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Seth Jones macht die Blue Jackets stärker

Der 23-jährige Verteidiger entwickelt sich zu einem Leistungsträger und leistet seinen Anteil

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Beim NHL Draft 2013 gab es keinen klaren Favoriten auf den ersten Zug, den damals die Colorado Avalanche innehatten. Sie entschieden sich schließlich für Stürmer Nathan MacKinnon und der damalige Mitfavorit und die Nummer 1 des Central Scoutings, Verteidiger Seth Jones, wurde erst an vierter Position hinter den Stürmern Aleksander Barkov (Florida Panthers) und Jonathan Drouin (Tampa Bay Lightning) von den Nashville Predators ausgewählt.

Trotz seines großen Potenzials und 25 (6 Tore / 19 Assists) bzw. 27 Punkten (8/19) in seinen ersten beiden Spielzeiten für Nashville, transferierten die Predators Jones am 6. Januar 2016 im Austausch für den Center Ryan Johansen zu den Columbus Blue Jackets.

Video: DET@CBJ: Jones trifft im Nachfassen zum zweiten Tor

Der mittlerweile 23-jährige Spieler entpuppt sich dort immer mehr zum Leistungsträger und zeigt, dass er den am 29. Juni 2016 über sechs Jahre abgeschlossenen Vertrag mit einem jährlichen Gehalt von 5,4 Millionen US-Dollar wert ist. Trotzdem steht er in der Öffentlichkeit etwas im Schatten von Nashvilles Roman Josi, Los Angeles Kings Drew Doughty oder Pittsburgh Penguins Kris Letang.

Doch gerade wegen seines Auftretens in den vergangenen vier Spielen, in denen er seinen Farben mit zu einer Siegesserie von vier Spielen verhalf, ist es schwer zu ignorieren, dass sich Jones zu einem der besten Verteidigern der Liga entwickeln könnte und in Zukunft in einem Atemzug mit den Erwähnten genannt wird.

Mit drei Toren und zwei Vorlagen in den beiden vergangenen Partien schraubte Jones seine Saisonbilanz in 2017/18 auf 46 Punkte (13/33), womit er effektiver ist als die anderen genannten Starverteidiger. Er liegt damit im Scoring der Blue Jackets an zweiter Stelle hinter Artemi Panarin.

Video: COL@CBJ: Jones per Direktabnahme zum Overtime-Siegtor

Die beiden von Jones zuletzt erzielten Siegtreffer gegen Colorado am Donnerstag und die Detroit Red Wings am Freitag sorgten für die längste Siegesserie von Columbus seit dem 11. bis 24. November (sechs). Just in dem Moment, als es in die heiße Phase um die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs geht. Die Blue Jackets (36-28-5) überholten die New Jersey Devils und belegen nun den ersten Wild-Card-Platz in der Eastern Conference. Durch die gleichzeitige Schwächephase der Philadelphia Flyers liegt der dritte Platz der Metropolitan Division mit nur zwei Punkte Rückstand wieder in Reichweite.

"Es könnte keinen besseren Zeitpunkt geben", sagte Jones über die Siegesserie und seine erzielten Punkte, fügte allerdings bescheiden an: "Wir spielen nur Eishockey und wir Verteidiger tun das, was wir immer tun. Wir verteidigen unsere Zone und unser Tor und vorne bringen wir die Pucks auf das Tor. Manchmal gehen sie eben rein und du hast solche Serien und dann bleibst du wieder 15, 20 Spiele ohne Punkt. So läuft es im Eishockey eben."

 

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Gegen Detroit war es sein zweiter Abend nach dem 31. Januar 2017 gegen die New York Rangers, an dem er zwei Treffer markieren konnte. In seinen letzten acht Spielen verbuchte Jones fünf Tore und fünf Vorlagen zu zehn Punkten.

"Es ist eine gute Zeit für mich zu punkten, gerade in der Situation, in der wir uns befinden", verdeutlichte er mit Nachdruck.

Columbus kämpft um die Position für die Stanley Cup Playoffs und Jones Ausbeute ist für das Team von Trainer John Tortorella ebenso wichtig, wie die Spielmacherqualitäten von Panarin und das Torhüterspiel von Sergei Bobrovsky. Wenn es schließlich mit der Meisterschaftsrunde klappen sollte, dann genauso, um erstmalig in der über 17-jährigen Geschichte vom Franchise eine erste Runde zu überstehen. Dreimal schafften die Blue Jackets die Qualifikation (2008/09, 2013/14 und 2016/17) und jedes Mal war sogleich Endstation.

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