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Sharks gewinnen Spiel 5 und vertagen Entscheidung

von Stefan Herget / NHL.com

Die San Jose Sharks haben die Party der Pittsburgh Penguins gesprengt und mit einem 4-2 Erfolg in Spiel 5 im Consol Energy Center die Serie auf 3-2 verkürzt. Damit geht diese Sonntag auf Montagnacht um 2:00 MESZ in San Jose weiter. Torhüter Martin Jones war nach zwei frühen Gegentoren mit 44 Saves der Held der Sharks.

"Ich hatte heute viel zu tun und es ist ihre Art den Puck auf das Tor zu bringen", sagte Jones. "Ich bin froh, dass ich so viele abwehren konnte."

Viele sprachen über das wichtige erste Tor und es fiel schnell. Gerade einmal nach 64 Sekunden ging Brent Burns in der Manier von Joonas Donskoi von seinem Treffer in der Verlängerung von Spiel 3 um das Tor und schloss im kurzen Eck zur ersten Führung der Sharks in der Serie ab. Es kam noch besser für San Jose, die in der 3. Minute auf 2-0 erhöhten. Justin Braun zog von der Blauen Linie ab und Logan Couture fälschte bei 2:53 Minuten mit seinem Schläger an Matt Murray vorbei ab.

"Es ist seine Art nach vorne zu gehen und dann macht er das Tor", sagte Couture über Burns. "Dass ich dann noch mit dem abgefälschten Schuss nachlegen konnte, war wirklich super für uns."

Pittsburgh kam schneller zurück als erwartet, begünstigt durch eine Strafzeit gegen Dainius Zubrus, der den Puck über das Glas spielte. Die Penguins bauten in Überzahl Druck auf, der sich beim 1-2 durch Evgeni Malkin bei 4:44 entlud. Er wurde mit einem genauen Querpass von Phil Kessel bedient und schoss dem Gegner Braun vor dem Tor an den Schlittschuh und die Scheibe sprang ins Netz.

Nur 22 Sekunden später der Ausgleich. Nick Bonino schoss den vor das Tor ziehende Carl Hagelin an und prallte von ihm ins Tor. Die Stimmung im Stadion und beim Public Viewing davor brodelte.

"Die Strafzeit hat uns den Schwung genommen, aber beide Tore sind sehr glücklich gefallen, von daher kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass wir die Führung so schnell hergegeben haben", sagte Sharks Trainer Peter DeBoer.

Pittsburgh wollte nachlegen und hatte die Sharks jetzt in der Zange. Hagelin und Kessel hatten Möglichkeiten innerhalb kurzer Zeit. Danach musste Burns wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Erst schoss Chris Kunitz bei 8:53 Minuten an den Pfosten, dann nur wenige Sekunden später Kessel mit einem Schuss an beide. Viel Glück für San Jose.

Tom Kühnhackl hatte in der 11. Minute nach schönem Pass von Matt Cullen die Führung auf dem Schläger, doch er scheiterte an Jones. Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe sich die Gäste wieder etwas befreien konnten. Joel Ward hatte zwei Einschussmöglichkeiten.

Die Sharks holten sich die erneute Führung. Couture bediente Melker Karlsson, der nach 14:47 zum 3-2 traf. Bonino und Ben Lovejoy hätten noch ausgleichen können, doch sie verpassten es noch vor dem Wechsel auszugleichen.

Beide Trainer scheinen ihren Spieler in den Kabinen wegen dem defensiven Verhalten die Leviten gelesen zu haben, denn das Spiel wurde nun kontrollierter, wobei die Hausherren mehr Anteile hatten. Gefahr für Jones ging in der 26. Minute von Conor Sheary, Letang und Crosby aus. Pittsburgh probierte es mit sechs Feldspielern und erhielt zu Recht die Strafzeit bei 25:58.

Die Kalifornier hatten dabei einige Zeit in der gegnerischen Zone verbracht, richtige Gefahr ging aber kaum aus. Einzig Couture mit einem Schuss und dem eigenen Nachschuss prüfte Murray ernsthaft. Pittsburgh war anschließend am Zug. Erst zog Bryan Rust von Braun bedrängt vor das Tor, dann ein Stockschlag von Karlsson, der zum Powerplay der Penguins führte. Kessel, Crosby und Malkin probierten sich an Jones, doch dieser blieb weiter Sieger.

Ebenso in der 36. Minute, als die Penguins drei Großchancen hatten. Kessel schoss drei Mal und Bonino brachte im Nachfassen die Scheibe nicht am Schoner von Jones vorbei. Gleiches beim Schuss von Sheary und Patric Hornqvist vor dem Tor scheiterte. Dieser war eine halbe Minute später zum Abschluss der Serie alleine vor dem Torhüter.

Vor Drittelende prüfte San Jose Murray mit zwei abgefälschten Fernschüssen von Roman Polak und Burns. Die Hausherren arbeiteten hart und hatten mittlerweile 32 Torschüsse, lagen aber immer noch 3-2 zurück.

Die Sharks konnten zunächst geschickt ihre Zone verteidigen. Es dauerte gute fünf Minuten, ehe es so richtig gefährlich wurde. Erneut war es die erste Reihe von Pittsburgh. Crosby bediente Malkin, der nicht vollstrecken konnte und danach der Kapitän zu Sheary, der ebenfalls in Jones seinen Meister fand.

Es wurde nun zum Geduldsspiel für Pittsburgh, die anrannten und dabei Gefahr liefen einen Konter zu bekommen. Joe Pavelski zeichnete sich hier mehrfach aus. Jones, immer wieder Jones. Crosby brach auf links durch, sein Schuss findet nur den Schlussmann.

Bei einem Entlastungsangriff von San Jose muss Hagelin Haken um schlimmeres zu verhindern und nimmt in der 55. Minute die Strafzeit. Diese verstrich ohne Wirkung. Nach Ablauf kam prüfte Rust Jones.

Sekunde um Sekunde verstrich und die Uhr näherte sich scheinbar schneller der Null. Als Murray für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor ging, übersprintete Joe Thornton Letang und bediente Pavelski, der mit dem 4-2 ins leere Tor alles klar machte.

"Mir hat heute vieles gefallen, was wir gemacht haben", betonte Mike Sullivan im Anschluss. "Wir haben Druck entfacht, wir haben geschossen und gekämpft. Aber am Ende steht das Ergebnis. Es sind zwei sehr gute Mannschaften."

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