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Sharks wurden von den Blues in Spiel 4 vorgeführt

von Nicholas Cotsonika / NHL.com



SAN JOSE --
Peter DeBoer war nicht in der Stimmung für X's and O's.

Seine San Jose Sharks haben am Samstag Spiel 4 des Western Conference Finales gegen die St. Louis Blues mit 3-6 verloren, anstatt in der Serie mit 3-1 in Führung zu gehen, eine Franchisebestmarke an Stanley Cup Playoffsiege aufzustellen und nur noch einen Sieg vom Finale entfernt zu sein. Sie ließen die Blues 2-2 ausgleichen, so dass diese Serie mindestens über sechs Spiele geht.

Ihn störte nicht, dass ihn sein Gegner; Blues Trainer Ken Hitchcock überlistet hatte, indem er den Torwart gewechselt, seine Reihen getauscht, auf Kleinigkeiten geschaut hat, um eine Mannschaft zu verbessern, die über drei Spiele vorgeführt wurde und 156:59 Minuten kein Tor erzielen konnte.

Als DeBoer danach gefragt wurde, ob die Blues an ihrem Forechecking etwas verändert haben, um es wirkungsvoller zu gestalten, hatte er genug.

"Ich bin mir sicher, Hitch wird euch erzählen, welche großartigen Veränderungen er vorgenommen hat und alle haben funktioniert", sagte DeBoer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Ich ziehe meinen Hut vor ihm."

Das war es und DeBoer verließ wutentbrannt die Bühne. Keine weiteren Fragen.

Was passiert ist, war nicht komplex, doch für die Sharks war es nicht hinnehmbar.

Die Blues waren eine bessere Mannschaft als zuvor und die Sharks leisteten ihren Anteil dazu, weil sie abgebaut haben. Die Blues waren in einer verzweifelten Situation, die Sharks hatten ein Polster. Die Blues taten das den Sharks an, was zuvor diese ihnen angetan hatten: Aus der eigenen Zone ausbrechen, mit Tempo durch die neutrale Zone gehen, Forechecken und Puckverluste provozieren.

"Sie spielten heute härter und haben mehr gearbeitet als wir", sagte Sharks Stürmer Chris Tierney. "Wir waren nachlässig. Sie haben die Zweikämpfe gewonnen, vor dem Tor und an der Bande. Wir wurden früh abgearbeitet und davon haben wir uns nicht erholt."

Hinzukommt, dass die Blues 2 von 4 Powerplays erfolgreich abschlossen, alle 5 Unterzahlsituationen schadlos überstanden und dabei sogar selbst ein Tor erzielen konnten.

Der Unterschied, sagte Sharks Center Joe Thornton waren "höchstwahrscheinlich die Special Teams".

Hitchcock ist ein großartiger Trainer. Er hat den Stanley Cup schon einmal gewonnen. Für St. Louis haben seine Veränderungen gewirkt, aber für San Jose war es weniger die Ausführung der X's und O's als die X's und O's selbst.

"Wir haben das bekommen, was wir verdient haben", sagte DeBoer.

So wie die ersten Spiele verlaufen sind, konnte man leicht vergessen, dass die Blues in der regulären Saison 107 Punkte gewonnen und als Zweiter die Western Conference abgeschlossen haben, während es die Sharks als Sechstplatzierter auf 98 Punkte gebracht haben oder, dass die Blues in der ersten Runde die Chicago Blackhawks als Titelverteidiger und in der zweiten Runde die Dallas Stars, das punktbeste Team im Westen, bezwungen haben.

Sharks Verteidiger Marc-Edouard Vlasic bezeichnete die Blues nach Spiel 4 als "das beste Team im Westen", um diesen Punkt noch einmal hervorzuheben. Es war ziemlich unbegründet zu erwarten, dass die weiterhin so schlecht spielen werden wie zuletzt.

"Sie sind eine gute Mannschaft", sagte Vlasic. "Die gehen nicht einfach weg."

Wenn die Sharks das gewusst haben, warum waren sie nicht bereit? Warum konnten sie den Blues nichts entgegensetzen?

Das ist die menschliche Natur. Das ist das Wesen vom Eishockey.

"Wenn du in der regulären Saison ein Spiel verlierst, dann kommst du beim nächsten Spiel stärker zurück und in den Playoffs ist das noch ausgeprägter", sagte Vlasic. "Wir wollten 3-1 in Führung gehen, doch sie wollten nicht 1-3 in Rückstand geraten. Dementsprechend kamen sie heraus und sie waren besser als wir."

Das ist keine befriedigende Erklärung. Das ist keine Ausrede. Das ist die Wahrheit oder zumindest ein Teil von ihr.

"Es ist schwer diesen Punkt zu verarbeiten. Es ist die Aufgabe unserer Gruppe das zu verarbeiten", sagte DeBoer. "Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen werden."

Für die Sharks ist es gut, dass sie diesen Punkt nicht unverzüglich verarbeiten müssen.

"Wenn du einen Abend zurück gehst, dann fehlten zwei Siege, um sie rauszuwerfen", sagte Tierney. "Dann müssen wir es halt im nächsten Spiel abrufen."

Für DeBoer gibt es keinen Grund große Veränderungen, wie es Hitchccock getan hat, vorzunehmen.

Er nahm Torwart Martin Jones Mitte von Spiel 4, nachdem er vier Tore bei 19 Schüssen kassiert hatte, aus dem Kasten, doch Jones hatte zuvor mit 65 Saves 153:57 Minuten in Folge sein Tor sauber gehalten. Es gibt keine Zweifel, dass Jones am Montag in Spiel 5 im Scottrade Center von St. Louis von Beginn an im Tor stehen wird (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

DeBoer wird vielleicht hier und dort etwas optimieren, doch die erste Reihe mit Tomas Hertl, Joe Pavelski und Joe Thornton wird sich nicht verändern. Die erste Powerplayformation mit Pavelski, Thornton, Logan Couture, Patrick Marleau und Brent Burns wird ebenfalls bleiben.

Das einzige 'X', das DeBoer malen muss ist auf dem Cover der Aufzeichnung dieses Spiels, bevor er sie in den Müll wirft und das einzige O, das er malen muss, ist das um die Ergebnisse der ersten drei Spiele. Vergiss dieses eine Spiel. Erinnere dich an die anderen.

"Du spielst drei Partien gut und eines schlecht", sagte Stürmer Tommy Wingels. "Du erkennst somit ganz einfach was funktioniert hat und was nicht. Wir können uns das Video anschauen, doch ich glaube nicht, dass wir das nötig haben."

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