PIT 5, COL 2

Die Pittsburgh Penguins haben am Mittwochabend in der Ball Arena von Denver mit 5:2 bei den Colorado Avalanche gewonnen. Für die Penguins gab Kapitän Sidney Crosby die Richtung vor und stellte mit seinem 30. Saisontreffer die Weichen auf Sieg. Pittsburgh beendete seine Niederlagen-Serie von vier Spielen (0-4-0), ausgerechnet beim formstarken amtierenden Stanley Cup Champion, der zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen hatte.

Zum 11. Mal 30 Tore von Crosby
Diese Punkte brauchten die Penguins im Kampf um die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs mehr als dringend. Also ging Routinier Crosby mit gutem Beispiel voran und lieferte den so wichtigen Führungstreffer: 1:11 Minuten nach Beginn des zweiten Drittels drang der 35-jährige Kanadier mit einem schnellen Antritt in die Offensivzone ein, ließ Gegenspieler Samuel Girard mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen und hob den Puck mit der Rückhand über die linke Schulter von Alexandar Georgiev in den linken Winkel zum 1:0 (22.).
"Ich liebe einfach diese Herausforderungen", sagte Crosby. "Das Wichtigste für mich ist, konstant zu spielen. Wenn das dann dabei herauskommt, ist das großartig. Wir haben unser Spiel heute ziemlich gut umsetzen können, hatten sogar ein paar Möglichkeiten, um die Führung auszubauen und die Balance zwischen aggressiv bleiben und keine Risiken mehr einzugehen, um Fehler zu machen, gefunden."

PIT@COL: Crosby verwertet Rückhand nach Bewegung

Für Crosby war es Saisontreffer Nummer 30. Er ist damit der erste NHL-Spieler, der sowohl im Alter von 18 als auch im Alter von 35 Jahren eine 30-Tore-Saison abliefern konnte. In 18 Jahren in der NHL knackte Crosby in Pittsburgh bereits elfmal die Marke von 30 Treffern. Nur drei Stürmer kommen auf mehr für nur eine einzige Franchise: Alex Ovechkin (17-mal für die Washington Capitals), Gordie Howe (14-mal für die Detroit Red Wings) und Bobby Hull (13-mal für die Chicago Blackhawks).
"Das bedeutet, dass ich schon lange in dieser Liga bin. Aber es sind genau diese Dinge, die mich antreiben, seitdem ich in die NHL gekommen bin", ordnete Crosby diese Zahlen ein. "In deinem ersten Jahr willst du beweisen, dass du hierhergehörst, das ist auch mit 35 nicht anders geworden. In einer jungen Liga willst du weiter beweisen, dass du mit deinem Spiel noch erfolgreich sein kannst und das versuche ich. Ich war glücklich genug, in all dieser Zeit mit ein paar richtig guten Spielern zusammenzuspielen. Auch das hatte einen großen Anteil daran."
Carter beendet seine Durststrecke mit einem Doppelpack
Im weiteren Verlauf trafen auch noch Jake Guentzel (25., im Powerplay), Jeff Carter (35., im Powerplay; 53.) und Bryan Rust (60., Empty Net) für die Penguins. Torwart Tristan Jarry wehrte 28 von 30 Torschüssen ab (93,3 Prozent Fangquote).

PIT@COL: Carter fälscht Pass zu seinem zweiten Tor ab

"Es war eine solide Leistung von oben bis unten und von jedem in unserer Aufstellung. Unsere Jungs haben hart gekämpft und wir haben den Preis des Sieges gezahlt. Insbesondere am Ende des Spiels haben wir viele Schüsse geblockt, was gezeigt hat, was gegen ein sehr gutes Hockey-Team auf dem Spiel stand", befand Trainer Mike Sullivan.
Rust (1-1-2) erreichte damit im vierten Jahr in Folge die Marke von 40 Scorerpunkten (16-24-40). Carter wiederum beendete seine Durststrecke nach fast einem Monat (letzter Treffer am 26. Februar) und elf torlosen Spielen mit einem Doppelpack (2-0-2). Ihm gelang auch sein 88. Siegtreffer in der NHL, was den zweitbesten Wert unter allen aktiven Spielern bedeutet (hinter Ovechkin mit 124).
"Wenn du in die Playoffs kommen willst, dann musst du dein bestes Hockey spielen. Du willst dich natürlich so früh wie möglich qualifizieren, aber manchmal, wenn du da draußen um dein Leben kämpfst, dann gibt dir das einen Extra-Schub", erklärte Carter seine Leistungsexplosion.
"Es ist unglaublich: Genau das willst du sehen, dass Jungs produzieren und es gut machen. Das waren heute zwei wichtige Tore von Carts. Alle vier Reihen haben heute also zum Sieg beigetragen. Genau das brauchst du auch", war auch Guentzel (1-1-2), der dritte Multi-Punkte-Spieler bei Pittsburgh zufrieden. "Sie sind der Titelverteidiger, wir wussten, wie gut sie sind, als wir hierhergekommen sind. Wir mussten also alles tun, was wir konnten, um die Punkte zu behalten. Morgen ist schon das nächste große Spiel, in dem es wieder um wichtige Punkte geht."

PIT@COL: Guentzel schlägt Puck im PP aus der Luft

Zurück auf einem Wildcard-Platz
Die Penguins spielen am Donnerstag (9 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 2 Uhr MEZ) "Back-to-Back" bei den Dallas Stars und brauchen auch dann wieder dringend Punkte: Pittsburgh (35-26-10) hat sich den zweiten Wildcard-Rang in der Eastern Conference zwar zurückerobert, doch beträgt der Vorsprung auf den stärksten Verfolger Florida Panthers (36-28-7) nur einen einzigen Zähler.
Routiniers wie Crosby (35), Carter (38) und Rust (30) werden sich erneut zeigen müssen, um zum 17. Mal in Folge in die Stanley Cup Playoffs einziehen zu können. Als die Penguins die Endrunde zuletzt verpasst hatten, spielte Crosby seine Debüt-Saison in der NHL (2005/06), seitdem führte der Ausnahmespieler Pittsburgh konstant in die Playoffs und zu drei Meisterschaften (2009, 2016, 2017).