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In Nashville machen Schweizer die Musik

Auf ihre Schweizer Spieler im Kader können sich die Predators verlassen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Der Start in die Spielzeit 2016/17 verlief für die Nashville Predators ziemlich holprig. Nach einem 3-2 Auftaktsieg gegen die Chicago Blackhawks mussten sie sich viermal in Folge geschlagen geben. Doch nur 24 Stunden nach ihrer herben 3-5 Schlappe bei den Detroit Red Wings, zeigten sie am Samstag in der heimischen Bridgestone Arena Comebackqualitäten.

Dabei standen die Vorzeichen für einen erfolgreichen Auftritt gegen die Pittsburgh Penguins alles andere als gut. Gleich vier Stammspieler, darunter Kapitän Mike Fisher und Torwart Pekka Rinne, konnten aufgrund einer Lebensmittelvergiftung nicht an der Partie gegen den amtierenden Stanley Cup Champion teilnehmen. Nashvilles General Manager David Poile vermutete, dass es an der Hühnersuppe lag, welche die Spieler vor der Partie in Detroit zu sich genommen hatten. Die Predators haderten aber weder mit dem Koch der Speise noch mit dem Los, das sie dadurch getroffen hat.

"Vor der Partie [am Freitag] hatte ich noch nichts bemerkt", erzählte Verteidiger Roman Josi dem Tennessean nach dem Morning Skate. "Einige von uns haben sich vor dem Spiel müde gefühlt, dann erkrankte einer nach dem anderen. Offensichtlich war das eine schwierige Situation."

Video: CHI@NSH: Josi mit Direktabnahme im PP erfolgreich

Somit mussten eben auch die jungen Spieler in die Bresche springen. Fünf wurden aus Milwaukee, dem American Hockey League Farmteam der Predators, schnell in den Kader berufen und dann gibt es ja auch noch mit Kevin Fiala einen Eidgenossen in den Reihen der Predators, bei dem der Knoten platzen sollte. Der 20-Jährige hatte vor über 1 1/2 Jahren am 24. März sein NHL-Debüt gegeben, in der vergangenen Saison kam er im Januar zu fünf Einsätzen für die Predators und nun gehörte er in dieser Saison von Beginn an zu deren Stammbelegschaft.

Auch das Spiel gegen die Penguins begann alles andere als gut für Nashville. Nachdem die Gäste bereits in der ersten Spielminute mit 1-0 in Führung gegangen waren, konnte man das Schlimmste befürchten. Die Predators zeigten sich davon aber wenig beeindruckt, sie kamen nicht nur zurück ins Spiel, sondern sie sicherten sich einen eindrucksvollen 5-1 Heimsieg, bei dem die 'Schweizer Garde' in ihren Diensten eine entscheidende Rolle spielen konnte. Kevin Fiala steuerte dem Heimerfolg zwei Tore bei. Er brachte seine Predators kurz nach der Pause mit 2-1 in Front und sorgte noch vor dem Ende des Mittelabschnitts für den beruhigenden 4-1 Vorsprung.

"Wichtig war, dass wir gekämpft und auch getroffen haben", freute sich der zweifache Torschütze über den Sieg.

Auch am dritten Treffer der Hausherren war mit Verteidiger Yannick Weber ein Schweizer Spieler beteiligt gewesen. Weber schickte aus dem eigenen Drittel den Puck über die Bande zu Calle Jarnkrok und der bezwang vom Bullypunkt Marc-Andre Fleury auf der Fanghandseite. Weber kam damit zu seinem ersten Punkt im vierten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber.

Auf die Verteidigung der Predators wartete aber auch noch eine Menge Arbeit im Schlussabschnitt, in dem die Gäste noch einmal Druck machen konnten. Gekonnt ließen die Defensivkräfte, darunter Josi und Weber, nichts mehr anbrennen. Der 28-jährige aus Morges stammende Weber kam am Ende der Partie auf 15:00 Minuten Eiszeit - Saisonhöchstwert -und bestätigte mit seiner Leistung, das ihm von Headcoach Peter Laviolette geschenkte Vertrauen. Laviolettes Plan ist angesichts der unsicheren Situation, die sich dem Team noch am Vormittag stellte, definitiv aufgegangen - auch dank dreier Schweizer!

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