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Saisonvorschau Metropolitan Division

von Bernd Roesch / NHL.com

Metropolitan Division

(2013-14: 36 Siege - 35 Niederlagen - 11 OT/SO Niederlagen, 7. Metropolitan)

Die ganz großen Erfolge der Carolina Hurricanes liegen schon Jahre zurück.

Auch für den neuen Chefcoach der Carolina Hurricanes, Bill Peters, wird es verdammt schwer werden, mit dem ihm zur Verfügung stehenden Kader, an diese Zeiten anzuknüpfen. In den letzten fünf Spielzeiten verpassten die Hurricanes jeweils die Playoffs. Vergangene Saison schlossen sie als 13. in der Eastern Conference ab.

Center Jordan Staal wird in den ersten Saisonmonaten verletzungsbedingt dem Team nicht zur Verfügung stehen, so dass der erst 19-jährige Elias Lindholm besonders gefordert sein dürfte, sollte er Staals Posten als Center im zweiten Sturm übernehmen müssen.

Durchaus sehen lassen kann sich Carolinas erste Sturmformation mit Eric Staal, Jeff Skinner und Alexander Semin. Die erste Abwehrreihe dürften der erfahrene Andrej Sekera und der hochtalentierte, erst 22 Jahre alte, Justin Faulk bilden.

Im Tor könnte der Kasache Anton Khudobin endgültig Cam Ward als Nummer 1 zwischen den Pfosten ablösen.

Mein Tipp: Platz 8 in der Metropolitan

(2013-14: 43 Siege - 32 Niederlagen - 7 OT/SO Niederlagen, 4. Metropolitan)

Sie haben einen der jüngsten Kader in der NHL und auch die Club-Philosophie stimmt bei den Columbus Blue Jackets. General Manager Jarmo Kekalainen und Coach Todd Richards liefern in der Hauptstadt von Ohio gute Arbeit ab.

Mit Ruhe und vor allem Besonnenheit haben sie dafür gesorgt, dass die Franchise Jahr für Jahr einen Schritt nach vorne gemacht hat. Vor allem durch ihren Kampfgeist und ihre Geschlossenheit konnte die Mannschaft im vergangenen Jahr, mit dem Einzug in die Playoffs, einen Achtungserfolg einfahren.

Nicht ganz in dieses harmonische Bild passt, dass ausgerechnet Ryan Johansen, ihr bester Stürmer aus der Saison 2013/14, mit einem Holdout droht, nachdem man sich nicht mit ihm auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Umso wichtiger ist es für die Blue Jackets, dass Nathan Horton nach seinen Verletzungsmiseren bald völlig genesen zurückkehrt.

Durch die Verpflichtung von Scott Hartnell, mit 32 Jahren der älteste Stürmer in ihrem Kader, haben sich die Blue Jackets punktuell im Angriff verstärkt.

Das Gerüst ihrer Defensivabteilung bilden weiterhin Jack Johnson, Fedor Tyutin, ihr punktbester Verteidiger aus der letzten Saison James Wisniewski und selbstverständlich Schlussmann Sergei Bobrovsky, der Vezina Trophy Gewinner von 2013.

Mein Tipp: Platz 5 in der Metropolitan

(2013-14: 35 Siege - 29 Niederlagen - 18 OT/SO Niederlagen, 6. Metropolitan)

Bei den New Jersey Devils hat eine neue Zeitrechnung begonnen, die ohne Martin Brodeur, der 23 Jahre lang ihren Kasten hütete. Sie setzen nun voll und ganz auf Cory Schneider, der schon in der vergangenen Saison bewiesen hat, dass er ein würdiger Nachfolger sein kann.

An der Defensive lag es zweifellos nicht, dass die Devils im Vorjahr die Playoffs verpasst hatten.

So ist es auch wenig verwunderlich, dass die sportlich Verantwortlichen nur geringfügig Veränderungen vorgenommen haben. Devils General Manager Lou Lamoriello stattete Andy Greene mit einem neuen 5-Jahresvertrag aus.

