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Sharks optimistisch trotz 0-2 Rückstand

von Tom Gulitti / NHL.com

PITTSBURGH – Die San Jose Sharks glauben, dass die Erwartungen an ein vorzeitiges Aus vorschnell sind.

Sicher, es gibt nicht viel, was die Sharks nach ihrer 1-2 Overtimeniederlage gegen die Pittsburgh Penguins im Consol Energy Center in Spiel 2 des Stanley Cup Finales optimistisch stimmen kann. San Jose liegt in der Best-of-7 Serie 0-2 hinten und ist auf der Suche nach dem Strohhalm, an dem sie sich für Spiel 3, das am Samstag im SAP Center stattfindet (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports), klammern können.

Doch die Sharks sind nicht bereit aufzugeben. Das war die Botschaft aus der Kabine nach dem Spiel.

"Wir müssen nun zuhause aufpassen", sagte Verteidiger Marc-Edouard Vlasic. "Das was es zu sagen gibt ist 'Lasst uns heimgehen und das machen was sie hier getan haben'."

Die Penguins kontrollierten in den ersten zwei Partien die meiste Zeit das Spiel und fuhren Siege ein. Die Sharks hatten ihre Momente, blieben aber hauptsächlich wegen ihres Torwarts Martin Jones, der es am Mittwoch auf 28 und bei der 2-3 Niederlage am Montag in Spiel 1 auf 38 Saves gebracht hatte, auf Schlagdistanz.

Dennoch glauben die Sharks, dass sie mit dem einen Abpraller hier oder dort die Serie auch ausgeglichen hätten gestalten können. Penguins Stürmer Nick Bonino erzielte das Siegtor in Spiel 1 2:33 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. Conor Sheary war in Spiel 2 Pittsburghs Held mit einem Treffer nach 2:35 Minuten in der Overtime.

"Spiel 1 wurde in den letzten [drei] Minuten entschieden. Heute ging es in die Overtime", sagte Sharks Coach Peter DeBoer. "Ich meine wir sind noch nicht begraben. Es gilt noch eine Menge Eishockey zu spielen."

Die Sharks hoffen, dass es noch viel Eishockey zu spielen gibt, doch wenn sie sich in den kommenden zwei Heimpartien nicht steigern können, dann kann auch ganz schnell Schluss sein. In Spiel 2 hatten sie dieselben Probleme mit dem Druck der Penguins, der zu Puckverlusten führte und mit deren Tempo, wie in Spiel 1.

Das Resultat war am Mittwoch ein Torschussverhältnis von 23-11 in den ersten zwei Spielabschnitten zugunsten der Penguins.

"Sie haben nicht aufgehört anzustürmen", sagte Sharks Verteidiger Justin Braun. "Sie machten gut Druck, sie waren stark am Schläger. Ich hatte den Eindruck, die Anzahl der Puckgewinne, die sie verzeichnen konnten, war im Vergleich zu den Teams, auf die wir zuvor getroffen waren, erstaunlich. Wir müssen härter spielen, stärker spielen und so etwas vermeiden."

Die Sharks spielten im dritten Drittel besser nachdem DeBoer seine Reihen verändert hatte. Er stellte Joel Ward von der dritten Sturmformation in die Reihe mit Logan Couture und Joonas Donskoi und ließ Patrick Marleau statt auf Linksaußen in der zweiten Reihe Center in der dritten Reihe mit Melker Karlsson und Chris Tierney spielen.

"Wir mussten etwas ändern", sagte DeBoer. "Wir hatten zu wenig Gelegenheiten nach zwei [Dritteln] bei 5-gegen-5."

Die Veränderung zahlte sich bei Braun’s Ausgleichstor, als noch 4:05 Minuten in der regulären Spielzeit auf der Uhr standen, aus. Ward und Couture waren an der Vorarbeit beteiligt. Couture gewann den Zweikampf gegen Penguins Verteidiger Brian Dumoulin hinter dem Tor bevor er zu Braun passte, der vom rechten Bullykreis abzog.

Die Sharks machten Ende der regulären Spielzeit und zu Beginn der Overtime richtig Druck. Das war ihre beste Phase seit dem zweiten Drittel in Spiel 1, doch ihnen gelang nicht das Führungstor gegen Penguins Torwart Matt Murray.

Sheary schoss das Siegtor nach einem Faceoff: Sidney Crosby gewann astrein das Bully am linken Kreis gegen Ward und dann nahm es seinen Lauf.

"Wir haben ausgeglichen. Wir haben etwas gemacht", sagte Coutur. "Ich meine auch, dass wir uns in den letzten Minuten einige Chancen herausgespielt haben, so dass wir auch gewinnen hätten können. Unglücklicherweise hat die Scheibe nicht den Weg ins Tor gefunden."

Die Sharks sind etwas frustriert. Das konnte man aus Couture's Vowurf heraushören, dass Crosby bei den Bullys "mogelt" und damit "durchkommt [weil] er Sidney Crosby ist."

Durch ihr starkes Überzahlspiel wurden die Sharks Western Conference Championship. In den ersten drei Runden hatten sie 27 Prozent ihrer Überzahlsituationen mit einem Tor abgeschlossen, doch in den ersten zwei Partien gegen die Penguins hatten sie nur drei Powerplaysituationen, eine davon in Spiel 2.

Teilweise hängt das mit der disziplinierten Spielweise der Penguins zusammen, aber auch weil die Sharks zu wenig in Puckbesitz sind, um gefährliche Situationen heraufzubeschwören, womit sie die Penguins zu Strafzeiten zwingen.

"Ich glaube wir waren heute besser, doch wir müssen einen Weg finden, um bei 5-gegen-5 mehr Platz zu haben. Sie ziehen keine Strafzeiten", sagte DeBoer. "Darum müssen wir es bei 5-gegen-5 versuchen oder mehr Druck machen, damit sie Strafzeiten ziehen."

Die Sharks lagen in der Serie bisher noch nicht in Führung. Von ihren Topspielern Joe Pavelski, Joe Thornton und Couture sah man zu wenig. Vor dem dritten Drittel am Mittwoch, kamen sie zusammen nur auf zwei Torschüsse - einer von Pavelski und einer von Thornton.

Alle haben im Schlussabschnitt besser agiert, doch die Sharks brauchen mehr von ihnen, um diese Serie noch zu drehen.

"Wir haben definitiv gezeigt, dass wir spielen können", sagte Sharks Kapitän Joe Pavelski. "Wir haben schon einmal ein anderes Niveau erreicht gehabt und das müssen wir wieder finden. Es geht zum nächsten Spiel. Sie haben ihren Job zuhause verrichtet, aber wir müssen das nächste gewinnen."

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