defensiv mit seinem Schläger ist. Wenn man mit ihm in den Zweikampf geht, weiß man, dass man von ihm körperlich nicht völlig ausgestochen wird, aber er ist so gut mit seinem Stock, hebt Schläger hoch und stiehlt Pucks."

Hartnell sagte, Crosby sei der vollständigste Spieler, seit langem in der NHL.

Zusätzlich zu seinen Statistiken und Meisterschaften in dem Jahrzehnt gewann Crosby die Hart Trophy als wertvollster Spieler und die Art Ross Trophy als bester Scorer der NHL in 2013/14 sowie die Conn Smythe Trophy als MVP in den Playoffs 2016 und 2017.

"Er ist ein oder zwei Schritte weiter als man denkt", sagte Hartnell. "Er macht das, was er vorhat, bevor man glaubt zu wissen, was er tun wird. Er weiß, wo jeder steht, besonders vom eigenen Team. Er ist einen immer einen Schritt voraus."

Patrick Kane

Abgesehen davon, dass Kane im vergangenen Jahrzehnt die NHL nach Punkten anführte, war er mit 109 Punkten (41 Tore, 68 Assists) in 111 Playoff-Spielen hinter Crosby Zweiter.

Er gewann 2013 die Conn Smythe Trophy sowie 2015/16 die Hart Trophy und die Art Ross Trophy.

Kanes denkwürdigster Moment war jedoch zu Beginn des Jahrzehnts, als er am 9. Juni 2010 in Spiel 6 gegen Hartnell und die Flyers das Stanley Cup-Siegtor in der Verlängerung für die Blackhawks erzielte.

"Er war von seinem ersten Spiel in der Liga an bis heute ein besonderer Spieler, der mittlerweile seinen 1000. Punkt erzielt hat", sagte Hartnell. "Er ist ein Typ, der seinen Schläger in einer Telefonzelle beherrschen kann, der die Schnelligkeit hat und dessen Eishockey-IQ höher ist als von 99,9 Prozent der Liga. Es macht einfach Spaß, ihm zuzusehen. Wenn sie ein Tor brauchten, war der Puck immer in seinen Händen, und darum gewannen sie dreimal den Cup."

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Callahan sagte, der Plan der Lightning im Cup-Finale 2015 sei es gewesen, Kane früh und oft zu checken, ihn damit aus dem Spiel zu nehmen.

"Ich weiß nicht, ob er in der ganzen Serie einmal getroffen wurde", sagte Callahan lachend. "So kreativ ist er und so gut ist er auf den Beinen. Er weiß, wie er in jene Bereiche kommt, in denen er nicht gecheckt werden und trotzdem erfolgreich sein kann."

"Es gibt Dinge, die er auf dem Eis sieht, die meiner Meinung nach sonst niemand erkennt. Die Wege, die Chancen, die Spielbereitschaft und die Pässe, die er so leicht aussehen lässt. Er bekommt hierfür nicht ausreichend Anerkennung, weil es für ihn leicht aussieht, während 99 Prozent in der Liga nicht in der Lage wären, das Spiel so aufzuziehen.

Alex Ovechkin

Ovechkin erzielte im vergangenen Jahrzehnt 437 Tore, die meisten in der NHL, und liegt mit 780 Punkten auf dem dritten Platz hinter Kane und Crosby.

Aber wie er im Laufe des Jahrzehnts gereift ist, hat Hartnell und Callahan am meisten beeindruckt.

"Er hat gelernt, wie man verteidigt", sagte Hartnell. "Vor allem in dem Jahr, in dem sie Meister wurden, ging es ihm mehr darum mannschaftsdienlich zu sein, als nur Tore zu schießen und zu stürmen.

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"Vielleicht wurde ihm klar, dass er den Stanley Cup vielleicht nicht gewinnen würde, wenn er nicht an diesem Teil seines Spiels arbeitet oder ein vielseitigerer Spieler sein muss. Zollen wir ihm Tribut dafür, dass er das erkannt hat. Trainer Barry Trotz spielte hierbei auch eine Rolle. Er hat ihn dazu gebracht, sich einzubringen, sich zu konzentrieren und zog ihn genauso zur Verantwortung wie alle anderen.

Callahan sagte ungern, er freute sich für Ovechkin, als die Capitals 2018 den Stanley Cup gewannen. Washington bezwang damals Callahan und Tampa Bay in sieben Spielen im Eastern Conference Finale.

"Es war schwer für mich, sie gewinnen zu sehen, nur weil wir gegen sie verloren haben, aber aus der Distanz betrachtet ... Ich glaube einfach, dass er es so sehr verdient hat", sagte Callahan. "Man konnte sehen, wie sehr er sich sorgte und wie sehr er es wollte."

Duncan Keith

Hartnell sagte, er glaube nicht, dass die Blackhawks ohne Keith, der im Durchschnitt 28:11 Minuten Eiszeit pro Spiel 2010, 27:37 Minuten 2013 und 31:07 Minuten in den Playoffs 2015 hatte, als er die Conn Smythe Trophy gewann, eine ihrer drei Stanley Cup-Championships gewonnen hätten.