Er dürfte wieder zusammen mit Marek Zidlicky das erste Verteidigungspaar bilden. Im Angriff setzen die Devils weiterhin auf Erfahrung: Neben ihren beiden Veteranen Jaromir Jagr, 42, und Patrik Elias, 38, haben auch ihre beiden Neuzugänge Mike Cammalleri, 32, und Martin Havlat, 33, die 30 bereits überschritten.

Der Schweizer Damien Brunner und Adam Henrique zählen mit ihren 28 und 24 Lenzen schon zu den jüngsten im Kader.

Mein Tipp: Platz 7 in der Metropolitan

(2013-14: 34 Siege - 37 Niederlagen - 11 OT/SO Niederlagen, 8. Metropolitan)

Ihre letzte Saison im Nassau Veterans Memorial Coliseum, das über 40 Jahre lang ihre Heimstätte war, soll vor ihrem Umzug nach Brooklyn eine ganz besonders erfolgreiche werden. Um satte 14 Punkte hatten sie in 2013/14 die Playoffs verpasst.

Kann ihnen in der anstehenden Saison wirklich eine Leistungsexplosion gelingen? Nach jahrelangen Problemen auf der Torhüterposition setzen sie nun auf zwei neue Namen. Jaroslav Halak und Chad Johnson sollen es nun richten. Vor allem dem 29-jährigen Slowaken ist es zuzutrauen, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

Auch wenn er in der vergangenen Saison dreimal den Arbeitgeber wechseln musste (St. Louis, Washington, Buffalo), sowohl für die Blues, wie auch für die Capitals war er ein solider Rückhalt gewesen. Ansonsten haben die Islanders in der Verteidigung wenige nennenswerte Veränderungen vorgenommen.

Es ist jedoch zu erwarten, dass der erst 20-jährige Griffin Reinhart den Sprung in den Stammkader schaffen wird. Weniger Sorgen dürften den Verantwortlichen der Islanders ihre Angriffsformationen mit Starcenter John Tavares machen.

In der Tiefe haben sie sich durch die Verpflichtung von Mikhail Grabovski und Nikolai Kulemin weiter verstärkt.

Mein Tipp: Platz 6 in der Metropolitan

(2013-14: 45 Siege - 31 Niederlagen - 6 OT/SO Niederlagen, 2. Metropolitan)

Auch wenn die Enttäuschung der New York Rangers über das Stanley Cup Finale 2014 noch tief sitzen dürfte, ihr Management verlor nicht den Blick nach vorne und hat umgehend daran gebastelt erneut einen Cupcontender in die anstehende Saison zu schicken.

Hervorragend besetzt ist die Defensivabteilung des Traditionsteams. Ohne Zweifel gehört ihr schwedischer Schlussmann Henrik Lundqvist zu den Besten seines Fachs. Vor ihm werden Ryan McDonagh, Dan Girardi und Marc Staal wie gewohnt dafür sorgen, dass wenig anbrennt.

Ihr bekanntester Neuzugang in der Verteidigung und ungemein wichtig für ihre Powerplayformation ist Dan Boyle. Die Ausgeglichenheit ihrer Sturmformationen war ein großer Trumpf der Rangers in der Vorsaison. Daran wird sich auch 2014/15 nicht viel ändern.

Punktuell wurden Veränderungen vorgenommen: Brad Richards, immerhin ihr drittbester Scorer in 2013/14 wurde aus seinem bestehenden Vertrag herausgekauft, Matthew Lombardi kommt, nach einem Jahr in der Schweiz, wieder zurück in die NHL.

Das Vorhaben der Rangers diesmal von Saisonbeginn an in Topform aufzutreten, erhält mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Center Derek Stepan einen kleinen Dämpfer.

Mein Tipp: Platz 2 in der Metropolitan

(2013-14: 42 Siege - 30 Niederlagen - 10 OT/SO Niederlagen, 3. Metropolitan)

Die Philadelphia Flyers sind eine der großen Unbekannten für die anstehende Saison. Insgesamt gaben sie sieben Spieler ab, darunter Scott Hartnell, einen ihrer zuverlässigsten Stürmer und viertbesten Scorer.

