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Die Sharks überzeugen als geschlossenes Team

Mit starker Offensive und Beiträgen aus allen Reihen sammelt San Jose Punkte in Folge, selbst gegen die Tampa Bay Lightning

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Tampa Bay Lightning schienen lange Zeit unschlagbar. Seit 29. November punkteten sie ununterbrochen in allen 16 Spielen und gewannen 15 davon. Doch nun hat der Tabellenführer nach über einem Monat doch seinen Meister gefunden. Am Samstag unterlagen die Lightning den San Jose Sharks in deren SAP Center klar mit 5:2, bei 33:20 Torschüssen für die Gastgeber.

Das ist jedoch trotz der Überlegenheit der Lightning in den letzten Wochen keine riesige Überraschung. Die Sharks waren einer der wahrscheinlicheren Kandidaten für ein Ende des Triumphzugs der Lightning. Am Samstag zeigten sie, dass sie für jedes Team der Liga ein harter Gegner sind.

Video: TBL@SJS: Couture, Pavelski innerhalb von 34 Sekunden

"Wir haben einfach die Situation erkannt", zeigte sich Sharks Trainer Peter DeBoer stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. Gegen die Lightning bereitete Brent Burns drei Tore vor, je zwei Assists gingen an Timo Meier und Erik Karlsson und Evander Kane traf doppelt. "Wir haben unser Spiel und unseren Fokus auf die kleinen Details gefunden. Es ist schön, wenn man als Trainer über diese spricht und die Spieler einen belohnen. Oft spricht man über solche Dinge und selbst wenn die Spieler es umsetzen, gewinnt man nicht immer. Dass wir alles umgesetzt haben und damit gegen so ein Team gewonnen haben, ist einfach großartig und ich denke, dass uns das noch weit bringen wird."

Die Sharks erleben selbst gerade eine tolle Phase, die sie trotz starker Konkurrenz mit 53 Punkten im Rennen um den ersten Platz in der Pacific Division und sogar der Western Conference hält. Sie gewannen vier der letzten fünf Spiele und gingen in sechs von sieben Spielen mit wenigstens einem Punkt vom Eis. Lediglich die Calgary Flames, die mit 56 Punkten die Western Conference anführen, fanden mit einem 8:5-Heimsieg ein Mittel gegen die Sharks.

"Ich denke, jedes Spiel von hier an, wird eine Prüfung für uns", mahnte Verteidiger Erik Karlsson, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. "Jetzt geht es darum konsequent genug zu sein und jeden Tag die Arbeitshaltung zu zeigen, die wir heute an den Tag gelegt haben. Das macht diese Liga so schwierig. Es gibt so viele Spiele und heute haben wir uns einfach unglaublich darauf gefreut, gegen ein Team wie Tampa zu spielen."

Video: TBL@SJS: Couture und Meier im Zusammenspiel

Konsequent und konstant erweist sich zurzeit besonders die Offensive der Sharks. In den fünf Spielen seit der Pause über Weihnachten, trafen die Sharks in vier Spielen mindestens fünf Mal und kommen insgesamt auf 26 Tore, also 5,2 pro Spiel. "Wir sind gerade eine sehr selbstbewusste Mannschaft", lobte Routinier Evander Kane seine Mitspieler. "Wir wissen, was für ein Team wir sind und das wir mit einer geschlossenen Teamleistung und wenn wir in einer guten Form sind, alles schaffen können."

Diese Teamleistung ist für das Torfeuerwerk verantwortlich, dass die Sharks abfeuern. Zwar sind die überragenden Akteure die beiden Abwehr-Stars Brent Burns (drei Tore, neun Assists) und Erik Karlsson (ein Tor, acht Assists), sowie Stürmer und Kapitän Joe Pavelski (zwei Tore, sechs Assists), doch neben ihnen kommen auch Kane, Joonas Donskoi, Logan Couture und Barclay Goodrow auf wenigstens einen Punkt pro Spiel. 17 von 21 eingesetzten Spielern waren an mindestens einem Tor beteiligt.

Ein weiteres Testament für die Stärke der Sharks als ausgeglichene Mannschaft ist, dass ihre beiden besten Torschützen in den letzten Wochen deutlich weniger Tore schießen. Der Schweizer Timo Meier erzielte sein letztes Tor am 13. Dezember und ist seit zehn Spielen ohne Tor. Dennoch ist er mit 18 Toren nach wie vor der zweitbeste Torjäger des Teams, hinter Pavelski, der in den letzten zehn Spielen nur fünf seiner bisher 25 Tore machte.

 

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Es ist höchst ungewöhnlich, dass ein Team ohne Topleistungen seiner beiden besten Torschützen eine so starke Offensive präsentiert und die beiden in der teaminternen Torschützenliste dabei nicht überholt werden. Das funktioniert nur, wenn jeder Spieler seinen Beitrag leistet, egal ob Stürmer oder Verteidiger, egal ob erste oder vierte Reihe.

In den letzten zehn Spielen (6-2-2) wanderten durch diese Qualität 14 von 20 möglichen Punkten auf das Konto der Sharks. In der gleichen Spanne hatten nur fünf Teams in der gesamten NHL eine bessere Ausbeute, in der Western Conference übertreffen nur die Vegas Golden Knights (7-1-2, 16 Punkte) die Leistungen der Sharks.

Wenn die Sharks dieses Niveau und diesen Zusammenhalt in der Mannschaft weiterhin aufrechterhalten können, sind sie ein ernstzunehmender Kandidat auf den ersten Platz in der Division, möglicherweise sogar der Conference. Wenn dazu noch Spieler wie Meier und Pavelski anfangen wieder in dem Tempo zu punkten, das sie in den ersten zwei Monaten der Saison hatten, dürfen sich die Kontrahenten in der Western Conference ernsthafte Sorgen machen, wenn sie auf die Sharks treffen.

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