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Rutherfords Deals machen Pens zu Cup-Contender

von Wes Crosby / NHL.com

PITTSBURGH - Über die vergangenen zwei Jahre baute Pittsburgh Penguins General Manager Jim Rutherford langsam ein Team auf, so wie er es sich vorgestellt hatte.

Bevor die Penguins am 6. Juni 2014 Rutherford angeheuert hatten, machten sie fünf Jahre lang, seit ihrem Cupgewinn 2009, enttäuschende Erfahrungen in den Stanley Cup Playoffs. Die Veränderungen zeigten keine schnelle Wirkung: Pittsburgh verlor gegen die New York Rangers in fünf Spielen der Eastern Conference Erstrundenserie 2015.

Die Penguins stehen nun im Eastern Conference Finale gegen die Tampa Bay Lighting, Spiel 1 findet am Freitag im Consol Energy Center statt, doch diese Fügung hatte sich noch nicht zu Saisonbeginn eingestellt.

"Es gab etwas in dieser Mannschaft, besonders wenn du auf den Saisonstart schaust, das nicht gepasst hatte", sagte Rutherford.

Die Penguins quälten sich in den ersten zwei Monaten, gewannen 15 von 28 Spielen bis zum 11. Dezember, an dem Pittsburgh im Shootout gegen die Los Angeles Kings mit 2-3 verloren hatte. Cheftrainer Mike Johnston wurde am darauffolgenden Tag entlassen und durch Wilkes-Barre/Scranton Coach Mike Sullivan ersetzt.

Sullivan verlor die ersten vier Spiele, doch seine Philosophie nahm langsam Form an. Die Penguins schossen mehr und wurden merklich schneller.

Dieser Ansatz führte irgendwann zu Siegen, was Pittsburgh am Ende Platz 2 in der Metropolitan Division hinter den Washington Capitals bescherte.

"Als Mike Sullivan kam, gab es sofort eine Verbindung zwischen den Spielern und dem Trainer", sagte Rutherford. "Es war nur eine Frage der Zeit."

Rutherford machte Spaß, als er erwähnte, dass Sullivan's Begabung zu gewinnen, jene Qualität sei, die er an ihm am liebsten möge und fügte hinzu, dass Sullivan's Persönlichkeit in Pittsburghs Kabine gegriffen habe.

"Ich versuche nur ich selbst zu sein und den Job bestmöglich auszuüben", sagte Sullivan. "Ich bin ein geradliniger Mensch. Ich habe versucht mit der Gruppe gerade und offen umzugehen."

Pittsburghs Geduld wurde belohnt. Rutherford hat mit Phil Kessel einen der besten Scorer in der NHL, mit Carl Hagelin einen schnellen Linksaußen, mit Trevor Daley einen effizienten, offensiven Verteidiger und mit Center Matt Cullen einen erfahrenen Spieler für die vierte Sturmreihe verpflichtet.

"Ich hatte mit Chicago mehrere Male über Trevor gesprochen, er war [auf die Chicago Blackhawks] nicht abgestimmt", sagte Rutherford. "Wenn ein Team einen Stanley Cup gewinnt hat es im darauffolgenden Jahr ein neuer Spieler schwer. Jeder spricht über das vergangene Jahr. Ich kann verstehen warum es Trevor dort schwer hatte."

"In Hagelin's Fall, haben wir beurteilt, was er bei den Rangers gebracht hat und dass er eine harte Zeit hatte sich auf Anaheim einzustellen. … Wir haben drastisch unsere Mannschaft verändert."

Center Nick Bonino, den Rutherford am 28. Juli von den Vancouver Canucks verpflichtet hatte, spielte gut genug zwischen Hagelin und Kessel um eine Debatte auszulösen, ob er oder Evgeni Malkin Pittsburgh's aktueller Center der zweiten Reihe sei.

Nach einem schwachen Saisonstart wurde Kessel mit fünf Toren und zwölf Scorerpunkten Pittsburghs stärkster Spieler in den Playoffs. Rutherford sprach davon, dass er gefühlt habe, dass Kessel einige Monate benötige. doch er sei jetzt der Spieler, den sie sich vorgestellt haben.

"Ich glaube wir haben eine gute Gruppe beisammen und das macht es hier leicht", sagte Kessel. "Wir gewinnen Spiele. Wir müssen nur auf diesem Weg bleiben."

Rutherford's Einfluss wurde zum ersten Mal am 28. Juni 2014 spürbar, als er Stürmer James Neal zu den Nashville Predators im Tausch gegen Stürmer Patric Hornqvist und Nick Spaling abgegeben hatte. Spaling war Bestandteil von Pittsburghs Trade für Kessel am 1. Juli und Hornqvist entwickelte sich zu Sidney Crosby's verlässlichen Rechtsaußen.

Durch diese Wechsel, darunter einige aufstrebende Spieler von Wilkes-Barre/Scranton, wurden die Penguins kleiner, aber auch schneller.

"Das ist ein Team mit dem ich zufrieden bin, bei dem die Reihen ausgeglichen sind", sagte Rutherford. "Die Ausgeglichenheit wird in den Playoffs sichtbar, wo alle Reihen ihren Beitrag leisten."

Rutherford habe bemerkt, dass die Penguins zu Saisonbeginn einen alten und langsamen Eindruck gemacht haben. Aus diesem Grund habe er Hagelin, Daley und Verteidiger Justin Schultz geholt. Nur Können war zu wenig.

"In der Offseason des letzten Jahres haben wir Spieler verpflichtet und wir waren auf Charakter sowie Führungsqualitäten fokussiert. Das war mir das Wichtigste", sagte Rutherford. "[Crosby] ist ein herausragender Führungsspieler, doch umso mehr Führungsqualitäten du im Kader hast, umso leichter kannst du mit schwierigen Situationen umgehen."

Crosby und Malkin kamen zusammen auf vier Scorerpunkte und ein Tor in der Eastern Conference Zweitrundenserie gegen die Capitals, aber die Penguins gewannen die Best-of-7 Serie mit 4-2. Rutherford hat ein Team aufgebaut, das auch ohne seine zwei Topstars, die durchgehend die ganze Last auf den Schultern tragen müssen, überleben kann.

"Ich achte nicht darauf, ob [Rookie Torwart] Matt Murray die Tore kassiert", sagte Rutherford. "Solange wir eines mehr schießen als das andere Team."

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