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Sabres mit Kyle Okposo zu einem Playoffteam

von Joe Yerdon / NHL.com

NHL.com bietet im August detaillierte Analysen aller 30 Teams. Heute die größten Gründe für Optimismus und die größten Fragezeichen bei den Buffalo Sabres:

Vier Gründe um optimistisch in die Saison zu blicken:


1. Aufstrebende junge Talente

Sollten es die Sabres in die Playoffs schaffen, werden sie so weit kommen, wie ihre jungen Spieler sie tragen können. Vergangene Saison erzielte Eichel, 19, 56 Punkte (24 Tore, 32 Assists) und Reinhart, 20, kam als Rookie auf 42 Zähler (23 Tore, 19 Assists). Rasmus Ristolainen, 21, stellte mit 41 Punkten (neun Tore, 32 Assists) eine persönliche Bestleistung auf und festigte sich als Nr. 1 Verteidiger.

Eichel und Reinhart waren vergangene Spielzeit die zwei besten Torschützen der Sabres, die nun auch noch zur Verstärkung ihrer Offensive Okposo, Ryan O'Reilly und Evander Kane in ihrem Kader haben. Ristolainen hat sich das harte Verteidigen von Josh Gorges abgeschaut und könnte zum Saisonstart ein Paar mit Kulikov bilden.

Torwart Robin Lehner, 25, zählt ebenfalls zur jungen Garde und möchte nach einer Saison, in der er mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte, zurückkommen.

2. Ryan O'Reilly's Führungsqualitäten

Als die Sabres vor der vergangenen Saison O'Reilly von den Colorado Avalanche geholt haben, wussten sie, dass sie einen guten Spieler bekommen. Was sie vielleicht noch nicht realisiert hatten, dass sie damit einen Top-Allrounder erhalten.

O'Reilly war Sabres' bester Spieler im Penalty Killing und im Powerplay und er war für die wichtigen Bullies im Verteidigungsdrittel zuständig. Zu alledem führte er mit 60 Punkten (21 Tore, 39 Assists) die Scorerwertung der Sabres an, obwohl er elf Spiele verpasst hatte. Wenn er einmal nicht traf, dann lieferte er dennoch ab: Als er vom 10. Januar bis 28. März 24 Spiele lang das Tor nicht getroffen hatte, kam er auf 18 Assists.

3. Kyle Okposo's Offensivstärke

Okposo wurde als Powerstürmer verpflichtet. Er kann vor das Tor ziehen, er ist treffsicher (22 Tore letzte Saison bei den New York Islanders) und, vielleicht das Wichtigste, er ist ein klasse Vorbereiter. Von den 369 Scorerpunkten in seiner Karriere waren 230 Assists. Wer auch immer mit ihm auf dem Eis stehen wird, er wird von seinen Spielmacherqualitäten profitieren.

"Ich gehe raus und spiele. Ich spiele auf meine Art und Weise und versuche mein Spiel durchzusetzen", sagte Okposo vergangenen Monat. "Ich spüre, dass ich an einem Punkt in meiner Karriere angelangt bin, wo ich weiß, was ich zu machen habe, um erfolgreich zu sein und ich möchte das fortsetzen und besser werden. Das habe ich meine gesamte Karriere hindurch so gehalten und bloß weil ich einen langjährigen Vertrag unterschrieben habe, wird sich daran nichts ändern."

4. Dan Bylsma's zweite Saison

Durch die Anstellung von Bylsma hat sich bei den Sabres ein stabiles, starkes System entwickelt. Buffalo hatte in den zwei Spielzeiten vor Bylsma Probleme Schüsse des Gegners zu verhindern und selbst Tore zu erzielen. Das hat sich in der letzten Saison geändert: Die Sabres schossen 46 Tore mehr als in der Vorsaison und kassierten 54 weniger. Buffalo war nicht mehr ein Team, das 60 Minuten lang Torchancen der Gegner zuließ. Die Sabres verbesserten ihre Schussversuchsstatistik bei 5-gegen-5 (SAT) von -1789 auf -350. Ein Jahr nachdem sich Bylsma's Spielsystem etabliert hat, kann Buffalo mit seinen schnellen und talentierten Spielern den nächsten Schritt machen.

