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Saisonvorschau Pacific Division

von Bernd Roesch / NHL.com

Pacific Division

(2013-14: 54 Siege - 20 Niederlagen - 8 OT/SO Niederlagen, 1. Pacific)

Die Anaheim Ducks waren vergangene Saison das punktbeste Team in der Pacific Division, dennoch hat sich ihr General Manager Bob Murray kräftig auf dem Transfermarkt umgesehen und am Spielerkarussell gedreht.

Anaheims finnische Eishockeylegenden Saku Koivu und Teemu Selanne haben ihre NHL-Karrieren beendet. Die bekanntesten Neuzugänge der Ducks sind die Stürmer Ryan Kesler und Dany Heatley. Für Coach Bruce Boudreau gilt es sie in das System zu integrieren. Die ersten zwei Sturmreihen der Kalifornier könnten dann angeführt von ihrem Kapitän Ryan Getzlaf zu einer Macht werden. In der Defensivabteilung trennten sich die Ducks unter anderem von dem Schweizer Verteidiger Luca Sbisa und dem Schweizer Torwart Jonas Hiller.

Vor allem Hiller, der sieben Jahre lang eine feste Größe bei ihnen war, werden sie eventuell noch schmerzlich vermissen. Mit Frederik Andersen, 24, und John Gibson, 21, setzen die Ducks auf ein noch sehr junges Torwart-Duo.

Die Top-Verteidigungsreihen dürften sich aus Cam Fowler, Ben Lovejoy, Francois Beauchemin und dem 20-jährigen Schweden Hampus Lindholm zusammensetzen. Der von den Wild kommende Clayton Stoner ist eher ein Mann für das Grobe.

Mein Tipp: Platz 2 in der Pacific

(2013-14: 37 Siege - 30 Niederlagen - 15 OT/SO Niederlagen, 4. Pacific)

Mit neuem Namen starten die Arizona Coyotes in die anstehende Spielzeit.

In der letzten Saison verpassten die Coyotes gerade einmal um zwei Punkte die Playoffs und es ist zu befürchten, dass am Ende der Saison 2014/15 dieser Abstand auf die Playoffränge größer sein wird. Mit Radim Vrbata und Mike Ribeiro gaben die Wüstenfüchse zwei ihrer besten fünf Scorer aus dem Vorjahr ab.

Neu hinzugekommen ist Center Sam Gagner.

Der 25-jährige Ex-Oiler hatte seine beste Saisonleistung mit 47 Scorerpunkten in 2011/12. So dürfte wiederum die Hauptlast des Toreschießens auf den Schultern von Shane Doan, 37, Antoine Vermette, 32, und Mikkel Boedker, 24, liegen, die vermutlich die erste Sturmreihe bilden werden. Unterstützung bekommen werden sie von zwei offensivstarken Verteidigern, von Oliver Ekman-Larsson und Keith Yandle.

Damit die Coyotes ihrer Außenseiterrolle gerecht werden können ist es für sie ungemein wichtig, dass Stammtorwart Mike Smith diesmal verletzungsfrei durch die Saison kommt.

Als Smiths Backup steht Devan Dubnyk bereit, dessen Bilanz, aus 35 Spielen bei den Oilers und Predators in 2013/14, sich nicht gerade überzeugend liest.

Mein Tipp: Platz 6 in der Pacific

(2013-14: 35 Siege - 40 Niederlagen - 7 OT/SO Niederlagen, 6. Pacific)

Wann geht es für die Calgary Flames wieder bergauf?

Der Neuaufbau des Teams gestaltet sich als ein langer und schwerer Weg, von dem sich die sportlich Verantwortlichen aber nicht abbringen lassen wollen. Viel Geduld zeigt Coach Bob Hartley mit seinen jungen Talenten, die er Schritt für Schritt aufbaut.

Der 19-jährige Sean Monahan konnte schon in der vergangenen Saison mit seinen 22 Treffern überzeugen. Center Mikael Backlund, 25, absolvierte in 2013/14 mit 39 Scorerpunkten seine beste NHL-Saison. Den Abgang von Mike Cammalleri sollen Mason Raymond und Devin Setoguchi kompensieren.

Wer weiß, vielleicht wird es auch noch das Durchbruchjahr des jungen Schweizer Flügelstürmers Sven Baertschi? Mit nahezu unveränderten Verteidigungsreihen gehen die Flames in die kommende Spielzeit. Das Herzstück ihrer Defensive ist Mark Giordano und sein Verteidigungspartner TJ Brodie.

Auch der 21-jährige Verteidiger Tyler Wotherspoon könnte endgültig den Sprung in den Kader schaffen.

Auf der Torhüterposition sind die Flames durch die Verpflichtung des Schweizers Jonas Hiller und mit dem Finnen Karri Ramo, der vor allem zum Saisonende hin starke Auftritte gezeigt hatte, sehr gut besetzt.

Interessant wird sein zu verfolgen, wer von beiden sich als Stammtorwart durchsetzen wird.

Mein Tipp: Platz 7 in der Pacific

(2013-14: 29 Siege - 44 Niederlagen - 9 OT/SO Niederlagen, 7. Pacific)

Die Augen vieler deutscher Eishockeyfans werden sich in der kommenden Spielzeit nach Edmonton richten, nachdem sich die Oilers im Frühjahr die Rechte an dem deutschen Nachwuchstalent Leon Draisaitl gesichert haben.

Gerade auf der Center-Position sind die Oilers hinter Ryan Nugent-Hopkins nicht so gut besetzt.

