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Sakic mit Vorfreude auf Ehemaligen-Spiel gegen Red Wings

von Rick Sadowski / NHL.com

CENTENNIAL; Colo. - Joe Sakic, General Manager der Colorade Avalanche, freut sich auf eine ganz neue Erfahrung: Wenn er sich am 26. Februar das Jersey seines aktuellen Arbeitgebers zum Ehemaligen-Spiel gegen die Detroit Red Wings überstreift, bestreitet er das erste offizielle Freiluft-Match seines Lebens. Während seiner 20-jährigen NHL-Spielerkarriere war es nie dazu gekommen.

Das Ehemaligen-Spiel am Freitag (Ortszeit) ist Teil der 2016 Coors Ligth NHL Stadium Series nächste Woche in Denver. Schauplatz ist das Coors Field, wo normalerweise die Colorado Rockies ihre Begegnungen in der Major League Baseball austragen. Einen Tag später steht dort die reguläre NHL-Partie zwischen Colorado und Detroit auf dem Programm (20.00 ET; NBC, SN, TVA Sports 2).

"Das wird toll", sagt Sakic, der 2012, drei Jahre nach seinem Karriereende, in die Hockey Hall of Fame aufgenommen wurde. In den 20 NHL-Jahren hatte er für die Quebec Nordiques und die Avelanche 1641 Scorer-Punkte gesammelt (625 Tore, 1016 Assists). "Unser Team freut sich auf nächsten Samstag. Doch nicht nur sie. Die Stadt, die Fans, ja alle Beteiligten sind ganz aufgeregt, unser erstes Spiel unter freiem Himmel zu verfolgen", fügt er hinzu. Sakic macht deutlich, dass er einen Sieg erwartet, schließlich gilt es den Playoff-Platz zu verteidigen, den seine Mannen im Moment einnehmen.

Obwohl das Augenmerk der Verantwortlichen beider Teams auf der Partie am Samstag liegt, nehmen sie das Ehemaligen-Match tags zuvor durchaus ernst.

Gleich nachdem feststand, dass die Red Wings der Gegner sein würden, habe er mit deren General Manager Ken Holland Kontakt aufgenommen und die Möglichkeiten für ein Spiel der früheren Cracks ausgelotet. Der ließ sich nicht lange bitten.

"Natürlich wird das Spiel nicht mehr ganz so intensiv wie früher. Es ist einfach schön, nochmal zusammenzukommen, ein Foto zu machen und sich ins Gedächtnis zu rufen, wer damals alles so für die zwei Teams aufgelaufen ist", ergänzt Sakic. Ein bloßes Schaulaufen werde es aber nicht geben, versichert er. Denn die alte Rivalität zwischen beiden Klubs und Städten sei nach wie vor groß.

Avalanche Kader Red Wings Alumni Kader
Craig Billington Doug Brown
Rob Blake Dino Ciccarelli
Ray Bourque Chris Chelios
Adam Foote Ty Conklin
Peter Forsberg Mathieu Dandenault
Milan Hejduk Kris Draper
Dan Hinote Steve Duchesne
Valeri Kamensky Jiri Fischer
Mike Keane Tomas Holmstrom
Jon Klemm Mike Knuble
Claude Lemieux Joe Kocur
Curtis Leschyshyn Martin Lapointe
Eric Messier Igor Larionov
Sandis Ozolinsh Manny Legace
Shjon Podein Nicklas Lidstrom
Mike Ricci Kirk Maltby
Patrick Roy Darren McCarty
Joe Sakic Larry Murphy
Chris Simon Steve Yzerman
Stephane Yelle
Avalanche Trainerstab
Adam Deadmarsh

Die Avalanche und die Red Wings trafen von 1996 bis 2002 fünfmal in den Playoffs zum Stanley Cup aufeinander. Colorado holte in dieser Zeitspanne zwei Titel (1996, 2001). Detroit war dreimal Cupsieger (1997, 1998, 2002).

"Es war klasse, in jener Zeit dabei gewesen zu sein. Je länger es her ist, desto mehr schätzt man es", meint Sakic. In den Spielen sei es heiß hergegangen. Man habe sich nicht wirklich gemocht, aber dennoch respektiert. "In den Kadern beider Teams standen über all die Jahre klangvolle Namen. Auch bei den Begegnungen in der Hauptrunde herrschte oft Playoff-Atmosphäre", erinnert sich Sakic.

Zusammen mit Avalanche-Coach Patrick Roy stand er zuletzt mehrfach auf dem Eis, um sich auf das Ehemaligen-Match vorzubereiten. "Eine Trainingseinheit werde ich nächste Woche noch einlegen. Besser werde ich wohl nicht mehr, nur bequemer. Es ist schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal meine komplette Ausrüstung an hatte. Es fühlt sich aber alles gut an", sagt Sakic. Sein Vorsatz für das Match nächste Woche lautet: sich nicht verletzen oder blamieren und den Leuten eine ordentliche Show bieten.

Die Outdoor-Erfahrungen von Patrick Roy liegen ebenfalls eine ganze Weile zurück. Mit sieben oder acht Jahren habe er in Quebec City viele Stunden draußen gespielt. "Mein Vater stellte die Regel auf, dass ich bei Einbruch der Dunkelheit zu Hause sein sollte. Ich habe nie auf ihn gehört", erzählt er. Seiner Entwicklung und späteren Karriere war die sture Haltung in der Kindheit durchaus förderlich. Roy wurde 2006 in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Als der Goalie nach der Saison 2002-2003 Fanghandschuh und Torwartkelle an den Nagel hängte, war er mit 551 Siegen in Hauptrunden-Matches der erfolgreichste seiner Zunft. Später übertraf ihn Martin Brodeur, der es auf insgesamt 691 Erfolge brachte.

Roy gewann viermal den Stanley Cup, je zweimal mit den Montreal Canadiens und der Avalanche. Zwar fühle er sich immer noch in der Lage eine gute Leistung abzurufen, betont er. "Aber inzwischen spüre ich alles: Mein Gewicht, mein Alter. Das ruft mir in Erinnerung, warum ich aufgehört habe."

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