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Selbstbewusste Blues erwarten Steigerung

St. Louis will sich wie schon im bisherigen Playoff-Verlauf auch im Stanley-Cup-Finale entwickeln

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de

Die St. Louis Blues sind mit einer 2:4-Niederlage ins Stanley-Cup-Finale 2019 gestartet. Keine neue Situation für die Blues, die in den Playoffs bereits einige Serien-Rückstände erlebten und drehen konnten. Entsprechend selbstbewusst sieht St. Louis Spiel 2 entgegen.

"Je länger eine Serie dauerte, desto besser sind wir geworden", fasste Blues-Stürmer David Perron das Comeback-Phänomen in seiner Mannschaft zusammen. Im bisherigen Playoff-Verlauf konnte St. Louis die letzten zwei Spiele gegen die Winnipeg Jets in der 1. Runde (4:2), die letzten zwei Partien gegen die Dallas Stars im Conference-Halbfinale (4:3) sowie auch die letzten drei Duelle gegen die San Jose Sharks im Conference-Finale (4:2) gewinnen.

Auch das Gefühl des Serien-Rückstands ist nicht neu für die Blues: Gegen die Stars lagen sie bereits mit 2:3 zurück, gegen die Sharks erst mit 0:1 und später mit 1:2. Am Ende aber triumphierte jeweils St. Louis. Entsprechend sorgt der 0:1-Rückstand gegen die Bruins nicht für Unruhe.

Video: SJS@STL, Sp6: Tarasenko trifft in Überzahl vom Kreis

"Gegen San Jose haben wir auch schon Spiel 1 verloren und waren in Spiel 2 viel besser. Ich erwarte jetzt dasselbe. Wir werden ein deutlich besseres Spiel abliefern und müssen mit mehr Hingabe spielen", sagte Blues-Trainer Craig Berube.

"Wir glauben an uns und unser Spiel", unterstrich auch Flügelstürmer Vladimir Tarasenko. "Das waren Weckrufe für uns", sagte Center Ryan O'Reilly nach den jeweiligen 0:1-Rückständen gegen San Jose und nun Boston. "Wir sind anfangs meist von unserem Gameplan abgekommen. Wir wissen, dass wir uns steigern müssen. Das wird nicht einfach, aber wir haben genug Vertrauen in uns."

Dieses Vertrauen resultiert aus den Erlebnissen aus der regulären Saison. Am 3. Januar 2019 war St. Louis das schlechteste Team in der gesamten NHL - nun stehen sie im Stanley-Cup-Finale. "Wir mussten uns das ganze Jahr gegen Widrigkeiten durchsetzen. Viele Leute haben uns schon abgeschrieben. Also kamen wir immer wieder zurück und haben unser bestes Hockey gespielt", erklärt Mittelstürmer Tyler Bozak. "Wir stellen uns dieser Herausforderung auch für den Rest der Serie, insbesondere jetzt in Spiel 2."

Video: SJS@STL, Sp6: Bozak schießt Verteidiger zum Tor an

Trotz der breiten Brust haben die Blues viele Hausaufgaben zu machen. So gelangen in Spiel 1 gerade einmal 20 Torschüsse. "Wir müssen mehr zweite Chancen durch Abstauber kreieren", fordert Tarasenko. "Auch brauchen wir mehr Verkehr vor dem Tor und müssen in die Bereiche vorstoßen, die wehtun." Ähnlich sieht es auch O'Reilly: "Wir haben den Puck nicht oft genug aufs Tor gebracht und waren zu weit auf den Außen. Wir müssen schönere Spielzüge machen, in die gefährlichen Bereiche vorstoßen, es ihrer Verteidigung schwerer machen und sie mehr beschäftigen."

Auch defensiv bedarf es angesichts von 38 gegnerischen Torschüssen einer Steigerung gegen einen läuferisch überlegenen Gegner. "Sie haben schnelle Spieler und eine gute Struktur. Wir müssen uns besser unterstützen, besser mit der Scheibe umgehen und Puckverluste vermeiden", empfiehlt Berube. "Wir dürfen ihnen nicht so viel Raum und Möglichkeiten geben", stimmte Center Oskar Sundqvist mit ein. Verteidiger Colton Parayko riet: "Wir müssen unsere Füße mehr bewegen, um ihr Tempo wegzunehmen."

Auch Disziplin wird ein Faktor sein, denn Boston hat mit 32,7 Prozent ein fast tödliches Powerplay. "Wir sind in Spiel 1 undiszipliniert geworden und haben die Partie aus der Hand gegeben", erinnerte sich O'Reilly an fünf zugelassene Powerplay-Möglichkeiten, von denen die Bruins allerdings nur eine zum zwischenzeitlichen 2:2 nutzten (1/5).

 

[Hier findest du alles über die BOS-STL Serie]

 

Es ist davon auszugehen, dass die Blues in Spiel 2 ein anderes Gesicht zeigen werden. Glaubt man der Vergangenheit, kann St. Louis im weiteren Serienverlauf noch deutlich zulegen. Allerdings gilt das auch für Boston, das nach der längeren spielfreien Zeit ein wenig brauchte, um heiß zulaufen. "Ich erwarte, dass beide Teams erst morgen ihr bestes Hockey zeigen werden können", sagte etwa Bruins-Angreifer Noel Acciari.

Spiel 2 ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (2 Uhr MESZ, live bei NHL.tv, DAZN, Sport1+ und Teleclub Sport) erneut im TD Garden. "Wir sind selbstbewusst genug zu wissen, dass wir gewinnen können. Wir werden eine Antwort geben und die Serie ausgleichen", versprach O'Reilly.

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