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Die Calgary Flames kämpfen um die Playoffs

31 in 31: Die Leistungen von James Neal, Mike Smith, Johnny Gaudreau und Sean Monahan werden entscheidend sein

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Calgary Flames

Bei den Calgary Flames hat sich nach den verpassten Stanley Cup Playoffs 2018 einiges getan. Mit Bill Peters wurde umgehend ein neuer Trainer verpflichtet und die Marschroute unter dem neuen Chefstrategen ist klar. Die Schwächen der letzten Saison sollen abgestellt werden und das oberste Ziel ist ganz klar das Erreichen der Playoffs.

 

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Die Neuzugänge machen klar, es sollen mehr Tore her. Mit 216 Treffern ordneten sich die Flames nur auf Rang 27 in der Liga ein, was am Ende zu 84 Punkten reichte und Platz elf in der Western Conference bedeutete.

Die Offensiv- Ausbeute sollen neben den jungen Stars Johnny Gaudreau (24 Tore, 60 Assists), Sean Monahan (31 Tore, 33 Punkte) und Matthew Tkachuk (24 Tore, 25 Assists) nun auch die neuen Spieler entscheidend verbessern.

Video: CGY@ARI: Gaudreau trifft durch die Schoner

"Man verändert sein Team nicht nur, damit man irgendetwas getan hat", erklärte General Manager Brad Treliving. "Wir mussten dieses Jahr Veränderungen vornehmen. Wir waren mit dem Abschneiden in der letzten Saison natürlich nicht zufrieden. Da will man nicht einfach nur etwas im Team ändern. Man will die Mannschaft verbessern. Man will die Sache aggressiv angehen und etwas erreichen."

Der größte Coup ist James Neal. Der Erfolgsgarant kam als Free Agent von den Vegas Golden Knights und bringt eine Statistik von 495 Punkten (263 Tore, 232 Assists) in 703 NHL-Spielen mit. Damit trifft Neal im Durchschnitt in mehr als jedem dritten Spiel. Mit seinen 142 Punkten im Powerplay, ist er auch der richtige Mann, um das schwache Überzahlspiel zu verbessern. Die Flames nutzten nur 16 Prozent ihrer Überzahlsituationen und hatten damit das drittschlechteste Powerplay der Liga.

Video: VGK@WSH, Sp4: Neal schießt hoch für Vegas ein

Auch die weiteren Neuzugänge Noah Hanifin, Derek Ryan und Elias Lindholm schlagen in die gleiche Bresche. Hanifin erwies sich in der abgelaufenen Saison als Verteidiger, der mit zehn Toren auch seinen Beitrag zur Offensive leistete. Er dürfte eine Schlüsselrolle in der Abwehr übernehmen und auch im Powerplay zum Einsatz kommen.

Lindholm ist mit seinen 44 Punkten (16 Tore, 28 Assists) ein Kandidat für die zweite Reihe in der Offensive. Ryan ist mit seinen 31 Jahren und seiner Erfahrung eine gute Ergänzung zu den jungen Stürmern der Flames.

"Manchmal funktionieren die Dinge so wie man sie sich vorstellt und manchmal soll es einfach nicht sein. Diesen Sommer haben wir aber etwas erreicht und wir denken, wir haben unser Team verbessert", ist sich Treliving sicher "Wie es ausgeht wird sich zeigen. Es war einfach an der Zeit aktiv zu werden."

Für deutsche Fans ist noch eine ganz andere Neuverpflichtung der Flames besonders interessant. Die Mannschaft entschied sich im Juni Yasin Ehliz von den Thomas Sabo Ice Tigers zu verpflichten. Der 25-jährige Stürmer überzeugte die verantwortlichen der Flames mit 31 Punkten (10 Tore, 21 Assists) in 46 Spielen für Nürnberg und starke Leistungen bei der WM, bei der er mit Leon Draisaitl und Dominik Kahun die erste Reihe bildete. Sein Einsatz im NHL-Kader ist in der kommenden Saison jedoch noch unwahrscheinlich.

 

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Der NHL Draft 2018 dürfte ebenfalls keinen großen Einfluss auf die Saison der Flames haben. Sie hatten die frühen Picks abgegeben und kamen erst in der vierten Runde zum Zug. Wahrscheinlicher ist, dass die Talente aus dem Draft 2015 zum Zug kommen.

Rasmus Andersson wurde 2015 in der zweiten Runde (Nummer 53) von den Flames gewählt. Er überzeugte in der American Hockey League bei den Stockton Heat (neun Tore, 30 Assists), genau wie Andrew Mangiapane (Nummer 166) der sich in den vergangenen Jahren in den Minor Leagues zu einem echten Scorer entwickelte. In der Ontario Hockey League lieferte er bei den Barrie Colts 261 Punkte (118 Tore, 143 Assists) in nur 195 Spielen, in der AHL sammelte er vergangene Saison bei Stockton in 39 Partien 46 Punkte (21 Tore, 25 Assists).

Ein entscheidender Faktor dürfte auch Torwart Mike Smith sein. Der 36-Jährige sicherte sich mit 91,6 Prozent die beste Fangquote seiner Karriere, kassierte 2,65 Tore pro Spiel und holte drei Shutouts in 55 Saisonpartien. Er galt als einer der wichtigsten Spieler der Flames und seine Form in der kommenden Saison könnte über die Teilnahme an den Playoffs entscheiden.

Video: EDM@CGY: Smith fängt Stromes Chance weg

Nun müssen die Flames das System des neuen Trainers umsetzen und die Neuzugänge die Erwartungen erfüllen, die der Klub in sie setzt. An Talent mangelt es nicht in der Organisation der Flames, doch es wird nicht leicht sein sich in der Pacific Division durchzusetzen. Calgary bekommt es mit den Vegas Golden Knights, die im Finale der Playoffs standen zu tun. Danach folgen die Anaheim Ducks, die Stammgäste in den Playoffs sind, die San Jose Sharks, die die Playoffs seit 2004 nur einmal verpassten und die Los Angeles Kings, die den Stanley Cup 2012 und 2014 gewannen. Bei solchen Gegnern ist die direkte Qualifikation für die Playoffs als eines der drei bestplatzierten Teams ein hohes Ziel. Sollten die Flames an den Playoffs teilnehmen, wird der Weg vermutlich über die Wild Card führen.

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