Diese drei Kernfragen beschäftigen die Sabres:

1. Ist Robin Lehner im Tor ein Führungsspieler?

Lehner hat eine schwierige Saison hinter sich. Als er ins Trainingscamp kam hatte er konditionelle Probleme, da er aufgrund einer Gehirnerschütterung, die er sich im Februar zugezogen hatte, erst im Juli beginnen konnte zu trainieren. Dann verstauchte er sich am 8. Oktober im ersten Saisonspiel das rechte Sprunggelenk, wodurch er drei Monate pausieren musste. Er bestritt weitere 20 Spiele, ehe für ihn am 30. März wegen einer Sprunggelenkoperation die Saison beendet war.

"Ich habe mich durch diese Unwägbarkeiten, Gehirnerschütterung und die Probleme mit meinem Fuß, hindurchgekämpft und bin mit meinem Spiel zufrieden", sagte Lehner im April. "Wir haben viele Spiele mit einem Tor Unterschied verloren. Es gab Situationen, in denen wir als Mannschaft richtig gut aufgetreten sind, jedoch das Tor nicht getroffen haben."

In 21 Spielen kam Lehner auf eine Bilanz von 5-9-5 bei einer Rettungsquote von 92,4 Prozent und einem Gegentrefferschnitt von 2,47. Seine Fangquote wäre bei einer ausreichenden Anzahl an Spiele, die viertbeste in der NHL gewesen. Sollte er diese Leistung eine gesamte Saison hindurch zeigen können, dürften die Sabres kein Torwartproblem haben.

2. Ist Dmitry Kulikov das fehlende Puzzlestück in der Defensive?

Murray wünschte sich seit er 2014 nach Buffalo kam einen guten linkshändigen Verteidiger für die erste Reihe und hat sich diesen Wunsch durch die Verpflichtung von Kulikov erfüllt. Kulikov kann an der Seite von Ristolainen oder von Zach Bogosian unter den Top-4 Verteidigern der Sabres spielen.

"Er bringt das Notwendige mit - er ist hart", beschrieb Murray beim NHL Draft 2016 Kulikov. "Er macht keine Fights, er ist kein unfairer Spieler, vor dem der Gegner Angst haben muss, wenn man gegen ihn spielt, aber man sollte den Kopf aufrecht lassen. Er checkt dich, er unterläuft dich und er lässt dich dafür bezahlen, wenn du den Kopf unten hast. Er spielt einen exzellenten ersten Pass und er ist defensivstark. In der Offensive könnte er noch etwas mehr abliefern, auch wenn wir das nicht von ihm erwarten ... er kann in allen Situationen eingesetzt werden und er ist voll konkurrenzfähig. Gegen ihn zu spielen wird nicht einfach sein."

3. Mit wem wird Okposo spielen?

Die Antwort darauf erscheint naheliegend, denn es gibt auf der rechten Seite neben O'Reilly einen freien Platz, links spielt Evander Kane.

Dennoch, bei den Sabres kommt Tyler Ennis zurück, der in der letzten Saison aufgrund einer Gehirnerschütterung die meiste Zeit pausieren musste. In den 23 Spielen an der Seite von Eichel hat die Chemie nicht gestimmt. Es könnte also durchaus sein, dass Bylsma während des Trainingscamps und zu Beginn der Saison seine Reihen durcheinanderwürfeln und mehrere Kombinationen ausprobieren wird. Rechtsaußen Okposo kann auch links spielen und dann wäre er an der Seite von Eichel und Reinhart eine Option.

Sollte Free-Agent Linksaußen Jimmy Vesey bei den Sabres, die ihm gegenüber bis zum 15. August die exklusiven Verhandlungsrechte haben, unterschreiben, dürfte Okpose bei nummerischem Gleichgewicht und im Powerplay viel Eiszeit mit O'Reilly und Eichel bekommen.

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