Hierdurch wird noch mehr Last auf den Schultern von Claude Giroux liegen. Neben ihm könnten Jakub Voracek, Matt Read oder der vielseitig einsetzbare Brayden Schenn die erste Sturmformation bilden. Ihr Neuzugang aus dem Hartnell-Trade, RJ Umberger dürfte wohl eher ein Mann für die zweite oder dritte Reihe sein.

Auch in der Verteidigung müssen sich die Flyers durch den Ausfall von Kimmo Timonen umorientieren. Kompensieren sollen diesen Verlust vor allem die erfahrenen Recken, der Schweizer Mark Streit, Braydon Coburn sowie Nicklas Grossmann.

Ungemein wichtig wäre es auch, dass Neuzugang Michael Del Zotto wieder zu seiner alten Form aus Rangers Zeiten zurückfinden kann. Die unumstrittene Nummer 1 im Tor der Flyers, und ein Publikumsliebling dazu, ist Steve Mason.

Der 26-jährige Schlussmann bestritt in 2013/14 mit einer Rettungsquote von 91,7 Prozent die beste Saison seit seinem Rookie-Jahr.

Mein Tipp: Platz 4 in der Metropolitan

(2013-14: 51 Siege - 24 Niederlagen - 7 OT/SO Niederlagen, 1. Metropolitan)

Mit Sidney Crosby und Evgeny Malkin haben die Pittsburgh Penguins ohne Zweifel zwei der besten Stürmer auf der Welt, die jeden Gegner zur Verzweiflung bringen können, in ihrem Kader.

Die Penguins haben aber auch namhafte Abgänge zu verzeichnen. Für James Neal kamen Patric Hornqvist und Nick Spaling in die Staalstadt. Blake Comeau und Steve Downie könnten sich für einen Platz in der dritten Sturmformation empfehlen, so dass Beau Bennett in die zweite Reihe aufrückt.

Doch nicht nur im Angriff ist das Team von Coach Mike Johnston gut bestückt. Nur wenige Mannschaften verfügen über eine so gute Mischung im Defensivverbund wie die Penguins.

Solche Verteidiger wie Christian Ehrhoff, Kris Letang, Paul Martin und Olli Maatta in den eigenen Reihen zu wissen, darüber würde sich der eine oder andere Konkurrent freuen.

Für den deutschen Schlussmann Thomas Greiss wird es schwer werden, Marc-Andre Fleury als Stammtorwart der Penguins abzulösen. In den regulären Saisons war Fleury mit seinen Leistungen über alle Zweifel erhaben, doch wie wird es in den Playoffs aussehen?

Mein Tipp: Platz 1 in der Metropolitan

(2013-14: 38 Siege - 30 Niederlagen - 14 OT/SO Niederlagen, 5. Metropolitan)

Alles neu in Washington D.C.! Die Washington Capitals sorgten in den letzten Jahren immer wieder für Offensivspektakel, auch aufgrund ihres russischen Superstars Alex Ovechkin und seinem schwedischen Sturmpartner Nicklas Backstrom.

Zum ersten Mal seit 2007 verpassten die Capitals dieses Frühjahr die Playoffs, vor allem weil es im Defensivverhalten nicht gestimmt hat. Insoweit ist es verständlich, dass ihr neuer Trainer Barry Trotz an dieser Stelle den Hebel ansetzt.

Die Ex-Penguins Brooks Orpik und Matt Niskanen wurden verpflichtet und dürften auch in der us-amerikanischen Hauptstadt ein starkes Verteidigerduo bilden. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass Trotz allen seinen Athleten nahebringen wird, dass man nur als Kollektiv, auch in der Arbeit nach hinten, erfolgreich Eishockey spielen kann.

Sollten sie das verinnerlichen, dann ist mit den Capitals in der kommenden Saison wieder zu rechnen.

Interessant wird es auch sein zu verfolgen, wie sich Washingtons hochtalentierter Center Evgeny Kuznetsov in das Teamgefüge einbringen kann.

Stammtorwart der Capitals wird wiederum Braden Holtby sein, mit Justin Peters als Backup.

Mein Tipp: Platz 3 in der Metropolitan

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