"Er war so ein beruhigender Faktor, offensiv, defensiv, Penalty Killing, alles", sagte Hartnell. "Er war der Mann da draußen."

Callahan und Hartnell sagten, dass Keiths Fähigkeit, Pucks aus der Luft zu holen und schnelle Tempoangriffe einzuleiten, einer der beeindruckendsten Aspekte seiner Spielweise sei.

"Man könnte immer sagen: 'Lasst uns das Ding in die Tiefe spielen, dann werden sie müde', aber als Nächstes weiß man, das bringt nicht viel und da wäre noch die Sache mit dem Eishockey-IQ, er weiß, wo die Jungs sind", sagte Hartnell. "Dann ist der Puck wieder in deinem Drittel und du hörst diesen dummen Song (Torsong Chelsea Dagger von The Fratellis) in Chicago."

Callahan erinnert sich an das Cup-Finale 2015 gegen die Lightning, als Keith in dieser Serie über sechs Spiele auf eine durchschnittliche Eiszeit von 29:46 Minuten kam.

"Es schien so mühelos und lässig, fast so, als wäre es für ihn eine Leichtigkeit oder als würde er nie ins Schwitzen kommen", sagte Callahan. "Das ist umso frustrierender, wenn man als gegnerischer Spieler sieht, wie ein solcher Typ mühelos deine Chancen vereitelt. Er lässt es leicht aussehen wie bei einem Sonntags-Spiel in einer Kneipenliga, und dabei steht er schon 27 oder 28 Minuten in einem Stanley Cup-Finalspiel auf dem Eis."

Drew Doughty

Weder Callahan noch Hartnell spielten in den Playoffs gegen Doughty, aber beide waren in der Lage, sein Spiel ein paar Mal in einer Saison aus der Nähe und häufig aus der Ferne zu verfolgen.

"Ein Junge, von dem man glaubt, man hätte ihn beim Forecheck in der Ecke gedrängt und das nächste, an das man sich erinnert ist, dass man das Nachsehen hat, weil er den Puck irgendwie galoppierend aus der Bedrängung herausführt", sagte Hartnell. 

Doughty war Siebter unter den Verteidigern bei den Punkten mit 439 (101 Tore, 338 Assists) in 772 Spielen von 2010 bis 19 und Zweiter auf der Position bei der totalen Eiszeit in dem Jahrzehnt (20571:15 Minuten).

Er erreichte 16 Punkte (vier Tore, 12 Assists) sowie eine durchschnittliche Eiszeit von 26:09 Minuten pro Spiel beim Lauf der Kings zur Meisterschaft in 2012 und 18 Punkte (fünf Tore, 13 Assists) sowie 28:45 Minuten pro Spiel in den Playoffs 2014.

"Ich hatte die Möglichkeit mit Doughty im Juniorenbereich in Guelph zu spielen und ich erinnere mich als er zu uns kam und in den ersten zwei Wochen sagte ich zu meinem Vater, 'dieser Junge wird etwas Besonderes'", erzählte Callahan. "Ihn einfach nur in den ersten paar Wochen zu beobachten, davon war ich schon sehr beeindruckt. Sein Schlittschuhlaufen, seine Fähigkeiten, alles war außergewöhnlich. Er war überall auf dem Eis. Er war immer am Spiel beteiligt."

Marc-Andre Fleury 

Fleury holte die meisten Siege (322), hatte die drittmeisten Starts (543) und die fünfmeisten Shutouts (43) unter allen Torhütern im Jahrzehnt. 

Er war vorwiegend der Backup von Matt Murray beim Lauf der Penguins zum Stanley Cup in 2016, aber er spielte eine große Rolle für Pittsburgh in den Playoffs 2017, als er 15 Spiele startete und 9-6-0 mit einem Gegentorschnitt von 2,56, 92,4 Prozent Fangquote und zwei Shutouts erreichte.

"Man kann zulaufen und schießen und es gibt zwei unterschiedliche Stile von Torhütern für den gleichen Schuss", erklärte Hartnell. "Er ist sehr athletisch und kann fast jeden Save machen. Man denkt, man hat das freie Tor und man braucht ihn nur locker reinmachen und das nächste, was man weiß ist, dass sein Schläger oder seine langen Schoner dazwischen gehen."

Fleury führte auch die Vegas Golden Knights in ihrer ersten Saison in das Stanley Cup Finale 2018.

"Als er nach Vegas ging, das will ich eingestehen, dachte ich, dass er auf dem absteigenden Ast sei und ich hatte nicht erwartet, dass er nur annähernd so viel erreichen könnte von dem, was er erreicht hat", räumte Callahan ein. "Das erste Jahr, in dem er sie in das Cup Finale führte, war ich schockiert. Diese Wettbewerbsfähigkeit hebt ihn ab."

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