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Sharks schwacher Start kostet Spiel 4

San Jose wacht zu spät auf, kassiert zwei unglückliche Gegentore und schafft kein Comeback

von Stefan Herget @NHLde / Chefautor NHL.com/de

30 Torschüsse feuerten die San Jose Sharks in Spiel 4 des Western Conference Finales der Stanley Cup Playoffs gegen die St. Louis Blues auf den gegnerischen Torhüter Jordan Binnington ab und verließen trotzdem am Ende mit einer 1:2-Niederlage das Eis des Enterprise Centers von St. Louis. Sie kehren jetzt mit einem 2:2 in der Serie nach San Jose zurück, obwohl eine vielleicht vorentscheidende 3:1-Führung ebenfalls im Bereich des Möglichen lag.

Natürlich waren die Sharks nicht gerade vom Glück verfolgt, als Ivan Berbashev in der 1. Minute das 1:0 und Tyler Bozak in der 18. Minute im Powerplay das 2:0 der Blues erzielten, weil der erste von einem Sharks-Spieler ins Netz abgefälscht und der zweite mit einem eigenen Schlittschuh ins Tor befördert wurde, doch dieser Rückstand erwies sich als letztendlich zu hohe Bürde.

 

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 "Wir schießen zwei Eigentore, das war sehr unglücklich", bemängelte Trainer Peter DeBoer. "Wir haben auch viele Strafen bekommen. Es war nicht unser bestes Drittel."

In der Tat sahen die Sharks ab dem zweiten Drittel besser aus und kämpften sich Zug um Zug in die Partie, nachdem sie den Anfang etwas verschlafen hatten. Der sonst so sichere Verteidiger Brent Burns spielte zwar unter Druck des Forecheckens der Blues, aber trotzdem fatal, schon nach wenigen Sekunden einen Fehlpass in der eigenen Zone, der in den frühen Rückstand mündete.

Vor dem 2:0, das St. Louis in Überzahl erzielte, kassierte Stürmer Timo Meier eine Strafzeit, als er in der neutralen Zone Ryan O'Reilly ziemlich unnötig hakte.

Video: SJS@STL, Sp4: Barbashev trifft in erster Minute

"Ihr Start war gut, wir waren vielleicht nicht gut genug", betonte auch Kapitän Joe Pavelski. "Wir haben zwei schnelle Gegentore kassiert, aber wir haben uns zurückgekämpft. Wir hatten unsere Chancen. Wir verbrachten einige Zeit in ihrer Zone und sind herangekommen, doch wir haben definitiv Luft nach oben."

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Auftritte der Sharks in diesen Playoffs. Sie sind druckvoll, engagiert, kämpferisch und dominierend, aber eben nur phasenweise. Selten waren ihre Leistungen über 60 Minuten hinweg überzeugend. Auch am Freitag waren sie im dritten Drittel knapp daran, erneut den späten Ausgleich zu erzielen, wie es ihnen zum Beispiel in Spiel 3 gelungen war. Doch es funktioniert eben nicht immer in den letzten Minuten ein Spiel zu drehen, das zuvor teilweise verschlafen wurde.

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"Er machte einige gute Saves", lobte Pavelski den gegnerischen Torhüter Binnington zurecht. "Wir hatten gute Chancen, aber wir können es besser. Wir müssen dafür sorgen, dass er mehr in Bewegung kommt, dann hätten wir mehr Gelegenheiten genutzt. Aber er spielte gut, ließ nur ein Tor zu und wir zwei. Was sollen wir jetzt daran ändern?"

Nichts mehr. Die Sharks können es nur am Sonntag in Spiel 5 um 3:00 p.m. ET (21 Uhr MESZ) im heimischen SAP Center besser machen und für die erneute Führung in der Serie sorgen. Nach St. Louis müssen sie jetzt zu Spiel 6 am Dienstag auf jeden Fall zurückkehren. Nicht auszuschließen, dass San Jose zum dritten Mal in Folge in diesen Playoffs über sieben Spiele gehen muss.

 

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"Sie haben zu Hause gespielt und dann ist es natürlich hart, wenn du früh in Rückstand gerätst und diesem hinterherlaufen musst", analysierte Stürmer Tomas Hertl, der den Ehrentreffer der Sharks in der 47. Minute im Powerplay erzielte und noch einmal für Hoffnung seiner Farben sorgte. "Wir müssen von Beginn an einfach präsenter sein und selbst das Spiel in die Hand nehmen. Es ist enttäuschend, dass wir nicht gewinnen konnten, aber jetzt fahren wir nach Hause und müssen dort wieder zulegen und sie besiegen."

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