Sam Gagner wurde an die Lightning abgegeben. Sturmpartner von Nugent-Hopkuins dürften wiederum Jordan Eberle und Topscorer Taylor Hall sein. Die Achillesferse der Oilers in der vergangenen Saison war die Defensive. Mit 270 Gegentoren kassierten sie so viele Treffer wie keine andere Mannschaft in der NHL.

Die Neuzugänge Nikita Nikitin und Mark Fayne sollen für mehr Stabilität sorgen und Justin Schultz, Jeff Petry sowie Andrew Ference unterstützen.

Als Torwart bei den Oilers hinten drin zustehen, das war in 2013/14 keine beneidenswerte Aufgabe. Gleich sechs Schlussleute kamen bei den Westkanadiern zum Einsatz.

Ben Scrivens und Viktor Fasth sollen in 2014/15 für den notwendigen Rückhalt sorgen. Oilers General Manager Craig MacTavish ist sich ziemlich sicher, dass sie diesen Anforderungen gerecht werden können.

Mein Tipp: Platz 5 in der Pacific

(2013-14: 46 Siege - 28 Niederlagen - 8 OT/SO Niederlagen, 3. Pacific)

Als amtierende Stanley Cup Champions starten die Los Angeles Kings mit breiter Brust in die Spielzeit 2014/15 und sie sind heiß darauf diesen Titel zu verteidigen.

Nach dem Motto 'Never change a winning team' handelte das Management der Südkalifornier in der Sommerpause. Ihre Topreihen blieben unverändert.

Marian Gaborik, Anze Kopitar und Dustin Brown waren in den Playoffs 2014 als erste Sturmformation Garanten für wichtige Tore. Jeff Carter und Justin Williams schlossen die reguläre Saison als zweit- und drittbester Scorer der Kings ab.

Auch in der Abwehr der Kings dürfte sich wenig ändern: Alec Martinez sowie Jake Muzzin stehen für solide Defensivarbeit.

Der überragende Drew Doughty und Slava Voynov sind nicht nur im Powerplay zwei wichtige Vorbereiter.

Die unumstrittene Nummer 1 im Tor der Kings ist Jonathan Quick, der nach auskurierter Handgelenkverletzung ohne Zweifel zu den besten fünf Torhütern der Liga zählt.

Mein Tipp: Platz 1 in der Pacific

(2013-14: 51 Siege - 22 Niederlagen - 9 OT/SO Niederlagen, 2. Pacific)

Nach dem bitteren Erstrundenaus gegen die Kings in den Stanley Cup Playoffs 2014 hat San Jose Sharks General Manager Doug Wilson einen gewaltigen Umbruch angekündigt.

Dieser ist aber weitestgehend ausgeblieben. Die Kalifornier setzen weiterhin auf ihr Stammpersonal vom Vorjahr.

Joe Thornton, Patrick Marleau, Joe Pavelski, Logan Couture und natürlich der junge Tscheche Tomas Hertl dürften für ausreichend Offensivpower sorgen, so dass die Sharks auch in der anstehenden Saison ein gehöriges Wörtchen um den Divisionstitel mitreden können.

Durch den Abgang von Dan Boyle zu den Rangers und den Trade von Brad Stuart zu den Avalanche dürfte Brent Burns zurück zu seinen Wurzeln als Verteidiger kehren, nachdem er in der vergangenen Spielzeit noch an der Seite von Thornton gestürmt hatte.

Das Tor der Sharks wird auch in 2014/15 hauptsächlich der erfahrene Finne Antti Niemi hüten, der in 2010 den Stanley Cup mit den Blackhawks gewonnen hatte.

Seinen Posten als Stammtorwart möchte ihn Alex Stalock streitig machen. Er hatte bei seinen 24 Einsätzen in 2013/14 mit einer Rettungsquote von 93,2% vollauf überzeugen können.

Mein Tipp: Platz 3 in der Pacific

(2013-14: 36 Siege - 35 Niederlagen - 11 OT/SO Niederlagen, 5. Pacific)

Der Schock saß tief nachdem die so erfolgsverwöhnten Vancouver Canucks in der vergangenen Saison zum ersten Mal seit sechs Jahren die Playoffs verfehlt hatten. Die Organisation verharrte aber keineswegs in einer Schockstarre.

Mit neuem Manager, neuem Trainer und über einer Handvoll neuer Spieler versuchen sie 2014/15 in die alte Erfolgsspur zurückzufinden.

Besonders viel versprechen sich die Canucks von ihrem neuen Flügelstürmer Radim Vrbata, der zusammen mit den Sedin-Brüdern die erste Sturmformation bilden soll.

Auch Nick Bonino dürfte als mannschaftsdienlicher Center eine Verstärkung für die zweite Sturmformation sein. Für die Abwehr kam der Schweizer Luca Sbisa im Kesler-Trade von den Anaheim Ducks in die westkanadische Metropole.

Dem Eidgenossen ist es durchaus zuzutrauen, dass er sich für die zweite Verteidigungsreihe hinter Dan Hamhuis und Kevin Bieksa empfiehlt. Auch auf der Torhüterposition fand bei den Canucks ein Wechsel statt.

Ryan Miller wurde mit einem US$ 18 Millionen schweren 3-Jahresvertrag ausgestattet. Von ihm erwarten sie, dass er an seine Leistung in Buffalo anknüpfen kann, wo er es in 2013/14 auf eine hervorragende Fangquote von 92,3% gebracht hatte.

Mein Tipp: Platz 4 in der Pacific

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