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Sharks sehen sich in einer guten Position

Martin Jones spricht über den Verlust von Patrick Marleau, nötige Verbesserungen und seine Rolle im Team

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die San Jose Sharks hatten 2015-16 einen überragenden Lauf in den Playoffs und schafften es bis in das Finale, wo sie den Pittsburgh Penguins in sechs Spielen unterlagen. Dementsprechend hoch waren die Ansprüche in der vergangenen Saison. Am Ende der regulären Spielzeit, standen sie, genau wie in der vorherigen Saison, auf Platz drei der Pacific Division. Soweit lief alles nach Plan. Doch sie hatten nicht mit der Stärke der Edmonton Oilers gerechnet und schieden bereits in der ersten Runde gegen McDavid, Draisaitl und Co. aus. NHL.com sprach nun mit San Joses Torwart, Martin Jones, darüber, was sich im Team verändert hat, weiterhin verändern muss und wie die Chancen in der kommenden Saison stehen.

"Wir haben im Prinzip das gleiche Team, mit der Ausnahme von Patrick Marleau, deshalb müssen viele unserer jungen Spieler den nächsten Schritt machen und eine größere Rolle Spielen und unsere Veteranen müssen weiterhin so einen guten Job machen und so viel Eiszeit zu nehmen", analysierte Jones. "Die Liga ist so eng, es ist schwierig zu gewinnen, man muss im richtigen Moment in Form sein und die Dinge müssen einfach richtig laufen."

Marleau verließ die Sharks diesen Sommer als Free Agent und wird nun für die Toronto Maple Leafs antreten. San Jose verlässt sich in den letzten Jahren vor allem auf seine Veteranen. Von den acht besten Scorern des Teams in in der vergangenen Saison, ist mit dem 28-jährigen Logan Couture nur einer jünger als 30. Mit dem Wegfall von Marleau, der der drittbeste Torschütze des Teams war, wird dringend mehr Produktivität von den jüngeren Spielern benötigt. Jones zählt mit seinen 27 Jahren noch nicht unbedingt zu den älteren Veteranen im Team, doch er entwickelte sich in den vergangenen beiden Spielzeiten zu einer wichtigen Stütze und auch einer Führungsperson, an der sich andere Spieler orientieren.

Video: EDM@SJS, Sp4: Jones meistert mehrere Chancen

"Ich glaube ich kann jetzt mehr Verantwortung als Anführer übernehmen, das kommt mit der Erfahrung", erklärt Jones den Stand seiner Entwicklung als Spieler. "Ich denke, dass ist eine normale Entwicklung für einen Spieler, wenn er älter wird."

Jones stand in seinen zwei Jahren als Nummer eins im Tor der Sharks 130 Mal in der regulären Saison zwischen den Pfosten. Dabei holte er 72 Siege, bei einer Fanquote von 91,5%, einem Gegentorschnitt von 2,33 und 8 Shutouts. Hinzu kommen 16 Siege in 30 Playoffspielen bei 92,5% Fangquote, einem Gegentorschnnitt von 2,08 und 4 Shutouts. Diese Werte will er kommende Saison noch verbessern.

"Ich habe mich diesen Sommer erst mal erholt, habe dann im Kraftraum trainiert, mich körperlich wieder fit gemacht", gibt Jones sein Sommertraining Preis. Danach habe ich an vielen kleinen technischen Dingen gearbeitet, Stellungsspiel und so weiter. Die ganzen Sachen, für die man während der Saison nicht wirklich Zeit hat. Während der Saison analysiert man einfach die Videos, liest das Spiel."

Auch wenn San Jose ein starkes Team hat, sind die Playoffs nicht garantiert und es wird nicht leicht sich in der Pacific Division durchzusetzen. Mit den Los Angeles Kings, Edmonton Oilers, Anaheim Ducks und den Calgary Flames sind vier weitere Teams auf jeden Fall im Rennen um die begehrten Playoffplätze.

Video: SJS@EDM, Sp1: Jones wehrt McDavids Schuss ab

"Wenn man sich die Pittsburgh Penguins ansieht, die die letzten beiden Cups gewonnen haben, ihre schnelle Spielweise, ihren hartnäckigen Forecheck, ihre Schnelligkeit und Härte, das wollen wir versuchen. Das haben wir schon Ende letzte Saison versucht. Wir wollen schneller spielen, das ist im Moment der Trend in der Liga, damit sind Teams erfolgreich. Wir haben viele schnelle Spieler, das müssen wir jetzt einfach richtig einsetzen."

Das Talent, die Fähigkeiten und die Anführer hat San Jose sicherlich, es gilt nun, dieses Potential auch zu nutzen. Das sollten die Sharks besser bald machen, denn die Spieler, die das Team derzeit prägen, sind nicht mehr die jüngsten und es wird nicht mehr lange dauern, bis sich das Alter des Kaders bemerkbar macht, die Schnelligkeit abnimmt und der ein oder andere Leistungsträger die Schlittschuhe an den Nagel hängt.

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